Liebe --- neu gedacht und definiert

Liebe und Partnerschaft bilden eine untrennbare Einheit, eine nicht aufzulösende Symbiose, die vielleicht noch die Liebe zu Kindern mit einschließt, die aus der Partnerschaft entstehen. Liebe als Universelles klingt so nach Spiritualität, nach metaphysischer Suche nach der allumfassenden Liebe eines Gottes oder Weisen, wogegen sich der rationale Verstand sperrt.

Der Philosoph und Künstler Bringfried J. Pösger durchbricht dieses starre Denkmodell. Er definiert Liebe nicht nur als Beziehungssymbol oder als spirituelles Gefühl des umfassenden Behütet-Seins. Nein, für ihn ist Liebe ein wesentliches Element der inneren Stabilität. Umfassend ausgebildet und das eigene Denken und Fühlen stützend, ohne einzuengen, eröffnet sie die Möglichkeit des Hinterfragens und eigenen Denkens über bisherige Grenzen hinaus. Damit erhält sie eine universelle Funktion, ohne in das Esoterische abzurutschen.

Pösger entstaubt damit die Philosophie vom Akademischen und verknüpft das philosophische Denken mit der Freiheit der Kunst, kraftvoll und vorwärts strebend, ideenreich und kreativ.

 

Freiheit und Liebe...

.... Nähe und Distanz, passt das zur Liebe? Ja, weil Pösger Liebe als eine freiwillige Art des Miteinander-Seins definiert, wofür Freiheit notwendig ist. Jegliches Besitzdenken, ob geistig, seelisch oder körperlich, ist für den lebenserfahrenen Autoren und Querdenker bei der Entfaltung der Liebe total hinderlich. Damit redet er nicht der viel propagierten freien Liebe das Wort, heute die und morgen den.

Nein, " Miteinander in Freiheit nah" wie das Buch heißt, beschreibt einen sich ständig verändernden Zustand der geistigen und daraus erwachsenden körperlichen Nähe, die keine Klammern in Form von Geboten oder Regeln braucht, weil sie organisch wächst und beide Partner in Freiheit vereint.

Freiheit ist nach Pösger sogar erst die Vorraussetzung für diese Art der Liebe. "Freiheit, das heißt keine Angst haben, vor nix und niemand", ließ Konstantin Wecker seinen berühmten "Wlli" singen. So sieht es auch Pösger. Für ihn ist Freiheit die Grundlage des eigenen Seins, der Erkenntnisgewinnung ohne einengende Dogmen und einer tiefen Liebe, in der die Freiheit des Einzelnen die Grundlage der umfassenden emotionalen, geistigen und auch körperlichen Nähe und Verbundenheit als Paar darstellt. 

 

 

Als Therapeut...

.... Coach und Entspannungstrainer gibt mir diese Sichtweise auf eine der intensivsten und stärksten Emotionen des Menschen einen völlig neuen Input.

Fast scheint es mir, als ob diese Definition der Liebe eine Art philosophisches Fundament meines Coachings darstellt. Denn Coaching, wie ich es verstehe, zielt auf die Erweiterung des Horizontes und die Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins. Das schließt des Wahrnehmen eigener Energien und Stärken unabdingbar mit ein.

Denken verändern, Ängste auflösen, Entspannung spüren, nach diesem Motto coache ich.

Wer die Liebe aus der geistigen Umklammerung der Partnerschaft herauslöst, verändert Denken.

Wer die Liebe als Vorraussetzung für Erkenntnisgewinn sieht, löst Ängste auf.

Wer die Liebe mit der Freiheit des eigenen Seins verbindet, ohne Besitzansprüche, genießt mehr Entspannung.

Mehr von Bringfried J.Pösger gibt es hier zu lesen: http://www.lebenskunst-atelier.de/

Und nun wünsche ich viel Spaß beim fliegen lassen der Gedanken....

 

fotos by:pixabay

 

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