Kochen offenbart Liebesgeheimnisse - Zu viel Salz im Essen - nur am Herd geträumt?

Wer auf Wolke Sieben schwebt und das gerne noch als Geheimnis für sich behalten möchte, sollte eines besser nicht tun: sich an den Herd stellen. Denn bekanntlich versalzen verliebte Köche die Suppe (oder auch andere Speisen). Das ist nun auch wissenschaftich erwiesen.

Bloß: Was in aller Welt verrät das Verliebtsein?

Landläufige Meinung war bisher, dass der verliebte Koch am Herd schmachtet. Beim stupiden Rühren im Topf an die Angebetete denkt und den Kopf nicht so ganz bei der Sache hat - schwupps, liegt eine Ladung Salz an den Speisen.

Weit gefehlt! Mit Unaufmerksamkeit hat das versalzene Essen nichts zu tun. Zumindest nicht in erster Linie.

Salzernte in Frankreich

Collecting Salt in the Salt Pans, Fier d'Ars, Ile De Re, Charente Maritime, France (Bild: Bruno Barbier / AllPosters)

Was wirklich los ist - Verliebte haben einen eigenwilligen Geschmack

Mit dem neuen Freund der besten Freundin ist man gar nicht einverstanden und die neue Tusse des besten Freunde ist eine doofe Zicke? Verliebte habe für alle nicht Verliebten einen eigenwilligen Geschmack - das unterstreicht ihr engstes Umfeld oftmals.

Und das gilt dann nicht nur für die Partnerwahl im engeren Sinne!

Denn das Geschmacksempfinden der Verliebten ist ersteinmal ein bisschen zurückgefahren. Das fanden Wissenschaftler jüngst bei einer Studie des ttz-Institut für Biologische Informationssysteme (BIBIS) in Bremerhaven mit frisch Verliebten sowie einer Kontrollgruppe mit Singles und Langzeitpaaren heraus.

 

Die Teilnehmer wurden aufgefordert, ihre Geschmackseindrücke zu schildern. Und siehe da: Die Schwelle, ab der frisch Verliebte Salz schmecken konnten, lag deutlich höher als die von Singles und Langzeitpaaren.

 

Hormone im Überfluss - So kommt es zur Geschmacksverwirrung

Die Wissenschaftler gehen aufgrund ihrer Studie davon aus, dass das veränderte Geschmacksempfinden seine Ursache in der Hormonausschüttung hat; die steuernden Botenstoffe werden bei frisch Verliebten nämlich reichlich ausgeschüttet werden. Diese Hormone steuern auch Stoffwechselprozesse - und somit das Verhalten wie auch das Geschmacksempfinden.
Schlüsselstoffe sind im alle der Verliebtheit Testosteron und Oxytocin. Bei einer Frau bewirken "Frühlingsgefühle", dass ihr Testosteronspiegel ansteigt. Er nähert sich an den des Mannes an, der von Natur aus höher ist. Umgekehrt werden beim Mann höhre Oxytocinwerte gemessen, wenn er sich verliebt: Oxytocin ist ein Hormon, das normalerweise höher konzentriert bei Frauen vorkommt und ihr Verhalten beeinflusst. Das "Bindungshormon" wird unter anderem beim Stillen ausgeschüttet, um die Bíndung ans Baby zu fördern.

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Langzeitpaare sind Realisten - Ewig liiert: Richtig auf den Geschmack gekommen

Langzeitpaare dagegen sind fähig, Geschmackseindrücke realistisch zu beurteilen. Die Studie ergab, dass sie besser schmecken. Nicht nur salzig, auch die anderen Grundgeschmacksarten wie süß, sauer oder bitter können sie diffrenzierter wahrnehmen. Fazit der Wissenschaftler ist nun, dass sich stabile Partnerschaften günstig auf den Riech- und Geschmacksinn des Menschen auswirken.

Myrtis, am 05.02.2013
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