Magnesiummangel - Symptome

Anzeichen eines Magnesiummangels zeigen sich sehr häufig durch Muskelkrämpfe. Diese sind noch verhältnismäßig harmlos, denn auch Depressionen und Angstzustände können von einem Mangel herrühren. Auch bei anhaltender Müdigkeit und Leistungsschwäche sollte man seine Lebensumstände überprüfen und an eine Unterversorgung denken.

Magnesium als Therapeutikum

Treten in der Schwangerschaft vermehrt Muskelkrämpfe auf, wird der Arzt vermutlich Magnesiumpräparate verordnen. Oft empfehlen Gynäkologen jedoch auch ohne Beschwerden vorbeugend Präparate einzunehmen, denn Frauen, die zusätzlich mit Magnesium versorgt werden, scheinen weniger zu Fehl- oder Frühgeburten zu neigen. Nehmen Sie auf keinen Fall eigenmächtig Nahrungsergänzungsmittel ein, sondern besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt! Forscher vermuten, dass Magnesium ebenfalls hilft, Cholesterin schneller abzubauen. Die Gefäße werden erweitert, wodurch die Durchblutung verbessert wird und Thrombosen verhindern können. Des Weiteren wirkt sich Magnesium stabilisierend auf den Herzrhythmus aus.

Magnesiumhaltige Lebensmittel (jeweils 100 g):

  • Weizenkleie 590 mg
  • Sonnenblumenkerne 420 mg
  • Kakao 415 mg
  • Weizenkeime 253 mg
  • Sojabohnen 220 mg
  • Hirse 170 mg
  • Mandeln 170 mg
  • Naturreis 157 mg
  • Kichererbsen 155 mg
  • Erdnüsse 150 mg
  • Haferflocken 140 mg
  • Linsen 130 mg

Ursachen für einen Magnesiummangel

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen die tägliche Aufnahme von 300 - 400 mg Magnesium. Mit einer ausgewogenen erreichen Sie diese Werte auch ohne Präparate einnehmen zu müssen. Essen Sie beispielsweise statt Weißbrot, leckeres und viel gesünderes Vollkornbrot. Trinken Sie viel Milch, kann dies die Aufnahme von Magnesium sogar vermindern. Auch das Feierabendbier kann Sie in einen Magnesiummangel führen. Diäten führen nicht nur zu einer Gewichtsreduktion, sondern auch oft zu einer Mangelversorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Wurde bei Ihnen ein Mangel an B-Vitaminen festgestellt, könnte ebenfalls ein Hinweis auf einen Magnesiummangel vorliegen, in diesem Fall ist es dem Darm nicht in der Lage diesen Mineralstoff in ausreichendem Maße aufzunehmen.

Auch einige Medikamente können für einen Mangel verantwortlich sein. Sie sehen, es gibt eine Vielzahl von Gründen schnell in ein Mineralstoffungleichgewicht zu geraten. Ob bei Ihnen letztendlich ein Mangel vorliegt, kann der Arzt durch einen Bluttest nachweisen. Bewusst auf seine Ernährung zu achten, ist schon ein Anfang, die Gefahr zu mildern.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keinen fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers!

Text © Edelgard Kleefisch

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