Honig wird bekannterweise gerne gegen die Beschwerden bei Erkältungskrankheiten und bei Verletzungen als natürliches Heilmittel verwendet. Denn einige Honigsorten wirken besonders antibakteriell und entzündungshemmend. Um jedoch eine möglichst erfolgversprechende Wirkung zu erreichen, verwendet man am besten naturbelassenen Honig. Der hohe Zuckeranteil und Inhibine, wie Wasserstoffperoxid, welcher durch das Bienenenzym Glucoseixidaxe entsteht, sind in diesem Honig in höherem Masse zu finden. In einigen Ländern wie Frankreich, den USA, Kuba und Osteuropa ist man sogar von der Wirkung des Honigs stärker überzeugt, dort werden sogar Honigtherapien von Schulmedizinern durchgeführt.

Dieses wunderwirkende Enzym ist in den handelsüblichen Honigsorten kaum zu finden. Doch es gibt einen Honig, von dem man sich deutlich stärkere Wirkungen verspricht. Er soll sich sogar mit Antibiotika messen können. Bei diesem Wunder-Honig handelt es um Manuka-Honig, der ausschließlich vom wilden Manukastrauch (Leptospermum scoparium) stammt, der in Neuseeland beheimatet ist. Gegen diesen Honig haben selbst Bakterien keine Chance. Der Vorteil - im Gegensatz zu Antibiotika werden Bakterien gegen diesen Honig nicht resistent. 

Bildquelle: Tobias Kuhfuß / wikipedia.de

Honig (Bild: Hans / pixabay.com)

Warum ist dieser Honig so außergewöhnlich?

Manuka-Honig enthält einen hohen Anteil an Methyglyoxal. Dieser Stoff entsteht bereits in der Blüte der Pflanze. Zwar enthält der heimische Honig auch Methyglyoxal, der Gehalt ist jedoch verschwindent gering. Reiner Manuka-Honig kann bis zu 800 mg Methyglyoxal pro Kilogramm enthalten. Im Vergleich: Normaler Honig hat dagegen höchstens bis zu 20 mg. Da es sich bei Honig um ein Naturprodukt handelt, können die Werte je nach Herkunft und Lagerung schwanken. Um sicher zu gehen, dass eine hohe bakterielle Wirksamheit erreicht wird, sollte der Gehalt an Methyglyoxal  100 mg pro Kilogramm nicht unterschreiten. Je höher Gehalt,  um so mehr positivere Eigenschaften kann das Produkt natürlich aufweisen.  

An der neuseeländischen Universität Waikato wurden Studien durchgeführt, die den Vergleich mit einem Antibiotikum unterstreichen. Auch aus Kanada und Australien werden die antibiotikaresistente Wirksamkeiten des Manuka-Honigs bestätigt. Diese Erkenntnis ist gerade für chronische Wunden von Bedeutung. Auch bei Erkrankungen des Magen- und Darmbereiches, beispielsweise bei Geschwüren, zeigt dieser Honig erkennbare Erfolge. Ein Labor in Syndey fand heraus, dass Manuka-Honig sogar das Bakterium Staphylococcus aureus (MRSA) bekämpfen kann, wogegen Antibiotika ansonsten eigentlich machtlos ist.

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Worauf kommt es bei Manuka-Honig an?

Die Universiät in Dresden hat ein Verfahren entwickelt, den Methylglyoxal-Gehalt des Honigs festzustellen. Bei einem MGO-Wert, die Abkürzung von Methylglyoxal, von beispielsweise 100+, sind beispielsweise 100 Gramm Wirkstoff enthalten. Die Universität testet und zertifiziert hierzu einzelne Chargen.

Eine weitere Klassifizierung ist der Unique Manuka Factor, kurz UMF. Dieser gibt einen Anhaltspunkt, wie stark die antibakterielle Aktivität im Honig ist. Als Referenz zieht man eine Phenollösung (Karbolsäure) hinzu. 20 % anteiliges Karbol einer Lösung entspricht einem vergleichbaren Effekt durch Honig mit einem Wert UMF 20+.

UMF 5+ = geringer Grad an Aktivität
UMF 10+ = Mittlerer Grad an Aktivität ( zur Steigerung des Wohlbefindens)
UMF 15+ = Antibakterielle Aktivität vorhanden
UMF 20+ = Hohe Aktivität (geeignet zuriUnterstürzung der Verdauung und Wundbehandlung)
UMF 25+= Sehr hohe Aktivität  (zur Wundbehandlung geeignet)

© Edelgard Kleefisch

Elli, am 04.02.2012
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