In einigen Artikeln versuchte ich bereits Sinn und Unsinn in diversen Esoterik-Strömungen zu ergründen. "Positives Denken" zum Beispiel hat schon vielen Menschen in Lebenskrisen geholfen. Doch kann diese Methode durchaus auch zur Stressfalle werden, wie in dem Artikel "Positives Denken: Stressfalle oder echte Hilfe?" beschrieben. - "Wer nicht positiv denkt, wird krank", so die unausgesprochene Warnung der Anhänger dieser Psycho-Richtung.

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Zumindest könnten manche Ausrichtungen so interpretiert werden. Mit einer oberflächlichen Auslegung dieser Mentaltechnik wird es aber richtig kontraproduktiv wenn nicht sogar gefährlich: Man könnte bei jedem "wütenden" oder "negativen" Gedanken unwillkürlich Schuldgefühle entwickeln. Dabei ist Wut ein wichtiges Gefühl, dass man nicht einfach unterdrücken sollte, sondern annehmen wie jedes andere Gefühl auch.

Schwere Krankheiten mit Meditation heilen?

Eine positive Einstellung ist in vielen Lebenslagen von Vorteil, ein ruhiger Geist wäre aber noch wichtiger, sagte Deepak Chopra einmal gegenüber dem US-Nachrichtensender CBSN. Online findet man die Story aus 2013 noch unter dem Titel "Use Your Mind to Save Your Life" (sinngemäß: "Nutze deinen Geist, um dein Leben zu retten", wer das Original lesen will, bitte einfach googlen, aus rechtlichen Gründen kann der Artikel an dieser Stelle nicht mit Link abgebildet werden).

In dem spannenden Beitrag wird die Geschichte einer Chopra-Patientin erzählt. 

Erfolgsgeschichte einer Krebspatientin

Sie erhielt die Diagnose Darmkrebs und unterzog sich klassischen Therapien wie Bestrahlung und Operation. Kurze Zeit später erhielt sie die Hiobsbotschaft, dass der Darmkrebs in die Lunge gestreut hätte. Danach folgte Chemotherapie.

Nach eigenen Angaben wollte die Patientin schließlich einen kompletten Richtungswechsel einläuten. Sie entschloss sich Ernährungsgewohnheiten zu ändern und auch die Art und Weise, wie sie dachte. Gedanken, mentale Einstellung könnten ihrer Meinung nach das Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit beeinflussen. Die Krebskranke orientierte sich schließlich an den Lehren Deepak Chopras. Laut dem CBSN-Artikel war sie 2013 bereits drei Jahre krebsfrei. Ihren Lebensstil hatte sie komplett geändert. Sie baute Gemüse selbst an und verzichtete auf Fertiggerichte. Auch zeigte sie sich gegenüber CBSN überzeugt davon, dass man sich manchmal physisch von etwas wegbewegen oder eine Situation loslassen muss, um wieder auf die Beine zu kommen. Sie meinte wohl Arbeitsstellen, Beziehungen oder auch Orte, die einem nicht mehr gut tun.

Dass eine Änderung der Gedankenmuster sich zwangsläufig positiv auf die Gesundheit auswirkt, ist keineswegs wissenschaftlich bewiesen. Dennoch scheinen immer mehr Menschen eine Krankheit als Hilferuf des Körpers zu verstehen und beginnen sich mit ihrem Leben genauer auseinander zu setzen. Ein bekannter Onkologe kam auf der Suche nach einem Muster für Spontanheilungen bei Krebs übrigens auch zu dem Schluss, dass es keine einheitliche Allheilformel geben würde. Alle nachweislich spontan von Krebs geheilten Menschen die er interviewte hatten aber ihr Leben grundlegend umgekrempelt.

Was halten Sie von Meditation?

Meditationstechniken

Um aber überhaupt einmal zu seinen tiefsten innersten Bedürfnissen vorzudringen, muss man zur Ruhe kommen. Doch wie macht man das in stressigen Zeiten wie diesen? "Meditation" ist eine oft gehörte Antwort. Doch wie meditiert man am besten? Hier einige Methoden:

 

  1. Meditation mit einem Mantra

    Dabei konzentriert man sich auf ein Wort oder eine Silbe und singt oder memoriert sie über einen gewissen Zeitraum vor sich hin

    Eine bekannte Silbe ist OM. Sie symbolisiert nach buddhistischer Lehre, den Urlaut aus dem die Welt hervorging.

2. Meditation über Atem

Dabei konzentriert man sich auf das Ein- und Ausatmen. (In indischen Yogi-Richtungen gibt es verschiedenste Techniken, die aber nicht ganz ungefährlich sind – etwa wenn man den Atem zu lange anhält.)

Ein angenehmer Rhythmus ist: Beim Einatmen in den Bauch bis 4 zählen, vier Einheiten den Atem anhalten und beim Ausatmen ebenfalls bis 4 zählen.

Auf dem Bild links sehen Sie eine klassische Meditationshaltung. Beine wie ein Buddha übereinander schlagen, Hände locker in den Schoß legen.

Diese Stellung eignet sich sowohl für Atem- als auch für Mantra-Meditationen. 

3. "Rosenkranz beten" ist auch Meditation ...

In allen großen Religionen finden wir Meditationstechniken. Praktisch gemeint sind damit im Wesentlichen Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen. Im Christentum ist eine der effizientesten Techniken das "Rosenkranz beten".

Das Wichtigste bei der Meditation ist einfach und doch oft so schwierig: den eigenen Geist auf etwas ganz anderes als die Alltagsgedanken zu konzentrieren. - Das kann übrigens auch bei monotonen sportlichen Tätigkeiten – etwa Brustschwimmen - gelingen oder beim gleichmäßigen Spazieren im Wald. Irgendwann bekommt man den Alltagskram aus dem Kopf und wird innerlich ruhiger.

Beliebt bei Managern ...

Meditationsprofis bauen solche Alltagsbreaks regelmäßig in ihr Leben ein. Empfohlen wird häufig eine Meditationsdauer von 20 bis 30 Minuten am Morgen und nochmals am Abend. Viele Manager schwören darauf und in den USA gehört Meditation für viele inzwischen zum gesunden Lifestyle wie Jogging. Allerdings steht die spirituelle Suche nach Erleuchtung nicht unbedingt im Vordergrund. So gab es schon Manager, die über dem Wort "Coca-Cola" meditierten. Es geht also oftmals darum, aus den lästigen Gedankenmustern und Gedankenschleifen auszubrechen, die Inspiration und die innere Ruhe blockieren. - Allerdings konnte man in den letzten Jahrzehnten auch unter Managern den Trend beobachten, sich zur Klausur ins Kloster zurück zu ziehen. Beliebt waren lange Zeit die Klöster der Zen-Buddhisten. Grundsätzlich bietet der Buddhismus sehr einfache Meditationsmethoden an. Buddhismus ist dabei keine Religion wie Katholizismus, Protestantismus, Islam oder Judentum. Buddhismus ist viel mehr eine Lebenslehre. Die innere Ruhe zu erlangen und der achtsame Umgang mit allen Lebenswesen stehen dabei im Vordergrund. -

Der oben erwähnte US-Autor und studierte Arzt, Deepak Chopra, hat eine Reihe sehr angenehmer Meditationen aufgenommen. Die meisten sind allerdings nur in Englisch zu erhalten. Da seine Stimme allerdings sehr beruhigend ist, würde ich sie durchaus empfehlen. Auf youtube gibt es von Chopra aber auch von vielen anderen Meditationstrainern und -fans kostenlose Meditationen, die einem zu einem durchaus entspannten Abend verhelfen können.

 

Im deutschen Sprachraum kennen wir einen Spruch, der im Grunde genommen, die Benefits der Meditation benennt: "In der Ruhe liegt die Kraft".

Last but not least: 

Woher kommt eigentlich das Wort Meditation und was bedeutete der Begriff ursprünglich? 

Meditation leitet sich von dem lateinischen Wort meditatio ab. Es bedeutet "nachdenken, überlegen, nachsinnen" (Quelle: Wikipedia). - Obwohl viele Menschen meinen, dass Meditation einen Bezug zur "Mitte" - also im Sinne von "in seine Mitte kommen", hat, gibt es dafür keinen etymologischen Beweis.

Philosophisch hingegen wird der Begriff immer wieder mit Einheit in Verbindung gebracht. In unserem westlichen Denken würde man wohl von der Überwindung des Subjekt-/Objektgegensatzes sprechen. Oder einfacher: Es geht um die Harmonisierung der ständigen Wiedersprüche, die unser Sein mit sich bringt. Es geht darum, seinen inneren Frieden zu finden. (In diesem Zusammenhang meine Empfehlung: Wie findet man inneren Frieden - ein toller Artikel von Pagewizz-Autorin Utopische) 

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Autor seit 3 Jahren
49 Seiten
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