Rundfahrt durch den Emder Hafen

Rundfahrt durch den Emder Hafen (Bild: Katti Mieth)

Mit der Ratsdelft durch den Emder Hafen

Mit der Ratsdelft durch den Emder Hafen (Bild: Katti Mieth)

Seehafenstadt Emden

In der zweitgrößten Stadt Niedersachsens und größten Stadt Ostfrieslands ist eine Hafenrundfahrt angesagt, denn der Meerhafen mit seinen riesigen Trockendocks, in denen Seeschiffe gewartet und repariert werden, ist unbedingt sehenswert.

Als drittgrößter Binnenhafen Europas beherbergte er seinerzeit eine der größten Werften (Nordseewerke), ist heute Umschlagplatz für Kraftfahrzeuge weltweit und Sie schippern auf der "MS Ratsdelft", die 1975 (Arminius Werft/Bodenwerder) vom Stapel lief, auf Augenhöhe mit den Wellen.

 

Die Fahrt startet an der Delfttreppe. An Bord lauschen Sie den Informationen und Geschichten des Kapitäns Hans Fleßner und seines Co-Kapitäns: "Unter uns und am Grund des vorgelagerten "Dollarts" erahnen Sie die verborgenen Schätze aus vergangener Zeit. Dort lagert seit Jahrhunderten der Reichtum ganzer Städte und Dörfer. Das Gebiet auf dem wir fahren und große Teile der Stadt Emden konnte man später dem offenen Meer wieder abringen."

 

 

Emden
Emden Stadtansicht

Emden Stadtansicht (Bild: Katti Mieth)

Emden Stadtansicht

Emden Stadtansicht (Bild: Katti Mieth)

Dat Otto Huus Emden

Dat Otto Huus Emden (Bild: Katti Mieth)

MS Ratsdeldft fährt durch den Emder ...

MS Ratsdeldft fährt durch den Emder Hafen (Bild: Katti Mieth)

Entlang der großen Seeschiffe

"Bitte jetzt Köpfe einziehen!" Sitzen die Fahrgäste, gleitet das ehemalige Powerboot (100 PS) mit einer Höhe von nur einem Meter sechzig haargenau unter den Brücken hindurch. Nur wenn eine Welle die tiefliegenden Fenster der "Ratsdelft" streift, werden Sie kurzfristig der brausenden Nordsee gewahr, die bis ins Hafenbecken spürbar ist.

 

"Damit Sie auf unserer Ausflugsfahrt keine Angst verspüren, wurde der ehemals sportliche Schiffsmotor gedrosselt", so der Kapitän.

Die "Ratsdelft schippert vorbei an der Seeschleuse zwischen Emsmündung und offenem Meer, vorbei an der Borssumer Schleuse, entlang des Marinekais und macht Halt an der Cassens-Werft, den Nordseewerken, dem Auto-Verladungs-Terminal, der Containerbrücke, dem Borkumkai, dem Emder Außenhafen, der historischen Werft, dem Seemannsheim Nesserland, an Nord- und Südkai und an der Seeschleuse, wo Sie ein- und aussteigen können.

 

 

Emder Hafen

Emder Hafen (Bild: Katti Mieth)

Emder Seehafen

Emder Seehafen (Bild: Katti Mieth)

Hafenrundfahrt mit der Ratsdelft ...

Hafenrundfahrt mit der Ratsdelft durch den Emder Hafen (Bild: Katti Mieth)

Hafenrundfahrt durch den Emder Hafen

Hafenrundfahrt durch den Emder Hafen (Bild: Katti Mieth)

Historisches & Aktuelles

Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert wurde der Landstrich im Nordwesten Deutschlands von einer Serie schwerer Sturmfluten heimgesucht, die das Ems-Flussbett durch die hereinbrechende Nordsee aufrissen - ganze Landstriche und die Halbinsel Nesserland versanken in den Fluten – die riesige Bucht "Dollart", südwestlich von Emden füllte sich mit Wasser – an einem versandeten Seitenarm des Flusses verblieb nur noch ein kleiner Teil der Stadt.

 

Im Jahr 1916 beschrieb der Gelehrte Ubbo Emmius die spookigen Geschehnisse versunkener Dörfer und Städte mit Gotteshäusern und Hunderten von Einwohnern folgendermaßen: Das war zu jener Zeit, als im "Dollart" bei Ostwind und Niedrigwasser die Ruinen der untergegangenen Kirchen auftauchten.

Seinen Erkenntnissen zufolge versanken durch die Einbrüche der Wassermassen mindestens 20 Kirchspiele, zehn bis fünfzehn Dörfer und drei Klöster.

"Diese neun Euro für die Entdeckungsfahrt durch den Emder Hafen haben sich mehr als gelohnt - falls da immer noch einer sagt, Ostfriesland und die Nordsee wären langweilig", so eine Teilnehmerin der Hafenrundfahrt.

Gern gibt Ihnen der Kapitän weitere Informationen zur Nordsee und den Schiffen, die in Ostfriesland vom Stapel laufen: "Auf der Meyer Werft in Papenburg wurden die AIDA-Kreuzfahrtschiffe gebaut, ein brandneues, gasgetriebenes Schiff ist in Konstruktion."

 

Wenn Sie nun noch immer nicht genug von Schiffen haben, erwartet Sie das Feuerschiff "Amrumbank Deutsche Bucht" (1915 - Meyer Werft/Papenburg), das als schwimmender Leuchtturm und fester Navigationspunkt viele Jahre auf See Dienst tat und heute als Museumsschiff an der Georg-Breusing-Promenade vor Anker liegt.

Auf dem Oldtimer-Pott können Sie im Kapitänssalon ein friesisches Bier genießen oder sogar in den Hafen der Ehe einlaufen: seit dem 4. August 1984 liegt das Feuerschiff fest auf den geographischen Koordinaten53° 21'58" Nord, 7° 12'23" Ost im Ratsdelft.

Nur einmal jährlich sticht es in See, nachdem 1928 die historische Dampfmaschine durch einen Sechs-Zylinder Deutz-Dieselmotor (330 PS) ersetzt wurde.

 

 

 

Trauungsanfragen stellen Sie beim Standesamt Emden, auf ein "Jever" (Ostfriesisches Bier) steigen Sie die alte Stahltreppe der "Amrumbank" empor.

 

Weitere Highlights Emdens

Nach Ihrer Hafenerkundung streifen Sie durch die einzige kreisfreie Stadt Ostfrieslands, erkunden den Geburtsort Otto Waalkes' und des Insterburg & Co. Mitglieds Karl Dall, die den Ostfriesenwitz prägten. Im "Otto Huus", im Zentrum der Stadt, finden Sie fast alles, was Sie über Ostfriesland wissen möchten.

 

Neben der "Amrumbank" liegt der Seenotrettungskreuzer "Georg Breuning". 

Im Ort finden Sie das Bunkermuseum, die Miniaturdampfeisenbahn, das Ostfriesische Landesmuseum mit Rüstkammer und Glockenspiel und die Kunsthalle Emden.

 

Infos zu Grachten- und Hafenfahrten

Linienfahrten durch den Hafen mit der MB "Raftsdelft". 

Linienfahrten auf den Grachten mit der MB "Schreyershoek".

 

Infos zum Feuerschiff

 

 

 

 

Ludgeri-Kirche Norden

Ludgeri-Kirche Norden (Bild: Katti Mieth)

Norden

Jeden Samstag um 14 Uhr heisst es im Teemuseum Norden "Willkommen zur Teezeremonie". Zum vergünstigten Eintrittspreis können Sie mit Ihrer Kurkarte daran teilnehmen. Neben Tees aus aller Welt bestaunen Sie dort historische Gerätschaften und die wertvolle Porzellan-Sammlung des Oswald von Diepholz.

Möchten Sie dann noch Keramik und Glas, sind Sie in der Glas- und Labuschkeramik-Werkstatt gut aufgehoben.

 

Die Innenstadt können Sie bequem zu Fuss erkunden: auf der Fußgängerzone "Neuer Weg" und auf der "Großen Neustraße" mit dem Kugelhaus (Kunst) finden Sie zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.

Als historisches Gebäude aus dem typischen roten Backstein besticht die evangelisch lutherische "Ludgeri-Kirche" im Zentrum des Marktplatzes. Das romanische Gotteshaus wurde in mehreren Bauabschnitten vom 13. bis Mitte des 15. Jahrhunderts erschaffen.

Das Gebäudeensemble "Dree Süsters" (drei Schwestern) entstammt ca. dem Jahr 1600.

Dem 16. Jahrhundert wird das Renaissance-Gebäude, das Schöningsche Haus zugeordnet.

 

 

Weltnaturerbe Wattenmeer

"Es gibt einen Ort, wo sich Himmel und Erde eine Bühne teilen". Diese Worte des Wattenmeer-Advertisings sind nicht nur tourismusstarker Werbe-Slogan sondern sie beschreiben die Wirklichkeit dieser bemerkenswerten Landschaft. Der Meeresabschnitt zwischen Inselkette und ostfriesischem Festland gehört zum Weltnaturerbe.

Hat sich das Meer zurückgezogen und den Meeresgrund freigegeben, machen Sie am Besten eine Entdeckungstour mit einem Ortskundigen durch den Schlick.

Wattführer Heiko Campen gibt Ihnen gerne eine Auffrischung zu dem, was Sie vor langer Zeit schon einmal in der Schule gehört haben – zum Beispiel zu den Abläufen von Ebbe und Flut und erzählt Ihnen, warum diese Region so einzigartig ist.

 

 

 

Wattenmeer

Wattenmeer (Bild: Katti Mieth)

Wattenmeer

Wattenmeer (Bild: Katti Mieth)

Nordsee und Wattenmeer

Vor den Inseln liegt die tosende Nordsee, ein Randmeer des Ozeans Atlantik. In einer "Nordsee-Veranstaltung gibt der Wattführer, der Meer und Landstrich wie seine Westentasche kennt, allerlei Geheimnisse preis. "Erlebnisreich ist eine Wanderung übers Watt zu den Inseln, die alle außer Borkum zu Fuß erreichbar sind.

Im Schutze der Inselkette, die übrigens zu Inseln gewordene Sandbänke sind, bildete sich das Wattenmeer, das vor uns liegt. Der Küstenstreifen hinterm Deich auf dem wir sitzen, liegt unter dem Meeresspiegel."

 

In einer anekdotenreichen Aufzählung beziffert er die Abläufe der Sturm- und Orkanfluten über die Jahrhunderte: "Die Menschen hier leben mit dem Meer, so war es und so wird es immer sein.

Während der Weihnachtssturmflut vor fast 300 Jahren, im Jahr 1717, versank das gesamte Dorf Itzendorf. Während einer weiten Sturmflut im Jahr 1825 wurde ein erneut gegründetes Itzendorf an anderer Stelle erneut teilweise zerstört, da an vier Stellen der schützende Deich brach – die erhalten gebliebenen Ortsteile können Sie heute besichtigen."

 

im ehemaligen Bunker auf dem Deich ...

im ehemaligen Bunker auf dem Deich residiert das Restaurant „Utkiek“ (Bild: Katti Mieth)

Der "Blanke Hans" - der Kampf der Friesen gegen das Meer

"Immer wieder passiert es, dass wir Leute aus dem Schlick holen müssen. Die Itzendorfer Plate ist besonders gefährlich, wenn die Priele voll Wasser laufen und der Weg zurück abgeschnitten ist", so Heiko Campen, der seit 50 Jahren Wattbesucher führt und aktiver Rettungsschwimmer ist.

"Die Flut kommt mit einer rasanten Geschwindigkeit, die viele Spaziergänger nicht einschätzen - die starken Kräfte der Tiden erwirken bis zu 13 Meter Wasserstandunterschied.

Die Hauptbewegungen der Anziehungskräfte liegen allerdings mit bis zu 21 Metern Wasserstandunterschied in den Ozeanen."

 

Was ist das - Tide? Diesem niederdeutschen Wort werden Sie in Ostfriesland immer wieder begegnen. Die Tiden, die "Gezeiten" werden durch die Anziehungskräfte von Sonne, Mond und Erde ausgelöst und legen im Wattenmeer den kompletten Meeresboden frei. Wasser verbleibt nur in den Prielen, die teilweise als Fahrwasser genutzt werden.

"Das Hochwasser des ersten Flutberges steigt bei Anziehung durch den Mond, ein zweiter Flutberg hängt mit der Anziehungskraft der Sonne zusammen.

Diese Anziehungskräfte können Sie bis in die Elbe bei Hamburg spüren", frischt Heiko Campen Ihr Wissen zu den Anziehungskräften und Ebbe und Flut auf und schließt weitere Jahreszahlen an, zu denen der "Blanke Hans" tobte.

 

"Im Jahr 1906 maß man den höchsten Wasserstand von 6,70 Meter über dem Normalwert. Bei einer weiteren Sturmflut, die im Jahr 1962 zwei Tage tobte, gab es dann unzählige Tote."

 

Schwerste Sturm- und Orkanfluten in den Jahren 1984 und 1994 brachten weitere Einbußen, "die Anzahl der Sturmfluten hat sich leider über die Jahre erhöht.

Aber die Ostfriesen leben mit dem Meer. So war es und so wird es immer sein.

Heutzutage bergen die Wassermassen für Mensch, Tier und Deich jedoch keine Gefahr", gibt Campen die Entwarnung.

 

 

Historische Kneipe "Meta" Norddeich

Historische Kneipe "Meta" Norddeich (Bild: Katti Mieth)

Strandkorb am Deich

Strandkorb am Deich (Bild: Katti Mieth)

Hafen Greetsiel

Hafen Greetsiel (Bild: Katti Mieth)

Historische Krabbenkutterflotte in Greetsiel

Ein ganz besonderes "Schmankerl" nicht nur für Besucher aus Bayern ist der Hafenort Greetsiel mit seiner historischen Krabbenkutter-Flotte. Zu den Giebelhäusern aus dem 17. Jahrhundert und zum alten Markt gelangen Sie noch über, mit Kopfsteinen gepflasterte Wege.

Die beiden Wahrzeichen des Ortes, die oft in Kino- und Fernsehproduktionen mitspielten, finden Sie am Ortsrand.

Eine der Zwillingsmühlen entstammt den 20er Jahren, die andere wurde im Jahr 1856 gebaut, im historischen Gebäude residiert heute eine Teestube.


Weiter über Kopfsteinpflaster gelangen Sie zum Nationalpark-Haus, das in einer Ausstellung alles Wissenswerte rund das niedersächsische Wattenmeer und seine Bewohner wie Wattvögel, Krebse, Würmer, Robben und Fische thematisiert.

Neben reichem Leben aber auch deren Lebensraumgefährdung durch Öl und Müll, durch Massentourismus und Industrie. Die Ausstellung zum Anfassen zeigt Wege zum Erhalt dieses einzigartigen Nationalparks und Weltnaturerbes auf.


"Die meistbefahrene Passage der Welt liegt vor den Ostfriesischen Inseln, immer wieder wird alles Mögliche an Müll angespült", so Heiko Campen, dem auf seinen Wattwanderungen neben der einzigartigen Natur auch die Greueltaten der Menschheit begegnen.

 

Mehr als 6,4 Millionen Tonnen Abfälle und Plastikmüll gelangen jedes Jahr in die Ozeane – vom Festland, von der Schifffahrt, der Fischerei oder der Offshore-Industrie. Kanister, Tüten und verloren gegangene Fischernetze verletzen und töten zahllose Meeresbewohner und verursachen zudem wirtschaftlichen Schaden. Mehr als 20.000 Tonnen Müll landet Jahr für Jahr allein in der Nordsee (auch die Ostsee ist stark belastet).

Der Bund Naturschutz (NABU) fordert in seiner Kampagne "Fishing for Litter – Müll fischen für saubere Meere" alle auf: Helfen Sie uns, wir möchten die Ozeane auch für kommende Generationen sauber erhalten.

 

(Quelle: Umweltverband NABU)

 

 

 

Historisches Giebelhaus Greetsiel

Historisches Giebelhaus Greetsiel (Bild: Katti Mieth)

Küstennebel (Schnaps)

Küstennebel (Schnaps) (Bild: Katti Mieth)

Sanddorn-Schnaps in der Backstube ...

Sanddorn-Schnaps in der Backstube „Poppinga“ (Bild: Katti Mieth)

Sanddorn-Marmelade in Backstube ...

Sanddorn-Marmelade in Backstube Popinga in Greetsiel (Bild: Katti Mieth)

Woher kommt der Name Greetsiel?

Der Name "Greet" hat, ähnlich wie bei der ursprünglichen Form "Margarethe" möglicherweise die Bedeutung "Die Perle". Viele Vornamen gehen auf eine lange Tradition zurück, ihr Ursprung liegt oft in biblischen und historischen Texten.

Und was ein Siel ist? Ein Siel ist ein verschließbarer Gewässerdurchlass im Deich.

 

Auf Ihrem Rundgang durch den Ort gelangen Sie zur alten Backstube "Poppinga" noch mit der originalen Ladeneinrichtung aus dem 19. Jahrhundert, wo Sie einen Ostfriesentee trinken und das "Gold der Ostfriesen oder die Zitrone des Nordens" in unterschiedlicher Konsistenz erwerben können: den rotgoldenen Sanddorn als Brotaufstrich, als Bonbon oder als Likör.

Möchten Sie einen weiteren Spaziergang unternehmen? Der bekannte Pilsumer Leuchtturm liegt drei Kilometer vom Ortskern entfernt.

Für Radlfreunde gibt es einen Radfahrweg meist entlang der Küste von Norddeich nach Greetsiel, den Sie in 18 Kilometern machen.

 

 

Ausflug von Norddeich nach Neßmersiel

Einen Ausflug nach Neßmersiel unternehmen Sie am besten mit dem Urlauberbus, der für zwei Euro auf der gesamten Ostfriesischen Halbinsel verkehrt. (VEJ Verkehrsverbund Ems-Jade).

Vom Ortskern ist es nur ein Katzensprung zum kleinsten Hafen Ostfrieslands, an dem Sie spazieren gehen, in eines der Hafenrestaurants einkehren und den Blick aufs Meer genießen können.

Wenn Sie den Strand besuchen wollen, geht das leider nur einer Kurkarte, denn er ist eingezäunt.

Aber das macht ja nichts, denn einen ellenlangen Sandstrand haben Sie ja in Norddeich vor der Haustüre.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hafen Neßmersiel

Hafen Neßmersiel (Bild: Katti Mieth)

Juist – die Geruhsame

Die Dünen der einstigen Sandbank von 17 Kilometern Länge und nur 500 Metern Breite sind zum Fortbestand überlebenswichtig, denn die Gischtwand des tosenden offenen Meeres kann bis zu 12 Meter hoch aufsteigen.

Während der "Petriflut von 1651" kam es an der schmalsten Stelle der Insel zu einem Durchbruch.

Hier wie auf dem Festland leben die Menschen mit dem Meer. So war es und so wird es immer sein.

Die schmalste aller ostfriesischen Inseln hat es vielen jedoch angetan, denn auf den autolosen, im Ostfriesischen "Töwerland" (Zauberland) genannten atollartigen Flecken im Meer kommen alle immer wieder gern zurück.

 

Nach Ankunft am Fährhafen Juist nach einer guten Stunde Schiffsfahrt (ab Norddeich Mole), gelangen Sie schnell in den Ort mit seinen verwinkelten Gassen, Cafés, Restaurants und kleinen Geschäften bis Sie am anderen Ende kurz darauf das historische "Strandhotel und Kurhaus Juist" am goldenen Strand erreichen, das im Jahr 1898 als Kurhaus errichtet wurde. Im Jahr 1905 kam unter preussischer Bäderordnung ein Familienbad dazu. Seinerzeit ein Novum.

Neben dem "Weißen Saal", der seit dem Jahr 1984 wie die Fassade unter Denkmalschutz steht, kehren Sie ein in die Kaminbar "Münchhausen".

Ihr Blick rechter Hand: das offene Meer - vor der Veranda: sich im Nordseewind wiegende Sanddornbüsche.

Lassen Sie sich von Barmann Kamil Porebski zu einem Obstbrand "Sandorn Scheibel" oder einem Sanddornsaft verführen. Oder Sie lernen unter der Bar die orangerote Frucht als Körpercreme im Thalasso-Wellnesscenter des Hauses kennen.

Im historischen Gebäude finden Sie alle Ruhe der Welt.

 

So viel Ruhe kommt Ihnen unheimlich vor?

Auf Juist können Sie wieder einmal im gesunden Rhythmus des Lebens schwingen, wie Ihr Körper und Geist ihn kannte, vor dem Eintritt in das Zeitalter der "Erwarteten Ständigen Erreichbarkeit" oder des "No Speed Limits".

Diese Zeit im Kurhotel Juist und in den Dünen ist Ihre ganz persönliche Zeit.

Und wussten Sie, dass auf der schmalsten aller Ostfriesischen Inseln handgearbeiteter Filigran-Schmuck hergestellt wird?

Goldschmiedemeister Ulrich Löhmann lebt seit 30 Jahren auf Juist. In seiner Werkstatt fertigt er seit nunmehr 22 Jahren Schmuck nach byzantinischer Technik und Mustern des Fernen Ostens, die um 1750 zur zweiten Blüte der Goldschmiedekunst in Ostfriesland Einzug hielten.

Muscheln aus Gold, Herzen und Rosetten, Ranken, Schiffchen oder Kreuze sind immer wiederkehrende Designs.

Hier können Sie ein Schmuckstück mit einem solchen historischen Background und modernen Accessoires in Auftrag geben.

 

Schon Karl der Große, so ist überliefert, hatte gestattet, sich von Kopf bis Fuss mit Gold zu behängen ohne Steuern darauf zu erheben. Gräfin Anna von Ostfriesland erließ in einer Polizeiverordnung im Jahr 1545 ein Dekret, das die Edelfrauen aufforderte, ihren Reichtum öffentlich zur Schau zu stellen.

(Quelle: Inselgoldschmiede Ulrich Löhmann)

 

 

 

Schiffsfahrt nach Juist

Schiffsfahrt nach Juist (Bild: Katti Mieth)

Willkommen in Ostfriesland

Willkommen in Ostfriesland (Bild: Katti Mieth)

Juister Strand

Juister Strand (Bild: Katti Mieth)

Strand Juist

Strand Juist (Bild: Katti Mieth)

Wenn Ihnen Juist gefällt, Sie hier aber nicht in einem Hotel eingecheckt haben, können Sie mit der "Norden-Frisia"-Fähre täglich auf die Insel fahren oder auch fliegen.

 

Frisia Luftverkehr nach Juist:

www.reederei-frisia.de

Telefon: +49 (=) 4931/9332-0

Flug von Norddeich nach Juist:

www.inselflieger.de

www.fln-norddeich.de

+49 (0) 4931/9332-0

Kurverwaltung Juist:

service@juist.de

+49 (0) 4935/809-105

 

 

Schiffsfahrt nach Norderney

Schiffsfahrt nach Norderney (Bild: katti Mieth)

Wattenmeer zwischen den ostfriesisch ...

Wattenmeer zwischen den ostfriesischen Inseln und dem Festland (Bild: Katti Mieth)

Norderney – die Vielseitige

Die Insel Norderney vereint möglicherweise alles, was Sie sich wünschen: ewig lange Sandstrände, ostfriesische Teestuben, im Westen urbanes und kulturelles Treiben mit mehr als 2.000 Veranstaltungen auf hohem Niveau, aber auch ursprüngliche Natur und Ruhe im Osten.

Und "Thalasso", die Heilkunst der alten Griechen.

Deutschlands ältestes Nordseeheilbad besitzt mit dem zertifizierten "bade:haus norderney" – Europas größtes Thalassohaus. Bei den Anwendungen werden die inneren Kräfte aktiviert und das psychische und physische Gleichgewicht gestärkt.

Die "Vielseitige", zu der Sie tideunabhängig über einen Wasserkanal von Norddeich-Mole an- und abreisen können, lädt zu 15 Kilometern Sandstrand ein. Nur die Inselstrände sind übrigens echte Strände.

 

Küste Norderney

Küste Norderney (Bild: Katti Mieth)

Möwe auf Norderney

Möwe auf Norderney (Bild: Katti Mieth)

Kulturhaus Norderney

Kulturhaus Norderney (Bild: Katti Mieth)

Naht der Abend, zeigt der moderne Glasanbau des historischen Pavillons "Milchbar" an der Strandpromenade wie auf einem Screen den möglicherweise besten Sonnenuntergang über der brandenden Nordsee.

In dieser "Milchbar" gibt es keine Milch, sondern knackige Salate, mit Rote-Beete Saft eingefärbtes Brot, gezapftes "Jever", coole Cocktails & Mocktails und wenn Sie mögen auch musikalische Summer-Sessions mit den DJ's "Blank & Jones".

Wenn Sie nicht auf Norderney eingecheckt haben, erreichen Sie in der Sommerzeit die letzte Fähre zum Festland gegen 23 Uhr.

 

Flug von Norddeich nach Norderney:

www.inselflieger.de

 

 

Rotes Brot in der Milchbar Norderney

Rotes Brot in der Milchbar Norderney (Bild: Katti Mieth)

Knackiger Salat in der Milchbar ...

Knackiger Salat in der Milchbar Norderney (Bild: katti Mieth)

Milchbar Norderney

Milchbar Norderney (Bild: Katti Mieth)

Infos zur Region zwischen Ems und Jade

Das Portal für Fans der Ostfriesischen Inseln, wo Sie Inselfreunde aus ganz Deutschland kennen lernen.

Infos zu den Deichen

Der friesische Deich wird auch "Goldener Ring" oder "Goldener Reifen" genannt.

Von Anfang März bis in den Oktober helfen die Huftritte der Schafe mit zur Deichsicherheit.

Das Deichvorland und die Salzwiesen, Brutstätten der Seevögel, sind ebenfalls Schutz des Deiches.

Mancherorts gibt es Sondervarianten des Deichbaus, wie um den Norddeicher Hafen, um den ein asphaltierter Schutzdeich angelegt wurde.

 

Quellen: Vor-Ort-Recherche, "Ratsdelft"-Kapitän Hans Fleßner, Wattführer Heiko Campen.

 

 

 

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