Für das richtige Schwimmen den Arzt befragen

Vor allen Dingen muss die richtige Technik ausgewählt werden. "Ist für meine Beschwerden das Brustschwimmen, der Kraulstil oder das Rückenschwimmen geeigneter?", lautet die wichtigste Frage vor Aufnahme eines gezielten Trainings zu Linderung von Beschwerden. Für die richtige Antwort auf diese Frage sollten Menschen über 35 Jahre, die länger nicht mehr sportlich aktiv waren, und Menschen mit Vorerkrankungen zuerst das Gespräch mit einem Arzt suchen, der auch einen Gesundheitscheck durchführt.

Ein solcher Check ist besonders bei vorhandener Herzschwäche höchst ratsam, weil die Bewegung im Wasser den Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen fördert.

Sportärzte betonen, dass mit einem gezielten Schwimmen Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit zugleich trainiert werden. Am besten sei es, zwischen den verschiedenen Schwimmstilen abzuwechseln. Denn das macht mehr Spaß und trainiert völlig unterschiedliche Muskelpartien.

Schwimmen verbraucht Kalorien

Schwimmen ist sogar für Übergewichtige oft der ideale Sport. Der Kalorienverbrauch variiert je nach Schwimmstil und Tempo und ist außerdem abhängig von Geschlecht, Körpergröße und Gewicht.

Geht man das Schwimmen sportlich und engagiert an, werden dabei etliche Energien verbraucht. Somit gehen auf Dauer einige Pfunde verloren. Im Durchschnitt werden während eine 30-minütigen Schwimmens in der Rückenlage 150 bis 200 kcal, beim Brustschwimmen 200 bis 250 kcal und mit dem Kraulstil rund 300 bis 350 kcal verbraucht.

An das sportliche Schwimmen langsam herantasten

Wer mit dem Schwimmtraining beginnt, sollte seine sportlichen Intentionen nicht sofort in sportliches Dauerschwimmen investieren; die oben genannten 30 Minuten ergeben sich nach einigen Trainingseinheiten fast automatisch.

Genauso wirksam ist es für den Anfang, sechs Einheiten von jeweils zehn Minuten zügig zu schwimmen und dazwischen eine Pause zu machen. Wichtig ist die Einhaltung des richtigen Schwimmstils.

Wer unsicher ist, ob er die Technik beherrscht, kann durchaus einen Bademeister oder Schwimmtrainer um Rat fragen. Sie geben gern Auskunft.

Der richtige Schwimmstil

Natürlich ist es kaum möglich, durch einen reinen Textbeitrag im Internet schwimmen zu lernen, aber ein paar Tipps könnten doch helfen.

Brustschwimmen

70 Prozent der Kraft für den Vorschub kommen beim Brustschwimmen aus den Beinen, nicht aus den Armen, wie man vermuten könnte. Eine halbe Stunde Brustschwimmen bedeutet für die Beine nenau so viel Anstrengung wie eine Stunde Radfahren.

Das Gesicht gehört während des Ausatmens ins Wasser mit Blick nach unten. Erst wenn die Arme nach vorn gestreckt sind, gehen Kopf und Brust zum Luftholen kurz hoch.

Wer den Kopf dauerhaft über Wasser zu halten versucht, kann Probleme an Hals und Nacken bekommen und durch das Hohlkreuz seinen Rücken überlasten.

Kraulschwimmen

Kraulschwimmen eignet sich besonders gut für Menschen, die Probleme mit den Hüftgelenken oder Kniegelenken haben.

Wichtig beim Kraulschwimmen ist, dass die Beine beim Kraulen gestreckt bleiben. Sie stabilisieren Rumpf und Schultern. Die Muskulatur vom Bauchnabel abwärts wird geschont. Die Arme ziehen und schieben den Schwimmer durchs Wasser. Mund und Nase tauchen nur alle zwei Armschläge zum Luftholen auf.

Rückenschwimmen

Richtig ausgeführt, ist Rückenschwimmen der gesündeste Schwimmstil, wenn Rückenprobleme vorliegen. Die Wirbelsäule wird komplett geschont, alle stützenden Muskeln werden trainiert.

Wichtig: Der ganze Körper sollte eine gerade Ebene bilden und nicht durchhängen. Die Arme und Beine werden wie beim Kraulen bewegt, Mund und Nase ragen aber aus dem Wasser.

Vorteile des richtigen Schwimmens

Die Belastung der Gelenke sinkt im Wasser um rund 90 Prozent. Stattdessen arbeiten die Muskeln gegen den Widerstand des Wassers. So werden sie besser trainiert.

Der hohe Energieverbrauch hilft beim Abnehmen: Der Körper verbrennt Kalorien durch die Abgabe von Wärme an das Wasser und durch die Bewegung beim Schwimmen. Ein Schwimmer verbrennt ungefähr 300 bis 500 Kilokalorien pro Stunde.

Die Bewegungen des Wassers regen die Durchblutung der Haut an.

Die Atemmuskulatur wird durch ein gleichmäßiges Ein- und Ausatmen gekräftigt.

Autor seit 6 Jahren
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