Die Volleyballregeln

Die Sportart Volleyball stammt aus den USA und wird inzwischen weltweit gespielt. Im Weltverband des Volleyballsports FIVB sind inzwischen 218 Nationen mit rund 35 Millionen Spielern und Spielerinnen organisiert. Bei soviel Interesse weltweit vor Ort und an den Fernsehgeräten ist bei so viel Liveübertragungen ein wenig Regelkunde hilfreich. Deshalb werden nachfolgend die wichtigsten Begriffe und Regeln kurz und knapp erläutert, um Spiele im Volleyball fachkundig verstehen und verfolgen zu können.

Mehr über die abweichenden Regeln beim Beachvolleyball erfahren Sie hier.

Spielfeld, Mannschaft und Aufstellung beim Volleyball

Das Spielfeld ist 18 x 6 Meter lang und wird durch ein Netz geteilt. Die Netzhöhe beträgt bei den Männern 2,43 Meter und bei Frauen 2,24 Meter. Genau über den beiden Außenlinien, sie gehören zum Feld, befindet sich am Netz ein Stab, die sogenannte Antenne, der weder berührt noch außen herum bespielt werden darf. Das Netz ist straff gespannt. Eine Netzberührung des Balles ist nicht automatisch ein Fehler. Der Ball kann nach dem Zurückprallen aus dem Netz weiter gespielt werden.

Und nun kurz und knapp zu den Positionen und zur Rotation

Auf jeder Seite des Netzes befindet sich eine aus sechs Spielern bestehende Mannschaft. Die sechs Spieler der Anfangsaufstellung heißen Startspieler oder "Starting Six". Bis zu sechs weitere Spieler stehen zum Auswechseln zur Verfügung. Zum Aufschlag nehmen die Startspieler bestimmter Positionen ein, die mit Nummern versehen sind. Der Spieler rechts hinten hat die Position 1, rechts vorn Position 2, Mitte vorn Position 3, Mitte links Position 4, hinten links Position 5 und Mitte hinten Position 6, auch Libero genannt..

Die Startaufstellung ist wichtig für die vorgeschriebene Rotationsregelung. Erhält nämlich eine Mannschaft das Aufschlagsrecht, so müssen die Spieler im Uhrzeigersinn um eine Position rotieren (zum Beispiel rückt Spieler 2 auf die Position 1). Während des Ballwechsels können die vorgeschriebenen Positionen verlassen werden. Der Libero beim Volleyball ist ein Spezialist für die Ballannahme und die Abwehr. Der Libero darf weder Angriffe am Netz abblocken noch Angriffsschläge selbst durchführen, wenn sich der Ball oberhalb der Netzkante befindet.In jedem Satz und je Mannschaft sind maximal sechs Auswechslungen erlaubt. Dabei kann ein Spieler, der eingewechselt wurde, auch nur durch den Spieler wieder abgelöst werden, für den er auf das Feld gekommen ist.

Spielverlauf, Zählweise und Auszeiten

Mit dem Aufschlag durch den Spieler an Position 1 muss der Ball in die gegnerische Hälfte geschlagen werden. Beim Aufschlag befindet sich der Spieler hinter der Grundlinie. Berührt der Ball dabei das Netz und geht dann ins gegnerische Feld, so ist dies kein Fehler. Die aufnehmende Mannschaft hat drei Ballberührungen lang Zeit, den Ball wieder in die gegnerische Hälfte zu bringen. Wird der Ball ins Aus geschlagen oder berührt der Ball den Boden, bekommt der Gegner einen Punkt und das Aufschlagsrecht.Wer einen Spielzug gewinnt, erhält einen Punkt. Die Mannschaft, die zuerst mit einem Abstand von zwei Punkten oder mehr 25 Punkte erreicht, gewinnt den Satz. Beträgt der Abstand nur einen Punkt, wird solange weiter gespielt, bis eine Mannschaft mit zwei Punkten führt. Nach jedem Satz werden die Seiten gewechselt. Wer drei Sätze gewonnen hat, hat auch das Spiel gewonnen. Muss ein fünfter entscheidender Satz gespielt werden, so endet dieser Satz als "Tie-Break" bei 15 Punkten mit mindestens zwei Punkten Abstand oder in einer Verlängerung wie in den übrigen Sätzen. Im Tie-Break werden nach acht Punkten die Seiten gewechselt.

In den ersten vier Sätzen findet nach dem 8. und dem 16. Punkt eine Auszeit von einer Minute statt. Zusätzlich können die Trainer pro Satz und Team zwei Auszeiten von je 30 Sekunden verlangen.

Die Fehler beim Volleyballspiel

Nur die wichtigsten Fehler sollen an dieser Stelle kurz und knapp genannt werden. Für weitergehende Fragen sollte ein Blick in das ausführliche Regelwerk des deutschen Volleyball Verbandes geworfen werden. Folgende Fehler passieren während eines Spieles immer wieder:

Eine Mannschaft berührt den Ball mehr als dreimal. Eine Ballberührung bei der Abwehrhaltung durch den Block zählt hierbei nicht.

Ein Spieler berührt den Ball zweimal direkt hintereinander (ohne Blockberührung).

Der Ball fällt nicht im gegnerischen Feld zu Boden.

Ein Spieler "führt" den Ball statt ihn zu schlagen.

Ein Spieler berührt beim Schlagen oder Blocken das Netz an der weißen Netzkante. Ansonsten kann das Netz berührt werden, wenn der Gegner dabei nicht behindert wird.

Der Ball fliegt um die Antenne außen herum.

Der Ball wird nicht mit der ganzen Hand und geöffneten Fingern geschlagen.

 

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