Kastner und Öhler - Modehaus mit Tradition - Departmentstore of the Year beim A.R.E. Design Award

Mode, Kosmetik und Haushaltswaren kaufen - Modehaus Kastner Große HalleTraditionsgeschäfte müssen, um im Kampf mit internationalen Bekleidungsriesen wie Zara und H&M zu bestehen, auf Online-Shops setzen. Davon ist Hansjürgen Heinick vom Kölner Institut für Handelsforschung überzeugt, wie er im Interview mit dem Tagesspiegel sagte. Mithilfe von Online-Shops können Unternehmen neue Kundengruppen erschließen und so neue Märkte erschließen. Nicht nur die gewohnt regionalen, in welchen sich eingesessenen Kaufhäuser für gewöhnlich bewegen. Doch wie einst die Gallier im Kampf gegen die Römer, gibt es in Österreich ein Kaufhaus, das den neuen Trend um Online-Shopping nicht mitmachen möchte. Und das bewusst: Kastner & Öhler.

Trend geht zum Onlineshop
Und das, obwohl die nackten Zahlen Erfolg versprechen: Berechnungen des Instituts für Handelsforschung zufolge, wurden 2011 alleine in Deutschland Modeartikel im Volumen von 7,3 Milliarden Euro im Internet umgesetzt. Verglichen mit 2010 ist das ein Plus um mehr als ein Viertel. Tendenz und Zahlen bewegen sich in Österreich auf ähnlich hohem Niveau, da Österreicher zu den aktivsten Onlineshoppern gehören. So war die Alpenrepublik unter den ersten Ländern, in denen die Branchenriesen H&M und Zara ihre diversen Online-Shops launchten.

Modehaus mit direktem Draht zum Kunden
Diese Zahlen und Fakten kennt man bei Kastner & Öhler. Und doch verzichtet das Traditionshaus in der zweitgrößten österreichischen Stadt Graz bislang auf den Handel im Internet. Anstatt sich mit einer Retourenrate von 70 Prozent wie bei Zalando herumzuschlagen, steckt man viel Arbeit und Geld in die konzeptionelle Weiterentwicklung des Stammhauses in der Sackstraße in der Grazer Innenstadt.

Tiefgarage de Luxe - Modehaus KastnerDepartmentstore of the Year
2010 wurde der bislang letzte große Umbau abgeschlossen, 2011 wurde Kastner & Öhler als "Departmentstore of the Year" ausgezeichnet. Beim A.R.E Design Award in Las Vegas konnte sich das Kaufhaus gegen 300 Bewerber durchsetzen. Es ist nicht nur das schier endlose Angebot mit über 500 hochwertigen Brands, es ist auch die außergewöhnliche Architektur und Ausstattung, welche dieses Traditionshaus zu einem Fixpunkt im Grazer Stadtleben machen. Und auch in Besuchen von Touristen der steirischen Landeshauptstadt.

Einkaufserlebnis für Mode nach historischem Vorbild
2010 haben die Architekten Rolf Seifert, Fuensanta Nieto und Enrique Sobejano Kastner & Öhler ein völlig neues Gesicht samt fünftem Stock und spektakulärer Dachterrasse verpasst. Doch nie, ohne den Blick auf die geschichtliche Substanz des Hauses zu verlieren. So erstrahlt der Eingangsbereich in goldenem Licht, dank wieder belebtem Lichthof in der großen Halle. Historische Strukturen und güldener Stuck sorgen für einen edlen Look.

Rund 40 Millionen Euro investierte die Führung von Kastner & Öhler in den Umbau, den Kunden stehen nun 40.000 Quadratmetern in der Grazer Innenstadt zur Verfügung. Egal was die Kunden suchen, bei Kastner & Öhler wird man fündig. Parfum, junge Mode, Topmarken, Highend-Haushaltswaren – all das ist in der Sackstraße zu erstehen. Das reale Shoppingerlebnis steht bei Kastner & Öhler im Vordergrund, die Kunden müssen den Weg in das Kaufhaus auf sich nehmen. Belohnt werden sie mit aufmerksamer Beratung. Denn diese kann beim Online-Shopping nur bedingt geboten werden.

Kastner und Öhler im Jahre 1883Historisches Modehaus seit 1887
Dabei starteten Carl Kastner und Hermann Öhler 1887 als eine der ersten einen Postversand mit mehrsprachigen Katalogen. Verschickt wurde nur drei Jahre nach der Eröffnung des Stammhauses von Kastner & Öhler in der Sackstraße 7 in die gesamte Donaumonarchie. Später konnte man im Grazer Modehaus die erste freie Rolltreppe der Steiermark bewundern. Einkaufen als Erlebnis - das galt bei Kastner und Öhler immer schon.

Seit der Eröffnung des Kaufhauses in der Sackstraße hat sich Kastner & Öhler zu einer Grazer Institution entwickelt. Immer noch in den Händen der Nachfahren von Carl Kastner und Hermann Öhler, trieben die Eigentümerfamilien mit Mut zur Innovation ihr Unternehmen voran. Durch mehrere Umbauten wurde das Modehaus vergrößert sowie gewährleistet, dass Ausstattung und Angebot sich immer am Puls der Zeit befinden.

Last but not least - Modehaus Kastner goes Onlineshop
Über all die Jahre hat sich aber eines nicht verändert: Das Shoppingerlebnis steht im Mittelpunkt. Der Kunde ist König, fundierte Beratung selbstverständlich. Nur ein Trend passt der Eigentümerfamilie nicht ins Konzept – ein Online-Shop. Noch nicht. Pläne gibt es mittlerweile nämlich doch schon, aber man will es anders und besonders gut machen.

Autor seit 3 Jahren
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