Schönen Valentinstag mit "My bloody Valentine 3D"!

In der kleinen Stadt Harmony ereignet sich eine Katastrophe: Im Bergwerk sterben bei einer Gasexplosion mehrere Arbeiter. Nur Harry Warden (Richard John Walters) überlebt schwerverletzt das Unglück und liegt im Koma.

Am Valentinstag erwacht er aus dem Koma und richtet im Krankenhaus ein grauenhaftes Massaker an, indem er 22 Menschen bestialisch tötet und zerstückelt. Danach sucht er das Bergwerk heim, wo sich ein paar Jugendliche zum harmlosen Stelldichein getroffen haben, und richtet unter den Teenagern ebenfalls ein Massaker an. Tom Hanniger (Jensen Ackles), Sohn des Minenbesitzers, überlebt zwar, verlässt daraufhin aber die Stadt.

Zehn Jahre später ist einigermaßen Gras über die Sache gewachsen, bis ausgerechnet Tom erneut in der Stadt auftaucht und nicht nur bei Sheriff Axel (Kerr Smith) für Unruhe sorgt. Schließlich war dessen Frau Sarah (Jaime King) in ihrer Jugendzeit mit Tom liiert gewesen. Was aber noch schlimmer ist: Nicht nur Tom, auch das Grauen ist nach Harmony zurückgekehrt! Denn wieder dezimiert ein Wahnsinniger die örtliche Bevölkerung. Sein Markenzeichen: Er verpackt die Herzen seiner Opfer in hübsche Valentinstagskartons...

 

Schönen Valentinstag mit

Ist "My Bloody Valentine 3D" der ideale Film zum Valentinstag?

Geliftetes Remake des Horrorklassikers "My Bloody Valentine"

Der 1981 in Kanada produzierte Horrorstreifen "My Bloody Valentine", in Deutschland als "Blutiger Valentinstag" veröffentlicht, war einer der ersten von John Carpenter inspirierten Slasher-Filme. Knapp drei Jahrzehnte später lief das in zeitgemäßem 3D produzierte Remake "My Bloody Valentine 3D" in den Kinos. Inszeniert wurde der Horrorfilm von Patrick Lussier, der als ehemaliger Cutter prädestiniert fürs cineastische Gemetzel erscheint... 

 

Bereits das Original aus 1981 setzte weniger auf eine ausgeklügelte Story, denn vielmehr auf fröhliches Zerhacken von Mitmenschen.Trotzdem genießt der kanadische Horrorfilm einen gewissen Kultstatus, was zum einen am ungewöhnlichen Ambiente - Bergarbeiterstadt -, zum anderen an der Arbeitskleidung des Killers lag, der in Bergmannkluft samt Bergarbeiterhelm und Gasmaske seiner Profession nachging. Anders als etwa eine Polizeiuniform wirkt eine geschlossene Bergmannkluft an der Erdoberfläche unheimlich.

 

Slasherfilm ohne Überraschungen

Natürlich wurde "My Bloody Valentine 3D" technisch kräftig aufpoliert. In der zu empfehlenden 3D-Version für entsprechende 3D-Fernseher fliegt beispielsweise ein abgehackter Unterkiefer auf den Zuschauer zu. Ein hübscher Effekt mit verblüffender Wirkung, da man unwillkürlich zusammenzuckt.

 

Abseits der technischen Umsetzung präsentiert sich der Slasherfilm bieder und konventionell inszeniert. Selbst ein paar freizügige Szenen ändern wenig am wenig originellen Plot und dienen lediglich der Ablenkung (zumindest jener der männlichen Zuschauer). Regisseur Lussier ließ sich mit seinem Kinofilmdebüt "My Bloody Valentine 3D" auf keinerlei Experimente ein. Von Anfang an wird aufs Tempo gedrückt und keinerlei Zeit mit Charakterisierungen verschwendet.

 

Dafür wendet das Drehbuch einige abenteuerliche Verrenkungen auf, um schlussendlich den Killer ohne seine Arbeitskleidung zu präsentieren. Leider ist die Auflösung nicht halb so originell geraten, wie es der Film gerne hätte.

 

Trotz der fürs Horrorgenre nicht untypischen Schwächen ist "My Bloody Valentine 3D" ein hinreichend spannender und blutiger Film, der wunderbar zum Valentinstag passt. Wenn sich die Dame des Herzens ängstlich an die starke Brust Ihres Couch-Helden presst, ist der Romantik fürs Erste Genüge getan. Und wer weiß, welche Überraschungen nach dem Abspann warten... ein Schokoladenherz? Oder vielleicht eine verführerische Bergmannskluft...?

The bloody facts!

Originaltitel: "My Bloody Valentine 3D"

Regie: Patrick Lussier

Produktionsland und -jahr: USA, 2009

Filmlänge: ca. 101 Minuten

Verleih: Kinowelt GmbH

Deutscher Kinostart: 20.05.2009

FSK: ab 18 Jahren

Autor seit 6 Jahren
837 Seiten
Laden ...
Fehler!