Naturfotografie – mehr Freude am Hobby

Der Fotograf kommt zum Motiv


Einige Menschen haben das Glück in ihrer unmittelbarer Nähe schöne Motive zu finden. So eignet sich der eigene Garten im Sommer mit seinen zahlreich blühenden Blumensorten oder die Vogelfutterstelle im Winter. In den meisten Fällen ist es jedoch notwendig, dass Fotografen gezielt Gebiete aussuchen, wo sich die Motive aufhalten. Sehr beliebt sind Wald- und Naturschutzgebiete, die eine große Anzahl von Tieren und Pflanzen beheimaten. Dort können einzigartige Aufnahmen von dem laubbedeckten Waldboden oder von Damwild entstehen. Der Fotograf sollte sich hierfür einen ruhigen Platz suchen, wo er nicht durch vorbeikommende Spaziergänger gestört wird, denn so kann das gewüschte Motiv unter Umständen flüchten. Oftmals sind mehrere Einstellungen nötig, um das für sich perfekte Foto zu erstellen, wobei Zuschauer nur selten hilfreich sind. Die eigene Ruhe und Ausdauer sind hilfreich, denn eine gute Einstellung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Wahl des Motivs liegt ganz beim Fotografen. Das fotografische Einfangen von z.B. seltenen Vogelarten kann es jedoch erforderlich machen, sich vorher zu informieren, wo das Tier beheimatet ist. Ansonsten ist es nicht unbedingt erforderlich, dass eine komplette Strategie zum Fotografieren vorliegt. So kann sich der Naturinteressierte auf die Lauer legen und sich von der Natur inspirieren lassen.

Das technische Equipment für jeden Anlass

Der Markt hält zahlreiche technische Komponenten für eine professionelle Fotografie bereit. Es ist nicht in jedem Fall erforderlich ein riesiges Equipment zu besitzen. Es kommt eher darauf an, was der Fotograf an Ansprüchen in Bezug auf die Qualität der Bilder erhebt. Auch eine kleine Kamera mit den wenigen Objektiven kann bereits wunderschöne Naturdarstellungen erzeugen. Zumeist fangen die Fotografen erst immer im Hobbybereich in kleinen Dimensionen an und bauen ihre technischen Komponenten immer weiter aus. In jeden Fall ist darauf zu achten, den Fotoapparat und das Zubehör bei jeder Wetterlage vor Schmutz und Wassereinfluss zu schützen. Hierfür sind im Handel für jeden Kameratyp Schutzhüllen erhältlich. Neben den zahlreichen Fotoapparaten, die sich in der Qualität entscheidend unterscheiden können, sind auch die Objekte wichtig. Je nachdem welche Motive in welchem Abstand fotografiert werden sollen, gibt es einige Objektive auf die ein Fotograf zurückgreifen kann. Für die Makrofotografie wird beispielsweise ein anderes Objekt gewählt als bei Landschaftsaufnahmen. Zudem ergänzen Winkelsucher und Fernauslöser die Kameras bei Bedarf. Besonders bei längerem Fotografieren und bestimmten Einstellungen ist die Anschaffung eines Stativs von Nutzen. Für die schwere Telefotografie oder die Makrofotografie werden hier unterschiedliche Modelle empfohlen.

Die Makrofotografie immer noch ein aktueller Trend

Die Makrofotografie ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Das ist kein Wunder, so erzeugt diese spezielle Technik einzigartige Momentaufnahmen. Jeder hat wohl schon einmal ein Bild in diesem Stil gesehen. Die vielfach vergrößerte Aufnahme mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1 wird häufig von Tieren oder Insekten angefertigt, aber auch Blumen sind ein begehrtes Motiv. Für die Makrofotografie wird spezielles Equipment benötigt. Folgende technische Hilfsmittel können die Makrobilder entstehen lassen:

- Makro-Objektiv
- Nahlinsen
- Balgengerät
- gekoppelte Objektive mit Kupplungsringen
- Objektive in Retrostellung

Für die gelungene Makrofotografie empfiehlt es sich spezielle Kurse zu belegen, da ein umfangreiches Wissen in Bezug auf Aufnahmetechniken, Fototechnik und Bildgestaltung erforderlich ist. Ein Lehrgang lohnt sich jedoch in jedem Fall, da die Bilder an Schönheit und Detailtreue kaum zu übertreffen sind.

Tipps und Tricks für Fotografen

Im Folgenden sind Empfehlungen gerade für Anfänger aufgelistet, denn das Wichtigste ist, vor dem Fotografieren über das Endergebnis nachzudenken.

1. Das Motiv optimal einfangen: Dafür sollte möglichst nah an das Objekt ran gegangen
werden. Das Motiv sollte stets im Vordergrund stehen und nicht zu viel Umgebung
beinhalten, die in den meisten Fällen nur vorm Hauptaugenmerk ablenkt.

2. Das Motiv muss sich nicht immer mittig darstellen: Denn einen besonderen Reiz löst
ein Bild oftmals auf, wenn das Motiv ein wenig nach links oder rechts verschoben ist.

3. Der Hintergrund ist entscheidend: Nur Hintergründe mit in das Bild aufnehmen, die
sich lohnen und nicht vom eigentlichen Motiv ablenken. Häuserschluchten im
Hintergrund lassen das Bild oftmals unruhig wirken. Dann lieber in der
Froschperspektive den Himmel in den Hintergrund setzen. Dabei sollte auch die Schärfe
des Hintergrundes beachtet werden. Bei manchen Motiven empfiehlt sich ein unscharfer
Hintergrund, der äußerst professionell wirkt.

4. Hoch- und Querformat richtig einsetzen: Es gibt Motive die sich eher für ein
Hochformat wie hohe Gebäude oder große Tiere eignen und wiederum breite massige
Objekte, die sich für ein Querformat eignen. Dies sollte bei jedem Foto beachtet
werden.

5. Speicherplatz einsparen nicht auf Kosten der Qualität: Wenn viele Bilder angefertigt
werden, unbedingt darauf achten, die JPG Komprimierung zu erhöhen, denn so entsteht
kein Qualitätsverlust.

In jedem Fall stellt die Naturfotografie einen ganz besonderen Teil der Fotografie dar, der dem Fotografen neben schönen Bildern auch die Augen für die wunderschöne Vielfalt der Natur öffnet.

Ein Beitrag von Uwe Klein, alle Bilder stammen vom Verfasser.

photoman, am 01.05.2013
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Bildquelle:
Ruth Weitz (Wie macht man ein schönes Profilbild)

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