Einführung

Der Diabetes Typ II zeigt in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung. Der auch als Altersdiabetes bekannte Typ macht mehr als 90 Prozent aller Diabetesfälle in Deutschland aus. Tauchte dieser früher erst relativ spät auf, so sind heutzutage bereits jüngere Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Die Gründe hierfür sind zahlreich, angefangen von genetischen Ursachen bis hin zum Übergewicht ist vieles möglich. Der folgende Artikel stellt einige interessante und erfolgsversprechende "therapeutische "Alternativen aus dem Bereich der Naturheilkunde vor. Auch das Thema "Prävention" soll hier nicht zu kurz kommen.

Definition

Der Diabetes Typ II wird  durch eine verminderte Insulinwirkung an  Zellen und Organen verursacht, dass heißt, das Insulin kann von den Zellen nicht mehr aufgenommen werden. Anfangs versucht die Bauchspeicheldrüse diesen Mangel durch vermehrte Insulinproduktion wieder auszugleichen, allerdings führt das auf Dauer zu einer Erschöpfung der produzierenden Zellen. Manifestiert wird der Diabetes Typ II durch Übergewicht, Schwangerschaft, Streß, bestimmte Medikamente (Kortisontherapie) und genetische Einflüsse.

Der Diabetes Typ II zeigt in der Regel einen langsamen Beginn. Mögliche Anzeichen sind wiederkehrende Harnwegsinfektionen, Juckreiz, Mykosen (Pilze) und Sehstörungen. Häufig tritt diese Erkrankung in Kombination mit Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen auf.

Ernährung

Die Ernährung sollte den Grundsätzen einer Vollwert- oder vegetarischen Ernährung entsprechen. Wichtig ist eine vitamin- und mineralstoffreiche Zusammenstellung, außerdem sollten sekundäre Pflanzenstoffe nicht fehlen. Komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe gehören ebenfalls zum Tagespensum. Diese lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und verhindern sogenannte Piks mit einem plötzlichen Abfall. Ballaststoffe halten die Verdauung in Schwung und helfen somit die Schadstoffaufnahme über den Darm in Grenzen zu halten. Komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe  finden sich vor allem in Vollkornwaren wie Brot, Reis oder Nudeln. Pflanzliche Ballaststoffe der besonderen Art existieren in Haferkleie und Guarmehl. 

Übrigens kann das Gewürz Zimt ebenfalls zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führen. 

Gesunde Angelegenheit

Orthomolekulare Therapie

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse als "Zink-Komklex" gespeichert. Dieses Mineral ist erforderlich, damit Insulin freigesetzt und in den Blutkreislauf gelangen kann. Viele Diabetiker haben einen zu niedrigen Zinkspiegel im Körper, sodass es hier zu einer verzögerten Freisetzung kommt. Hier sollte bei Verdacht eine Substitution dieses Minerals durchgeführt werden.

Ein gutes Mittel aus dem Bereich der Nahrungsergänzung ist Bierhefe. Bierhefe enthält den Wirkstoff Chrom und erhöht auf diesem Weg den Glucosetoleranzfaktor. Die Wirkung des Insulins wird somit verbessert.

Bei vielen Diabetikern existiert ein Mangel an B-Vitaminen. Dieses kann auf Dauer zu Nervenschädigungen führen. Es kommt zu Taubheitsgefühlen am Körper. Der Mediziner spricht in solchen Fällen von einer Polyneuropathie. Ein Mittel aus dem Bereich der Orthomolekularen Medizin ist die Substitution von Alpha-Liponsäure. So kann einem B-Mangel entgegengewirkt werden.

Phyto- und Pysikalische Therapie

Einige Heilpflanzen können  einen Diabetes mellitus positiv beeinflussen. Erwähnenswert sind die Heidelbeere Vaccinium myrtillus und der Löwenzahn Taraxacum officinale.  Um Gefäßschäden in Grenzen zu halten, kann die Gabe von Ginkgo biloba Abhilfe schaffen. Zur Lebertherapie kann die Mariendistel eingesetzt werden. Oftmals wird diese bei einen Diabetes mellitus mit in Mitleidenschaft gezogen. Bockhornklee senkt den Blutdruck und Blutzuckerspiegel.

Bei empfindlicher und zu Juckreiz neigender Haut können Bäder, Abwaschungen, Armbäder und Güsse Abhilfe schaffen. Bei Durchblutungsstörungen und Polyneuropathie sind diese allerdings kontraproduktiv.

Verhaltenstipps

Beratung

> Nehmen Sie regelmäßige Arzttermine wahr, Routineuntersuchungen sind wichtig, Schulungen können den Umgang mit der Erkrankung verbessern.

Gewicht 

> Hier sollten Sie, so fern Übergewicht besteht, eine Gewichtsreduktion anstreben, zum Beispiel über leichte Vollwertkost oder Heilfasten.

Stress 

> Dauerstress führt zu unnötiger Belastung und unerwünschten Blutzuckerspitzen, Entspannungsverfahren wie das Autogene Training oder Yoga können helfen.

Bewegung 

> Regelmäßige Bewegung aktiviert den Stoffwechsel und senkt den Blutzucker auf natürliche Weise. Gute Sportarten sind zum Beispiel Nordic Walking oder Joggen.

Nikotin und Alkohol 

> Hände weg von Nikotin und Alkohol. Insbesondere Alkohol führt kann zu unkontrollierbaren Zuckerprofilen führen mit der Gefahr der Unterzuckerung.

Fazit

Verfahren aus dem Bereich der Naturheilkunde können durch aus eine Ergänzung oder Alternative bei einem Diabetes mellitus Typ II darstellen. Insbesondere einige Heilpflanzen und Möglichkeiten aus dem Bereich der Orthomolekularen Medizin sind vielversprechend. Am wichtigsten ist allerdings eine gesunde Lebenseinstellung, verbunden mit regelmäßiger Bewegung und vollwertiger Ernährung. 

Mein Artikel kann nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers ersetzen!

Ashlie, am 14.02.2012
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