The Reef: Alle Mann von Bord!

The Reef - Schwimm um dein LebenDie Freunde Luke (Damian Walshe-Howling) und Warren (Kieran Darcy-Smith) laden Kate (Zoe Naylor), Matt (Gyton Grantley) und dessen Freundin Suzie (Adrienne Pickering) zu einem Segeltörn vor Australien ein. Zunächst herrscht beste Stimmung und die Freunde amüsieren sich bestens.

 

Umso größer der Schock, als das Segelboot mit einem Riff kollidiert und langsam, aber sicher zu kentern beginnt. Luke, Kate, Matt und Suzie verlassen das Gefährt, um bis zur nächsten Insel zu schwimmen. Warren weigert sich hingegen ins Wasser zu gehen und verbleibt auf dem Boot. Für die vier Schwimmer beginnt ein Alptraum, als plötzlich ein großer, weißer Hai auftaucht und Kreise zu ziehen beginnt, die immer enger werden …

The Reef: Alle Mann von Bord!

Trailer "The Reef - Schwimm um dein Leben"

Ähnlichkeiten zu "Open Water": "The Reef - Schwimm um dein Leben"

Der Täter ist immer der Hai!

Spätestens seit Steven Spielbergs Tierhorrorschocker "Der weiße Hai" gelten die riesigen Meeresräuber als Buhmänner der Ozeane. Daran hat sich auch nach vier Jahrzehnten wenig geändert. Der australische Regisseur Andrew Traucki schlägt mit seinem Horrorfilm "The Reef - Schwimm um dein Leben" exakt dieselbe Kerbe. Erfahrung mit furchterregenden Raubtieren sammelte er bereits mit seinem drei Jahre zuvor produzierten Film "Black Water", wo anstelle eines Haies ein Krokodil wehrlose Menschen dezimierte.

 

Im neu auf DVD erschienenen "The Reef - Schwimm um dein Leben" schildert Traucki eine dem Thriller "Open Water" sehr ähnliche Ausgangslage. Eine Gruppe von Menschen treibt im Wasser und sieht sich hilflos den Angriffen von Haien ausgesetzt. Kein besonders originelles, aber nach wie vor effektives Szenario. Denn wer weiß schon, was sich direkt unter den Füßen im unheimlichen Ozean abspielt?

 

Ermüdende Wiederholungen

Dieser Horrorthriller beginnt sehr vielversprechend und spannend. Immerhin ist das Szenario nicht völlig an den Haaren herbeigezerrt, sondern durchaus realistisch. Auch die verzweifelt geführten Debatten nach der Gewissheit, dass das Boot leck geschlagen ist, ziehen den Zuschauer noch in den Bann und stellen die Frage, wie man wohl selbst in einer solchen Situation reagieren würde. Auf Hilfe warten? Oder doch lieber ins Wasser gehen und zur nächsten Insel schwimmen?

 

So weit weiß "The Reef - Schwimm um dein Leben" zu überzeugen. Leider lockert Regisseur Traucki ab diesem Zeitpunkt die Spannungsschrauben. Anstatt eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, ergeht sich der Streifen in steten Wiederholungen der Angst vor dem riesigen Hai. Ein Problem, an dem bereits der ähnlich gelagerte "Open Water" laborierte. Sobald die Protagonisten im Wasser um ihr Leben planschen, ist die Luft aus diesen Filmen raus.

 

Schade, denn die unbekannten Schauspieler liefern eine sehr gute und überzeugende Performance ab. Außerdem sind die Meeresaufnahmen schön anzusehen und erzeugen Lust auf einen Urlaub am Meer – Haie exclusive, versteht sich!

 

Fazit nach knapp eineinhalb Stunden: "The Reef - Schwimm um dein Leben" hätte ein enorm spannender Horrorthriller werden können, verflacht aber nach der hervorragend inszenierten ersten Filmhälfte und mündet in einem wenig überraschenden Schluss. Fans des Genre können ruhig einen Blick wagen, sollten sich aber nicht zu viel erwarten.

Daten & Fakten

Originaltitel: "The Reef"

Regie:  Andrew Traucki

Produktionsland und -jahr: AUS, 2010

Filmlänge: ca. 84 Minuten

Verleih: Koch Media GmbH

FSK: Ab 16 Jahren freigegeben

Deutscher Kinostart: -

Autor seit 6 Jahren
836 Seiten
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