Osterzeit war damals Zuckerzeit, Schokoladeneier und Süßigkeiten gab es in Massen!

Zum Glück nimmt meine Tochter die Ernährung ihrer Kinder sehr ernst. Es wird frisch gekocht, Obst und Gemüse sind täglich auf dem Tisch. Und auch Bewegung gibt es reichlich. Ein großer Garten garantiert tägliches Austoben.

"Mens sana in corpore sano", ist eine lateinische Redewendung. Sie bedeutet "ein gesunder Geist in einem gesunden Körper". Sie stammt von dem römischen Dichter Juvenal. Natürlich war das eine Satire auf seine damaligen Landsleute. Es gab Spitzensportler mit wenig Hirn. Sogenannte Übungsraketen, wie man in Frankreich sagt. (Propulsion réell, tète inert - echter Antrieb, aber Hohlkopf-ohne Ladung) und fette Römer, die sich kaum bewegen mochten. Also der Mittelweg ist wohl immer der gescheiteste. Vernünftige Nahrungsmittel und ausreichend Bewegung und damit eine gute Verbrennung bei ausreichender Sauerstoff-Zufuhr wäre die halbe Miete. Und bei meinen Enkeln werde ich auf keinen Fall in den Ernährungsplan eingreifen. Da ich selber damals dem Zucker-Bombardement meiner eigenen Großeltern hilflos ausgeliefert war, möchte ich nun als Opa nicht die selben Fehler machen. Ja, ich oute mich als gequältes Bonbon-Opfer, das des Öfteren dann auch zum Zahnarzt musste.

Lieber etwas nettes basteln, als zu viel Zucker schenken!

Es gibt wirklich schöne Stofftiere, sogar zum Reiten.

Kinder lieben Tiere. Aber sie haben noch nicht genügend Verantwortungsgefühl für echte Lebewesen. So wollte mein Goldschatz unbedingt ein Pony. Das habe ich dann auch besorgt, aber aus Stoff. Es wiehert, prustet, kaut mit den Lippen und wedelt mit dem Schwanz. Und man kann darauf reiten. Vorteilhaft aus meiner Sicht ist, dass "Sabrina" das Plüschpferd nicht in das Spielzimmer äppelt. Kein Heu frisst und nicht zum Tierarzt oder Schmied muss. Und trotzdem wurde dieses Viech sofort ins Herz geschlossen. Ostern ist ja noch eine Weile hin, aber da das Wetter im Moment nicht für Außen-Spiele taugt, habe ich das Geschenk vorgezogen. Nun habe ich aber zwei von den Rackern. Also musste für unseren Cowboy natürlich auch ein passendes Reittier besorgt werden.

Ein Schaukelpferd aus Holz bringt viel Freude.

Lasst uns nach Laramie reiten!

Und so reiten sie in den Sonnenuntergang!

"Sabrina", ein Pferd aus Plüsch

Spielzeug, das die Bewegung fördert und auch die Fantasie anregt.

Wenn ich sehe, wie unsere Kurzen nun ausreiten oder zu Abenteuern auf dem Rücken ihrer Reittiere aufbrechen, denke ich, alles richtig gemacht zu haben. Spielzeug soll ja die Fantasie anregen, Bewegung fördern und einfach auch Spaß machen. Auf- und Absteigen, die Tiere bewegen und gemeinsam Freude haben, ist doch eine gute Alternative zu Süßigkeiten. Natürlich versucht der Handel durch immer frühere Positionierung in den Regalen den Absatz von Schokolade zu erhöhen. Sein Ziel ist der Gewinn, mein Ziel sind glückliche, gesunde Enkel. Selbstverständlich gibt es auch Ostereier. Ganz ohne geht es halt nicht. Aber die werden von den Eltern "verwaltet" und zugeteilt. Das halte ich auch für vernünftig. Denn wer seinen Salat oder sein Gemüse gegessen hat, der darf auch mal naschen. Und gerade in der heutigen Zeit, wo Kinder nicht mehr den ganzen Tag draußen herumtollen, sollten Eltern und Großeltern sich über Mitbringsel austauschen. Nur aus Höflichkeit danke sagen und die Faust in der Tasche ballen ist der falsche Weg. Die Verantwortung für das Wohl der Kleinen liegt nun mal bei Vater und Mutter. Und das müssen Oma und Opa einfach einsehen! Gut meinen bedeutet nicht immer gut handeln!

Autor seit 5 Jahren
268 Seiten
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