Jung gefreit...

Jung gefreit... (Bild: Foto Paesold, Burgkirchen/Alz)

 

  1. Es fängt damit an, dass Sie den richtigen Partner, die richtige Partnerin wählen. Das klingt banal, doch viele Singles greifen in Torschlusspanik zu einem Kompromisspartner zwecks drohendem Ticken der Bio-Uhr oder weil man endlich beim Klassentreffen nicht mehr solo erscheinen will. Das geht früher oder später schief: also lieber gleich auf den Richtigen warten. Den erkennt man schon mit Herz und Verstand, wenn man ihm/ihr begegnet, keine Angst!
  2. Jung gefreit hat nie gereut! Wir heirateten schon als Studenten, da wächst man miteinander, wird miteinander groß, ist auch noch nicht so eingefahren in seinen skurillen Charaktereigenschaften. Was habe ich erlebt an Kämpfen von Paaren, die sich erst mit weit über 30 kennenlernten. Da ist man in seinen guten Charaktereigenschaften wie auch Macken dann so ziemlich eingefahren und keiner will mehr zurückstecken.
  3. Umerziehungsversuche deshalb schön bleiben lassen. Wer wie oben einen nur 80-Prozent-Partner wählt und meint, die restlichen 20 Prozent schleife ich ihm/ihr schon ab oder an - der wird sein blaues Wunder erleben. Akzeptieren Sie ihren Partner, wie er ist! Wer soll abwaschen? Na die Geschirrspülmaschine natürlich! Die schafften wir in unserer jungen Studentenehe noch vor der Waschmaschine an. Ich finde es zum Beispiel grauenhaft, wenn eine ihren Lover dazu bringen will, im Sitzen zu pinkeln. Der läuft ihr irgendwann davon.
  4. Die berühmten Kleinigkeitsaufreger umgehen: Also unsere Ehe hält unter anderem vielleicht auch dadurch, dass jeder seine eigene Butter und seine eigene Zahnpasta hat! Ich darf daher in meine Butter "Löcher bohren", während Göttergatte als Ingenieur fein säuberlich Scheiben abschneidet. Wir werden doch nicht um so etwas streiten, beschloss ich schon früh, da kommt schon noch Gewichtigeres, was einen Streit lohnt. Aber es soll Scheidungen geben, weil die Partner nach etlichen Jahren einfach die schlampig zerdrückte Zahnpastatube beim anderen nicht mehr sehen konnten!
  5. Doppelbadewanne anschaffen! Es kann ja vorkommen, dass man sich für getrennte Schlafzimmer zwecks Schnarchgeräuschbelästigung entscheidet - aber die Doppelbadewanne ist unersetzlich als das Kommunikations-Zentrum für eine gute Partnerschaft schlechthin, in jeder Beziehung. Nichts ist schöner, als zusammen entspannt im warmen Wasser zu liegen, zu klönen, den Tagesrückblick zusammen vorzunehmen und all das zu treiben, was man sich dazu vorstellt. Die Champagnergläser natürlich in Reichweite. Um es mit Erich Fromm aus seinem Buch: "Die Kunst des Liebens" zu sagen: "Man muss einerseits die Theorie und andererseits die Praxis beherrschen".
Dasselbe Paar nach 25 (Silberhochzeit) und 40 (Rubinhochzeit) Jahren!

Silberhochzeit feiern ist heute schon die Ausnahme! (Bild: Hilia Höpker)

Arlequina, am 10.02.2012
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