"Alma" ist Rodrigo Blaas Regiedebüt

Rodrigo Blaas wurde durch seine Animationen für Pixar in den Animationsfilmen "Findet Nemo", "Wall-E - Der letzte räumt die Erde auf" und "Oben" bekannt. Mit "Alma" stellte er sich neuen Herausforderungen und setzte sich in den Regiesessel, was ihm auch mehr als geglückt ist.

Der Übergang vom träumerischen Pixar-Streifen-Anfang zu einer Gruselatmosphäre ala "Das Geisterhaus" ist ihm geglückt und auch die subtilen Anspielungen auf das drohende Unheil ist treffend und immer jugendfrei dargestellt.

Ein schönes Beispiel ist der angedeutete Fluchtversuch einer Puppe, der verhindert wird und damit das unausweichliche Verderben heraufbeschwört. 

Ebenso gut gelungen ist der metaphorische Übergang von der hellen, verschneiten Straße in das düstere Halbdunkel des Ladens mit seiner muffigen Atmosphäre, gleichsam eines Übergangs vom Reich der Lebenden in das der Geister.

In einem Exklusivinterview mit dem Produzenten Cécile Hokes wurde die Intention von Rodrigo Blaas für "Alma" aufgedeckt. Rodrigo Blaas wollte eine Geschichte über ein sehr neugieriges Mädchen schreiben, welches letztendlich für seine Neugier bestraft werden würde. Die Musik zum Short wurde mit traditionellen spanischen Instrumenten von Mastretta komponiert.

Vor seinem Regiedebüt wirkte Rodrigo Blaas an folgenden Filmen mit:
WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf (Special...Findet Nemo (Special Collection) [2 DVDs]Oben

Es regnete viele Preise und Nominierungen für "Alma"

  • Der Titel "Best of Festival" wurde "Alma" auf der Amazing Spotlight 2009 verliehen. 
  • Der »Grand Prix Award« des Bradford Animation Festival 2009 ging ebenso an den Anime.
    Der Preis in der Kategorie "Best Animation" ging an "Alma" auf dem L.A. Shorts Fest 2009.
  • "Best Opera Prima" wurde auf der Castelli Animati 2009 gewonnen.
    Auf der Animacor 2009, dem internationalen Animationsfilm Festival in Spanien, gewann der Gruselshort in der Kategorie "Best Andalusian Short". 
  • Bei den Goya Awards 2010, wurde "Alma" für den Goya, dem spanischen Äquivalent der American Academy Awards, in der Kategorie "Best Short Film" (Mejor Cortometraje de Animación) nominiert.
  • Auf dem Miami Film Festival 2010 wurde "Alma" mit einer Nominierung für den "Grand Jury Prize" in der Shorts Competition geehrt.

Kurz und gut: "Alma" ist sehenswert für Freunde des subtilen, angedeuteten Horrors.

Es muss nicht immer "Knall-Bumm-Zack" sein mit bedrohlicher Musik, Blut und Geschrei. Nein Grusel geht auch anders beweist "Alma". Der Spannungsbogen im Film mit den ersten Andeutungen von Gefahr und den subtilen Hinweisen bis zum Finale ist gut gelungen.

Der Film kommt komplett ohne die gewohnt bedrohliche Musik in Grusel- und Horrorfilmen aus und zaubert den Zuseher dennoch eine leichte Gänsehaut auf die Arme. Nicht zu zuletzt, weil man die kleine, unbedarfte "Alma" mit kindlicher Neugier in die Falle tappen sieht.

Man will sie warnen, aber sie bemerkt es nicht, sie sieht nur die Puppe die ihr selbst gleicht. Die Gefahr wird immer greifbarer, aber sie tappst weiterhin mit ihren Kinderhänden im Laden herum ohne irgendeinen Argwohn oder Böses im Sinn.

Bis die kleine Maus in der Falle sitzt und es kein Entrinnen mehr gibt. Der Titel "Alma" ist gut gewählt für den Film, da die kindliche Neugier "Alma" letzten Endes ihre Seele kostet.

Daten und Fakten zu "Alma"

Regie & Drehbuch: Rodrigo Blaas

Produzenten: Cecile Hokes & Nina Rowan

Musik: Mastretta

Erscheinungsdatum: 24. Juni 2009 auf dem Palms Springs Short Festival

Ursprungsland: Spanien

Aspect Ratio: 1,85 zu 1

Laufzeit: ca. 5 Minuten

Sprache: Stummfilm.

CADoerr, am 08.05.2014
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Bildquelle:
http://www.amazon.de (Horrorfilme: Nach wahrer Begebenheit oder frei erfunden?)

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