Das Rezept

Der Rumtopf wird schon im Sommer angesetzt, damit die Früchte im Winter fertig sind. Aber auch jetzt ist noch Zeit genug. Es gibt viele Rumtopf Rezepte, aber im Prinzip brauchen Sie nur diese Anleitung. Die Früchte können Sie ganz nach eigenem Geschmack aussuchen. Üblicherweise werden in einem Rumtopf die Früchte der Saison geschichtet und mit hochprozentigem Rum begossen. Der Rummuss mindestens 54% Alkohol enthalten, besser sogar 80%. Versuchen Sie es gar nicht erst mit was anderem, ist der Alkoholgehalt zu niedrig, fängt der ganze Rumtopf an zu gären und verdirbt. Das passiert übrigens auch bei reduzierter Zuckermenge.

Pro Schicht (nicht mehr als 2 pro Monat): max. 500g Früchte (geputzt, entkernt und in mundgerechte, größere Stücke geschnitten)

Je nach Süße der Früchte mindestens die Hälfte Zucker (auf keinen Fall weniger) oder sogar ein Verhältnis von eins zu eins, also beispielsweise 500g Pflaumen und 250-500g Zucker je nach Geschmack. So viel Rum pro Schicht, dass die Früchte ca. einen Zentimeter hoch bedeckt sind.

Im Juni sind die Erdbeeren reif. Davon wandern 500 g geputzt und halbiert mit 250-500 g Zucker in den Rumtopf und werden mit Rum begossen. Nun kommt der Rumtopf zugedeckt an einen kühlen Ort, idealerweise in den Keller (nicht in den Kühlschrank).

Im Juli kommen Pfirsiche dazu, im August Mirabellen, im September Zwetschgen usw. Spätestens Anfang November ist Schluss, dann muss der Rumtopf prall gefüllt sein und bis Weihnachten stehen bleiben. Ob man ihn umrührt oder nicht ist Ansichtssache.

Was eignet sich für das Rumtopf Rezept?

Folgende Früchte sind sehr empfehlenswert:

Erdbeeren, Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Zwetschgen, Sauerkirschen, Birnen, Ananas, Mirabellen, Feigen, Orangenfilets oder sogar getrocknete Früchte.

Beeren sind nicht so gut geeignet, sie zerfallen im Rumtopf.

Außerdem nach Belieben (muss aber nicht sein): Zimtstange, Sternanis und/oder eine aufgeschlitzte Vanilleschote

 Der Rumtopf wird natürlich mit Rum gemacht, aber es gibt durchaus Alternativen. Der Schnaps muss ganz einfach nur hochprozentig genug sein. Ich kann mir einen Rumtopf ohne Rum aber mit Wodka oder Sliwowitz ebenfalls gut vorstellen.

 

Rumtopffrüchte servieren

Was macht man nun mit den ganzen hochprozentig veredelten Früchten? Zuerst einmal: Keine Sorge, die Früchte sind ewig haltbar!

Vom täglichen Genuss muss eher abgeraten werden, denn die Früchte sind einfach zu lecker – da fällt das Maßhalten schwer. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass der Rumtopf ziemlich viel Alkohol enthält, in der Kombination mit Zucker und Früchten kann dieser ganz schön reinhauen. Schon so mancher erster Weihnachtstag ist durch den Genuss von Rumtopf am Heiligen Abend anders gelaufen als geplant.

Servieren Sie die Rumtopffrüchte zu Vanilleeis, diesem Mascarpone Eis, mit Schlagsahne oder ganz einfach pur.

Auch eine tolle Idee: Backen mit Rumtopffrüchten. Geben Sie ein paar klein geschnittene Rumtopffrüchte in einen Rührteig, Sie werden bestimmt begeistert sein. Rumtopf Muffins sind ebenfalls delikat. Eine schlichte Sahnetorte, ein Käsekuchen oder eine Käsesahnetorte vertragen die hochprozentigen Früchte natürlich vorzüglich. Wem das nicht reicht, der badet die abgetropften Früchte in geschmolzener Schokolade und lässt sie auf Backpapier trocknen – unfassbar lecker!

Angela Michel

Autor seit 5 Jahren
1023 Seiten
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