Salbei im Kräutergarten

Salbei kann aus Samen vorkultiviert und im Frühjahr ausgepflanzt oder durch Stecklinge vermehrt werden. Der Standort sollte sonnig und in geschützter Lage sein, die Pflanze entwickelt sich aber auch gut im Halbschatten. Bei strengem Winter ist ein Winterschutz erforderlich. So kann sich der Salbei zu einem mehrjährigen, bis 80 Zentimeter großen Busch entwickeln. Die Pflanze ist auch gut zur Haltung in einem Topf oder Balkonkasten geeignet. Der Boden sollte durchlässig, kalkhaltig und nicht zu feucht sein. Es darf keine Staunässe entstehen. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Wenn die ährenartigen Blütenstängel ausgebrochen werden, entwickeln sich mehr junge Triebe. Erst im zweiten Jahr entfaltet sich das volle Aroma des Salbeis.

Salbei in der Naturheilkunde

Salbei - I. AjerrarSalbei gilt als entzündungshemmend, schleim- und krampflösend und ist gut gegen Durchfall, Magenbeschwerden und Gallenleiden. Der Tee hilft bei Erkältungskrankheiten und zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund und Rachenraum. Äußerlich kann der Salbeisud bei schlecht verheilenden Wunden und Abszessen angewendet werden. Leidet man unter starken Schweißausbrüchen, kann man die entsprechenden Stellen wiederholt mit dem Salbeisud waschen und verringert so eine Weile den weiteren Schweißfluss. Im Handel kann Salbei in konzentrierter Form als ätherisches Öl oder alkoholischer Extrakt erworben werden.

Achtung: Salbei sollte in konzentrierter Form nicht dauerhaft, sondern als Medizin in Maßen eingenommen werden, da durch die Krampfgifte Camper und Thujon sonst schwerwiegende Nebenwirkungen, wie Krampfanfälle und eine Schädigung des Nervensystems, auftreten können. Für Tee oder Presssaft aus der Pflanze gilt dies nicht. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit wird von einer Nutzung der ätherischen Öle und der alkoholischen Extrakte abgeraten. Da Salbei die Milchproduktion senken soll, wurde er früher zum Abstillen verwendet.

Aufbewahrung des Salbeis

Für die Herstellung von getrocknetem Salbei verwendet man am besten die jungen Triebspitzen, die ganzjährig geerntet werden können. Diese werden zum Trocknen aufgehängt, anschließend gerebelt und in einem luftdichten Behälter aufbewahrt. Durch das Trocknen gehen keine Aromastoffe verloren. Auch Salbeiessig kann leicht selbst hergestellt werden, indem man die Triebe in Essig einlegt und etwa vier Wochen an einem sonnigen Ort stehen lässt. Anschließen werden die Zweige abgesiebt und der Salbeiessig in einer Flasche gut verschlossen aufbewahrt.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keinen fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen kann.

Jede Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzers.

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Ajerrar, am 25.07.2013
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Bildquelle:
I. Ajerrar (Der Schachtelhalm – Equisetum arvense)

Autor seit 5 Jahren
97 Seiten
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