Geschichte der Sauna, sauwohl fühlen im heißen Dampf.

Die frühe Badestube war die Vorläuferin der heutigen Sauna.

Das Steinschwitzbad, also das Luftbad, in dem mittels erhitzter Steine geschwitzt wird, ist ein uraltes Kulturgut der Menschheit. Ob einfachste Schwitz-Hütten oder Schwitz-Zelte, schon seit Ewigkeiten genossen unsere Vorfahren diese Wohltat. Mit den Völkern Ostasiens kam dieser Brauch über die Beringstraße (die damals noch eine Landbrücke war) nach Nord- und von dort nach Mittel- und Südamerika. Sowohl bei den Eskimos in Alaska, als auch bei den Indianern Nord-, Mittel- und Südamerikas war das gesunde Schwitzen verbreitet. Von Ostasien mit den nach Westen ziehenden Völkerstämmen nach Innerasien bis zum Ural kam diese Sitte zu uns. Schriftliche Zeugnisse gibt es bereits von vor zweieinhalbtausend Jahren. Die Finnen haben die Ur-Sauna zu uns mitgebracht. Sie kamen vor etwa zweitausend Jahren aus ihrer asiatischen Heimat nach Nordwesten in ihre heutigen Siedlungsgebiete. Slawischen Volksstämmen ist dieses Schwitzbad ebenfalls früh bekannt gewesen. Die ältesten Zeugnisse der Badestube in unseren Gefilden, die nach alten Holzschnitten und Stichen der heutigen Sauna mit ihrer Holzauskleidung und den aufsteigenden Bänken sowie dem Ofen gleicht, sind aus der Zeit der Merowinger (5. - 8. Jahrhundert) überliefert. Bei den Griechen und Römern wurde schon lange vor Christus geschwitzt. Die Römer brachten eine wahre Badekultur für alle Bürger Roms hervor.

Ab 1700 starb das Sauna- und Bäderwesen bei uns ab. Neuanfang 1920, das finnische Wort SAUNA wird übernommen.

Abgleiten der Bademoral in den gemeinschaftlichen Bädern, Zunahme der Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder anderer Infektionen durch das Schröpfen (Ritzen der Haut mit unsterilen Messern) und der Einfluss der Kirche, die wie üblich Angst um die Moral hatte, führte zur Schließung dieser "Lasterhöhlen und Sündenpfuhls"! Das "Nicht-Baden" wurde zum gottgefälligen Leben erklärt. Ziegenböcke dufteten damals wohl angenehmer. 1924 entstanden die ersten Bäder und Sauna-Anlagen in Potsdam neu. Berlin, Dresden, Hamburg und Koblenz folgten dem guten Beispiel alsbald. Nach Gründung der BRD stieg die Zahl stark an. 1960 gab es bereits 1000 solcher Badeeinrichtungen. Der Höhepunkt lag in den 80gern mit etwa 10.000 Betrieben. Dann führten die Gesundheitsreformen (eigentlich Finanzierungsreformen) zum Saunasterben, da viele Kuranstalten schließen mussten. 2005 gab es noch 2400 öffentliche Saunabäder. Man schätzt, dass es aber inzwischen etwa 1,5 Millionen private Saunas in Eigenheimen gibt. Nach Umfragen baden und saunieren etwa 30 Millionen Deutsche mehr oder weniger regelmäßig.  

 

Plakat des DEUTSCHEN SAUNA-BUNDES in Bielefeld
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Erhalt der Sauna für alle Einkommensgruppen! Stoppt die Preistreiberei der Regierung!

Unser Körper muss, um unsere Organe zu schützen, die Temperatur auf 37 Grad erhalten. Beim Saunieren steigt diese an. Der Körper schwitzt, der verdunstete Schweiß kühlt die Haut und entzieht dem Körper Wärme. Dieser Vorgang fördert die Hautdurchblutung, führt zu einer Normalisierung des Blutdrucks und wirkt sich positiv entspannend auf Muskeln und Psyche aus. Die nachfolgende Abkühlung durch kalte Güsse oder Tauchbäder bewirkt das Gegenteil. Die Durchblutung wird gedrosselt, die Arterien verengen sich, um eine Auskühlung zu verhindern. Warme Fußbäder danach normalisieren und erweitern die Blutgefäße. Diese Technik zur Steigerung der Widerstandskraft ist sehr alt.

Laconium nannte man den Heißluftbaderaum im alten Griechenland.

Davor hatten bereits die Indianer sogenannte indigene Schwitzhütten.

Das Sudatorium war der Saunabereich der Römer mit Fußbodenheizung.

Temazcal oder Zumpulché hießen die in Südamerika und sind zum Teil heute noch üblich.

Diese uralte Tradition, die unserer Gesundheit dient, dürfen wir uns nicht von Bürokraten nehmen lassen, die selber ihre Penunzen nicht erwirtschaften müssen!

Deshalb bitte ich, diesen Artikel zu teilen, und dem Link zu folgen.

Dieser führt auf die Seite des Sauna-Bundes, dieser sammelt Unterschriften gegen diese unsoziale Verteuerung!

Autor seit 5 Jahren
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