Entfernung von Schimmel

Die Sofort-Maßnahme besteht darin, dass die Teile des Mauerwerke entfernt werden, die mit Schimmel befallen sind. Hierdurch wird erreicht, dass keine Schimmelsporen mehr in die Luft gelangen und zu Atmungserkrankungen führen können.

Wenn man die befallenen Bauwerke entfernt, sollte man dies großflächig tun, ca. 50 cm um die Schimmelstelle. Auch wenn man dort noch keinen Schimmel sieht, ist die Schimmelkonzentration dort höher als in den restlichen Mauerwerken.

Herausfinden der Ursache für die Schimmelbildung

Schimmel entsteht nicht überall, es bedarf hierfür gewisser Voraussetzungen. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Wand feucht ist. Die Feuchtigkeit kann verschiedene Ursachen haben. Wasser kann von außen eindringen. Dies kann dann passieren, wenn Risse in der Außenwand des Kellers vorhanden sind. Hierdurch dringt Wasser in die Wand ein, und die Feuchtigkeit zieht in der Wand nach oben.

Die Feuchtigkeit kann durch falsches Lüften entstanden. Gerade in den gut isolierten Häusern kann die Luftfeuchtigkeit nur durch regelmäßiges Lüften entweichen. Leider geschieht dieses viel zu selten. Oftmals wird auch falsch gelüftet, Fenster werden gekippt und stehen dann stundenlang offen. Das Ergebnis ist, dass die Wände auskühlen. Trifft nun hohe Luftfeuchtigkeit auf die kalten Wände, kondensiert das Wasser, und die Wand wird feucht. Es ist daher sehr wichtig richtig zu lüften.

Sanierung der Außenwand

Dringt Wasser durch die Außenwand ein und verursacht die Nässe der Wand, bleibt nichts anderes übrig, als die Kelleraußenwand aufzugraben, und die Wand mit Bitumemasse wieder neu zu versiegeln.

In diesem Arbeitsgang sollte auch gleichzeitig eine Kellerisolierung angebracht werden. Hierdurch erhöht sich die Temperatur der Wand und es entsteht keine Feuchtigkeit durch Kondensierung. Gleichzeitig wird der Energieverbrauch deutlich reduziert.

Ist der Wassereinfall gestoppt, muss die Wand getrocknet werden. Dies kann mit einem Entfeuchter geschehen oder mit häufigem Lüften. Hierzu wird die Heizung eingeschaltet, damit die Luft die Feuchtigkeit in der Wand aufnimmt. Durch die Lüftung entweicht die Feuchtigkeit nach außen. Dieser Prozess muss so lange wiederholt werden, bis die Wand trocken ist. Das Trocknen mit dem Entfeuchter ist wesentlich schneller. Mittels eines Feuchtigkeitsmessers kann man die Wandfeuchtigkeit messen.

Reparatur der defekten Wand

Ist die Wand wieder trocken, kann der entfernte Teil der Wand wieder hergestellt werden. Oftmals waren dies Gipskartonplatten oder Teile des Gips. Die Reparatur ist der erste Schritt gegen Schimmel.

Wichtiger ist Schimmelbefall zukünftig zu vermeiden? Ziel sollte es sein, die Wandtemperatur zu erhöhen, ab einer Temperatur von 12,6 Grad bildet sich kein Schimmel mehr. Neuerdings gibt es Wandheizungen, hiermit wird erreicht, dass die Wandtemperatur überall gleich ist. Es kommt zu keiner Kondensierung der Luftfeuchtigkeit und somit auch zu keiner feuchten Wand. Den gleichen Effekt erzielt man, wenn Heizungsrohre entlang der Fußbodenleisten verlegt werden.

Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Kalk statt Gips. Schimmel gedeiht nicht auf alkalischem Untergrund, und Kalk ist ein alkalisches Material. In früheren Zeiten wurden die Häuser innen gekalkt. Schimmel war damals äußert selten. Diese Kalkfarbe trug ebenfalls dazu bei, Schimmel zu vermeiden. Die Verwendung von Kalk sollte ernsthaft geprüft werden.

Bevor die Wand repariert wird, sollte auf jeden Fall eine chemische Behandlung der befallenen Wand erfolgen. Nur so können die restlichen Schimmelsporen im Mauerwerk abgetötet werden. Hierzu sollte man sich geeignete Schimmelentferner kaufen, und das Mauerwerk behandeln.

Vermeidung von Schimmel

Die häufigste Ursache für Schimmel ist das fehlerhafte Lüften der Räume. Entweder wird falsch gelüftet oder zu wenig gelüftet. Das Lüften hat zwei Gründe, es dienst einerseits dazu, frische Luft in die Wohnung zu nehmen und anderseits Feuchtigkeit aus den Räumen zu transportieren.

Wenn zu wenig gelüftet wird, kann die Raumluft keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen, es kommt schneller zu Kondensierung und begünstigt die Schimmelbildung. Oftmals wird aber auch falsch gelüftet. Fenster werden gekippt und dann den ganzen Tag aufgelassen. Diese Form der Lüftung ist nicht geeignet, Feuchtigkeit nach außen zu transportieren. Im Gegenteil, Feuchtigkeit wird herein geholt.

Die richtige Form des Lüftens besteht darin, dass man die Fenster und Türen für kurze Zeit öffnet, so dass Durchzug entsteht. Man nennt diese Lüftung Stoßlüften. Nach ca. 5 - 10 Minuten (abhängig davon, ob ein Durchzug hergestellt werden kann) schließt man wieder die Fenster.

Nun ist wieder genügend frische Luft im Raum, die wieder Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dieser Vorgang sollte mehrmals am Tage wiederholt werden. Der ideale Zeitpunkt des Lüftens ist der frühe Morgen und der späte Abend, hier ist die Luft kühl und die Luftfeuchtigkeit draußen ist relativ niedrig. Es gibt auch die Möglichkeit des Einbaus einer automatischen Lüftung. Diese Art der Lüftung dient auch der Wärmegewinnung. Hierbei kann der Energieverbrauch gesenkt werden.

Autor seit 4 Jahren
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