Herkunft und Saison der Schmorgurken

Schmorgurken stammen wie alle Gurken ursprünglich aus den subtropischen Tälern der Südhänge des Himalaya in Ostindien, dem damaligen Britisch-Indien. Dort kannte man sie bereits schon vor rund 4.000 Jahren.

Im antiken Griechenland sollen Gurken so beliebt gewesen sein, dass man die Stadt Mekone bei Korinth in "Sikyon "Gurkenstadt)" umbenannte. Schließlich brachte Karl der Große die Gurke nach Mitteleuropa und somit auch nach Deutschland.

Die Erntezeit von Schmorgurken beginnt frühestens im Juli und dauert je nach Wetter bis Mitte oder Ende September. Anders als die Salatgurken kommen Schmorgurken – ein ideales Gemüse für die leichte Sommerküche - bei uns eher selten auf den Tisch; das liegt vermutlich an der relativ kurzen Saison.

Beim Kauf sollen Schmorgurken eine glatte und feste Schale sowie feste Enden aufweisen. Weiche Stellen sind ein Anzeichen für mangelnde Frische. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sich Schmorgurken etwa eine Woche.

Schmorgurken richtig zubereiten (zwei Rezepte)

Bei der Zubereitung werden zuerst die Enden abgeschnitten; am Stiel großzügig, weil dort viele Bitterstoffe sitzen. Immer ein kleines Stück vom Stielende probieren, um zu testen, ob die Gurke bitter schmeckt. Ist die Gurke bitter, kann sie nicht verwendet werden. Generell aber enthalten die gängigen Sorten nur wenige Bitterstoffe. Anschließend die Schmorgurken schälen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen.

a.) Die Zubereitung von gefüllten Schmorgurken kennen wir noch von unseren Eltern und Großeltern. Sie haben Hack und Zwiebeln angebraten und in die Gurkenhälften gefüllt, die Hälften aufeinandergelegt, einen Zwirn darum gebunden. Dann wurden sie in einer Form mit etwas Brühe im Ofen etwa 30 Minuten garen. Die vegetarische Variante der Füllung bestand statt Hack vegetarische Variante aus Reis, Paprika, Zucchini und Schafskäse.

b.) In der heutigen Variante werden die Gurkenhälften in kleine Stücke geschnitten oder gewürfelt in einer Pfanne mit Zwiebelwürfeln kurz angebraten, mit Brühe abgelöscht und etwa 10 Minuten geschmort.

Nach Belieben kann man Schmand oder saure Sahne hinzugefügt. Dazu passen sehr gut gebratenes Fischfilet oder auch Fleisch, etwa Frikadellen oder Schnitzel sowie Kartoffeln.

Rezept für einen Schmorgurken-Eintopf

Für einen deftigen Schmorgurkeneintopf benötigt man 600 Gramm festkochende Kartoffeln, 700 Gramm Schmorgurken, 3 Schalotten, 50 Gramm Butter, 100 Gramm gewürfelten Speck, Brühe, Zucker, 20 Gramm Weizenmehl, 150 Gramm Schmand, 5 Stängel Dill, Salz, Pfeffer und einen Schuß weißen Balsamico.

Kartoffeln schälen, in kleinere, gleichmäßige Stücke schneiden und in leicht gesalzenem Wasser gar kochen. Abgießen und ausdämpfen lassen.

Die Schmorgurken schälen, längs halbieren und entkernen. Gurkenhälften längs in 2 cm breite Streifen schneiden, anschließend würfeln. Schalotten schälen und fein würfeln.

Die Hälfte der Butter zerlassen, Schalottenwürfel darin glasig schwitzen. Speck- und Gurkenwürfel hinzufügen, mit Salz sowie etwas Zucker und Pfeffer würzen. Alles zusammen andünsten und mit Balsamico ablöschen. Dann langsam die Hitze reduzieren, bis die Gurken bissfest sind.

Restliche Butter zerlassen, Mehl hinzufügen und kurz anschwitzen. Mit Brühe auffüllen und Schmand unterrühren. Gurken und geschnittenen Dill zu der fertigen Soße geben. Alles zusammen erhitzen und mit den Kartoffeln servieren. Die Kartoffeln können auch nach Belieben gleich in der Flüssigkeit serviert werden.

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