Eine Sauna, Ein Aufguss

Eine Sauna, Ein Aufguss (Bild: PublicDomainPictures / Pixabay)

Was jeder sofort bemerkt: Wer in der Sauna sitzt, der schwitzt. Dies ist eine Folge der hohen Temperatur. Je nachdem welche Sauna gewählt wurde, herrschen in dem kleinen Raum zwischen 60 und 100 Grad Celsius. Dies sorgt dafür, dass sich die Körpertemperatur um ca. 1 bis 2 Grad Celsius erhöht. Die Temperatur der Haut kann sich sogar um bis zu 10 Grad Celsius erhöhen. Diese Effekte gleichen dem Fieber, nur mit dem Unterschied dass sie gewollt sind. Die kalte Dusche nach der Sauna lindert die Aufheizung des Körpers ab.

Der angeregte Kreislauf sorgt für einen schnellen Stoffwechsel, was der Entschlackung dient. Der angeregte Kreislauf zeigt sich durch geweitete Blutgefäße, durch die das Blut nun schneller und besser fließen kann. Wer regelmäßig seine Blutgefäße trainiert, kann übrigens Durchblutungsstörungen und Thrombosen vorbeugen.

Schwitzen für die Seele

Die Sauna hilft bei Problemen mit den Atemwegen. Die Dampfsauna hat sich hier als effektiv herausgestellt. Die feuchtwarme Luft lindert Atemprobleme wie eine Bronchitis oder Asthma. Der Dampf regt die Durchblutung an und öffnet ebenso die Hautporen – was der Gesundheit förderlich ist.

Hier zeigen sich auch schon die Unterschiede. Es gibt Saunen in denen die Luft sehr feucht ist, was die Atemwege trainiert. Es gibt aber auch Saunen in denen die Luft sehr trocken ist, was dem Blutdruck nützt. Wer z.B. Probleme mit dem Bluthochdruck hat, der sollte in eine Sauna mit unter 60 Grad Celsius gehen. Die geringe Luftfeuchte und die Temperatur regulieren den Blutdruck. Auch bei Gelenkschmerzen kann die Sauna helfen.

In anderen Saunen wird mit Heu oder anderen Grassorten gearbeitet und teilweise finden sich Saunen in denen Licht in verschiedenen Farben eingesetzt wird. Je nach Farbe wirkt dieses Licht entspannend (blau) oder anregend (rot bis gelb). Wer nun über eine private Sauna nachdenkt, hat nicht als erster diesen Gedanken. Schon 1,6 Millionen andere Deutsche haben Ihre private Sauna im Keller, auf dem Hof oder im Bad. Eine Sauna kann sich jeder – wer es denn will – schon für 1.000 Euro einrichten. Doch vorsichtig: Genug Geld für die Stromrechnung sollte vorhanden sein. ;)

Der Saunabesuch hilft auf jedem Fall dem Immunsystem. Der Wechsel zwischen warmer und kalter Umgebung regt nicht nur den Kreislauf an, sondern auch das Immunsystem. Studien haben gezeigt, dass sich nach einem Saunabesuch mehr Abwehrkörper im Körper befinden als vorher. Aufgrund der Fieberartigen Situation, die durch einen Saunagang erzeugt wird, bildet der Körper mehr Antikörper und Botenstoffe gegen Viren und Bakterien aus. Diese können im Ernstfall schneller reagieren und auch in größerer Zahl aktiv werden. Die Sauna härtet also den Körper ab.

Sauna Aufguss

Sauna Aufguss (Bild: PublicDomainPictures / Pixabay)

Anfängerfehler vermeiden

Doch wer bereits krank ist, sollte auf keinen Fall in die Sauna gehen. Die stete Wechsel zwischen heißer Sauna und kalter Dusche macht dem – schon geschwächten Körper – stark zu schaffen, so dass die Sauna eher das Gegenteil erzielt: Sie macht die bestehende Krankheit schlimmer! Das Klima in einer Saunalandschaft ist feucht-warm und damit ideal für Krankheitserreger. Diese überleben in dieser Umgebung besser und länger.

Für Anfänger gelten übrigens folgende Regeln:

  • Nicht auf der höchsten Bank Platz nehmen
  • Nicht zu lange in der Sauna bleiben

Hier muss nichts bewiesen werden. Die Saunabesuche können kurz gehalten werden, um nicht der Gesundheit zu schaden.

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