Der Zeitablauf - Markante Zeitpunkte und dramatische Ereignisse

Der erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 brachte viel Leid und Zerstörung und für Deutschland den ersten spürbaren Rücksetzer in der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Wirtschaftsaufbau begann danach zunächst zögerlich und wurde dann stabiler.

Im Jahr 1923 erreichte die Inflation als Folge des 1. Weltkrieges ihren Höhepunkt. Dann erschütterte der Börsencrash 1929 die Wirtschaft. Während des 2. Weltkrieges wurde die Wirtschaftsentwicklung zunächst positiv um am Ende im Jahre 1945 in einem zerstörten wieder bei null zu beginnen.

Es folgten Jahre, die mit dem Begriff Wirtschaftswunder den enormen Aufschwung benannten. Mitte der 80er Jahre gab es Krisenhafte Entwicklungen und im Jahr 1989 war die damalige DDR wirtschaftlich am Ende. Auch wenn der Währungsumtausch abgefedert wurde, erlitten viele Unternehmen in Folge der Währungs - und Wirtschaftsreform einen finanziellen Kollaps.

Mit der Einführung des EURO im Jahre 2002 wurde erneut ein wirtschaftlicher bzw. finanzieller Neuanfang erzeugt, dessen verheerend negative Auswirkungen seit 2008 spürbar wurden und bis heute anhalten.

 

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Über die Jahre immer wieder Rücksetzer

Über die Jahre immer wieder Rücksetzer

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Zunächst ist festzuhalten, dass zwei der wirtschaftlichen Rücksetzer und Neuanfänge  Folge kriegerischer Auseinandersetzungen waren. In diesem Zusammenhang ist auch der jeweilige Krieg zu sehen, der auf dem Versuch einer Neuordnung Europas oder gar der Welt abzielte. An beiden Versuchen scheiterte Deutschland

Den anderen Crash – Ereignissen gingen regelmäßig wirtschaftlich positive Entwicklungen voraus, die dann ein jeweils abruptes Ende fanden.

Daraus ergibt sich die Frage: Zerstört sich ein wirtschaftlicher Aufschwung nach einer gewissen Zeit selbst?

Manches spricht für diese Annahme. So beobachtet man in Zeiten positiver wirtschaftlicher Zeiten stets auch eine inflationäre Entwicklung, man spricht sogar von natürlicher Inflationen, die den Einzelnen zwingt, sein Geld ertragsbringend anzulegen. Dies kann natürlich nur bis zu einer gewissen Grenze funktionieren.

Die interessante Frage ist: Was beendet diesen Prozess?

Gemeinsam ist allen bisher dramatischen Ereignissen (Ausnahme die verlorenen Kriege), dass eine deutliche Diskrepanz zwischen vielen weniger Verdienenden und wenigen viel Verdienenden bestand, im Landesmaßstab (DDR / Bundesrepublik), in Europa (Euro – Einführung und Folgen) oder sogar in der Welt (Finanzkrise 2008).

Strebt dieses Missverhältnis stets nach einem Ausgleich?

Versuch einer Prognose

Vom zeitlichen Ablauf her gesehen ist der nächste drastische Rücksetzer fällig.

Man kann hoffen, dass der Gipfel der aktuellen Krise bereits überschritten ist oder dass es diesmal nicht so schlimm wird.

Was spricht dafür?

Es sind bereits gewaltige Umwälzungen eingetreten. ESF - Rettungsschirm, Finanzhilfen in dreistelliger Milliardenhöhe, nationale Sparmaßnahmen sind bereits Realität.

Was spricht dagegen? Die Diskrepanz zwischen Arm und Reich besteht nach wie vor auf verschiedenen Ebenen. Möglicherweise sind noch nicht alle Risikoherde bekannt. Vielleicht wurden und werden die Gefahren unterschätzt.

Und schließlich, sollte es noch schlimmer kommen: Hat so ein Crash nicht auch positive Seiten? Die Karten werden neu gemischt. Es geht von vorne los. Wichtig vor allem: Das es ohne Krieg abgeht.

 

Michael Romahn, Oranienbaum

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