Skool Communities: Hype, Hoffnung oder heiße Luft?
Skool boomt als Plattform für Online-Communities. Doch was steckt wirklich dahinter – nachhaltiger Mehrwert oder nur ein weiterer Community-Hype?Zwischen Versprechen und Wirklichkeit
Online-Communities gelten seit Jahren als der heilige Gral für Austausch, Lernen und nachhaltige Kundenbindung. Mit Skool ist nun eine Plattform angetreten, die genau das verspricht:
- einfache Technik
- klare Struktur und
- lebendige Communities rund um
- Wissen,
- Kurse und
- Persönlichkeitsentwicklung.
Doch wie so oft bei digitalen Trends stellt sich die Frage: Handelt es sich bei Skool Communities um eine echte Weiterentwicklung – oder nur um alten Wein in neuen Schläuchen?
Dieser Artikel nimmt Skool kritisch unter die Lupe und zeigt, wo reale Chancen liegen, wo Illusionen entstehen und warum viele Communities schneller stagnieren als ihre Betreiber erwarten.
Was ist Skool – und warum ist die Plattform so beliebt?
Skool ist eine Online-Plattform, die Community-Funktionen mit Kursinhalten kombiniert. Mitglieder können Beiträge posten, kommentieren, an Diskussionen teilnehmen und parallel strukturierte Lerninhalte konsumieren. Für Creator wirkt das attraktiv: Alles an einem Ort, wenig technische Hürden, klare Benutzeroberfläche.
Der Hype um Skool Communities speist sich vor allem aus drei Faktoren:
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dem Wunsch nach engerem Austausch jenseits sozialer Netzwerke
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der Hoffnung auf stabile, zahlende Community-Mitglieder
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dem Versprechen, echte Verbindung statt oberflächlicher Likes zu schaffen
Doch genau hier beginnt das Problem.
Die große Erwartung: Plattform gleich Community?
Ein häufiger Denkfehler: Viele setzen Skool mit Community gleich. Doch eine Plattform schafft noch keine Gemeinschaft. Eine funktionierende Community entsteht nicht durch Software, sondern durch klare Ziele, Moderation, Rituale und soziale Dynamiken.
In der Praxis zeigt sich:
-
Viele Skool Communities starten euphorisch
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Nach wenigen Wochen sinkt die Beteiligung
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Inhalte werden konsumiert, aber kaum diskutiert
Die Enttäuschung ist vorprogrammiert, wenn erwartet wird, dass Technik soziale Prozesse ersetzt.
Typische Schwächen von Skool Communities
1. Zu breite Zielgruppen
Viele Communities wollen "für alle" da sein. Das Ergebnis: Niemand fühlt sich wirklich angesprochen. Ohne klare Positionierung bleibt der Austausch oberflächlich.
2. Inhalte ohne Dialog
Kurse und Beiträge allein erzeugen keine Gemeinschaft. Wenn Diskussionen nicht aktiv moderiert werden, bleibt Skool eine stille Lernplattform.
3. Fehlende Verbindlichkeit
Ohne klare Erwartungen an Mitglieder – etwa Beteiligung oder Feedback – verkommt die Community zum passiven Konsumraum.
Wo Skool wirklich punkten kann
Trotz Kritik hat Skool klare Stärken:
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einfache Bedienung
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gute Struktur für Lern-Communities
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Fokus auf Inhalte statt Ablenkung
Skool funktioniert besonders gut, wenn:
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die Community klar begrenzt ist
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Moderation aktiv statt reaktiv erfolgt
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Mitglieder wissen, warum sie da sind
Dann kann echter Austausch entstehen.
Für wen Skool Communities sinnvoll sind – und für wen nicht
Geeignet ist Skool für:
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thematisch fokussierte Gruppen
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Coaches, Trainer:innen, Expert:innen mit klarer Linie
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Menschen, die Austausch aktiv gestalten wollen
Weniger geeignet ist Skool für:
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passive Konsumenten
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rein marketinggetriebene Gruppen
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Communities ohne klares Ziel
Skool ist ein Werkzeug, kein Wundermittel
Skool Communities sind weder per se schlecht noch automatisch erfolgreich. Sie sind ein Werkzeug – nicht mehr und nicht weniger.
Wer bereit ist, Zeit, Struktur und echte Beziehungspflege zu investieren, kann mit Skool eine wertvolle Community aufbauen. Wer hingegen glaubt, eine Plattform ersetze Haltung, Moderation und Verantwortung, wird schnell Ernüchterung erleben.
Der Hype um Skool wird sich legen. Was bleibt, sind die Communities, die verstanden haben: Gemeinschaft entsteht nicht durch Technik – sondern durch Menschen.
Communities erfolgreich aufbauen: Ein Einsteige... | Mastering Memberships with Skool: Build, Scale,... | The skool book: Strategies, tools and practical... |
Nische, Zielgruppe, Thema: Die Basis der Basis
Bevor überhaupt über Technik, Plattform oder Features gesprochen wird, sollte eine andere Frage geklärt sein: Warum willst du eine Skool Community gründen – und wozu?
Eine Community nur deshalb zu starten, um eine Community zu haben, ist erfahrungsgemäß selten von Erfolg gekrönt. Noch häufiger fehlt dabei die innere Motivation, langfristig dranzubleiben – besonders dann, wenn die anfängliche Euphorie abflacht und weniger Resonanz kommt als erhofft.
Aus meiner Sicht braucht es vor allem eines: ein echtes Bedürfnis, etwas weiterzugeben.
Wissen, Erfahrung, Perspektiven oder Prozesse, die nicht nur konsumiert, sondern geteilt werden wollen. Auffällig ist, wie oft Menschen sagen: "Ich würde gern eine Skool Community gründen, aber ich weiß nicht, zu welchem Thema."
Das ist kein Startpunkt – sondern ein Warnsignal.
Denn wenn es kein Thema gibt, für das dein Herz brennt, kein Bereich, in dem du wirklich etwas beitragen kannst und willst, dann ist eine Community vermutlich der falsche Spielplatz. Communities leben nicht von Konzepten, sondern von innerem Antrieb.
Wer unsicher ist, sollte sich Zeit nehmen und zu den Basics zurückkehren:
- Was kannst du?
- Was interessiert dich wirklich – auch dann, wenn niemand zuschaut?
- Welche Erfahrungen, Fragen oder Einsichten begleiten dich seit Jahren?
Sinnvoll ist es, diese Punkte klar zu sammeln – etwa zu den Themen eigene Fähigkeiten und echte Interessen – und dabei weniger dem Markt, sondern mehr der eigenen Intuition zu folgen.
Erst wenn diese Grundlagen klar sind, lohnt es sich, über Plattformen wie Skool nachzudenken. Alles andere ist meist Aktionismus – und der trägt keine Community.
Warum ich sogar 2 Communities gegründet habe
Weil ich schon zu Beginn dieses Jahrtausends ein eigens Forum betrieben hatte - und dies dann nach einem Hackerangriff und persönlichen Themen, auf Eis gelegt hatte - danach habe ich mich in Xing Gruppen ausgetobt.
Danach wechselte ich zu Facebook - und als Xing die Gruppen flächendeckend schloss, begann ich wieder ein eigenes Forum, welches mich aber nicht wirklich befriedigte. Anfang 2025 bat mich eine liebe Bekannte, ihr bei der Administration ihrer neuen Skool Community zu unterstützen - und ich fing Feuer.
Mitte 2025 wurden dann die sogenannten "Hobby Communities" gelauncht - und ich schlug sofort zu und gründete meine
Human Design Deep Dive Mastery
die mittlerweile 100+ Mitglieder und eine gute Beteiligung der Mitglieder aufweist. Aufgrund eines Workshops hatte ich dann Lust, eine weitere zu gründen - speziell für Scanner Persönlichkeiten:
Wenn du also Lust hast, dir mal eine Skool Community an zu schauen - komm in eine meiner - und schau dir an, wie das Ganze so funktioniert.
Bildquelle:
ChrisTina Maywald
(Die 3 grössten Lügen im Network Marketing)
ChrisTina Maywald
(Internet Marketing)



