Ursprung - wo und wann wurde der Spargel entdeckt und genutzt

Spargel mag es gerne warm. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass als Ursprungsregionen Algerien, Vorderasien, sowie Süd- und Mitteleuropa genannt werden.

In Ägypten war diese Pflanze schon vor 4.500 Jahren als essbares Gemüse sehr geschätzt. Die Griechen und die Römer verwendeten den Spargel auch als Heilpflanze. Der griechische Arzt Hippokrates erwähnte die Heilpflanze "Asparagus" erstmals um etwa 460 v. Chr.

Dem Spargel wird in erster Linie eine harntreibende und blutreinigende Eigenschaft zugeschrieben. Im Mittelalter sagte man ihm auch heilende Wirkung nach bei Rheumatismus, Gicht, Gelbsucht und Nieren- und Leberleiden. Außerdem sollte der Spargel sowohl empfängnisverhütend, als auch potenzfördernd sein. Im Mittelalter wurde der Spargel deshalb auch weniger wegen seines feinen Geschmacks, sondern vielmehr wegen seiner Heilkräfte von der Bevölkerung verzehrt.

Auch die Griechen schätzten den Spargel bereits vor etwa 2.000 Jahren als natürliches Mittel, um den Körper zu entschlacken.

Bis heute hat der Spargel es jedoch nicht geschafft, als Grundnahrungsmittel angesehen zu werden. Der Grund ist ganz einfach. Vor allem im Mittelalter, als die Menschen körperlich schwer arbeiteten, konnte der Spargel nicht genügend Kalorien liefern. Nur etwa 13 kcal ist der Energiegehalt pro 100 Gramm.

weitere Fakten rund um den Spargel

Gestochen, und zwar immer mit der Hand, wird der Spargel in der Zeit von Mitte April bis zum 24. Juni, dem Johannistag. Der Johannistag ist der Tag der Sommersonnenwende, aber auch der Lostag, welcher im Bauerntum eine feste Bedeutung hat. Nach dem 24. Juni wird kein Spargel mehr gestochen, damit die Pflanzen genügend Zeit haben, sich bis zur nächsten Ernte zu erholen.

Der Wurzelstock des Spargels, der im Übrigen eine Staude ist, befindet sich etwa 35 Zentimeter unter der Erdoberfläche. Eine gut gepflegte Spargelpflanze bringt es immerhin bis auf etwa 8 bis 10 Jahre.

Bei guten Bedingungen kann der Spargel bis zu 7 cm pro Tag wachsen, was durchaus keine Seltenheit ist.

Spargel gibt es in drei Farben. Weiß, violett und grün. An diesen Farben kann man erkennen, in welcher Wachstumsphase der Spargel gestochen wurde.

Weiß
Der Stich erfolgt, bevor die Spargelspitze die Erdkruste nach oben durchbricht. Das Fehlen des Sonnenlichts sorgt für die weiße Farbe. Der weiße Spargel hat ein sanftes Aroma.

Violett
Der Stich erfolgt, nachdem die Spargelspitze die Erdkruste nach oben durchbrochen hat. Die Sonneneinstrahlung sorgt dafür, dass der Spargel an den Spitzen seine leicht violette Färbung erhält. Geschmacklich ist der violette Spargel etwas würziger als der weiße Spargel.

Grün
Diese Sorte wird nicht, wie die beiden anderen Sorten, in Erdwällen angebaut. Das Wachstum findet vorwiegend über der Erde statt. Dadurch ist der Spargel mit seiner ganzen Länge dem Sonnenlicht ausgesetzt, was auch seine grüne Farbe erklärt. Grünspargel wird geerntet, wenn er 20 bis 25 cm aus der Erde herausragt. Da es sich um eine andere Sorte handelt, als bei dem weißen und violetten Spargel, hat der Grüne einen dünneren Stengel. Allerdings braucht man beim Grünspargel nur etwa das untere Drittel zu schälen. Geschmacklich ist diese Sorte herzhafter, würziger und insgesamt kräftiger als seine beiden Artgenossen.

Übrigens: Der Pro-Kopf-Verbauch in Deutschland liegt bei ca. 1,1 KG im Jahr.

 

wie man ihn zubereitet

Ist der Spargel eingekauft stellt sich die Frage, sofort zubereiten, oder erst später. Möchte man ihn lagern, so ist das durchaus für bis zu drei Tagen möglich. Der Spargel sollte dunkel und möglichst nahe an 0° Celsius aufbewahrt werden. Damit er nicht austrocknet, ist es ratsam, den Spargel in ein feuchtes Tuch einzuwickeln.

Die Zubereitung
Zunächst das Schälen.
Grundsätzlich wird immer vom Kopf nach unten geschält. Den weißen und violetten Spargel nicht zu dünn schälen, sonst könnte es holzig schmecken. Der grüne Spargel braucht nur im unteren Drittel geschält zu werden. Zum Schälen kann man ein normales Küchenmesser, als auch ein spezielles Spargel-Schälmesser verwenden.

Die klassische Zubereitung ist immer noch das Kochen. Dazu gibt man neben Salz auch etwas Zucker sowie einen Spritzer Zitronenwasser mit in das Kochwasser. Der Zucker mildert etwas den bitteren Geschmack. Als weitere Verfeinerungen wird auch gerne etwas Weißwein und Muskat zugegeben.
Damit das Entnehmen nach dem Kochen nicht zu beschwerlich wird, sollte man den Spargel mit einem Bindfaden in Bündel bis zu 10 Stangen zusammenbinden. Die Kochzeit sollte 15 - 20 Minuten nicht überschreiten. Bei grünem Spargel jedoch nur 10 - 15 Minuten.
Auf jeden Fall sollte der Spargel immer etwas Biss haben. Eine zu lange Kochzeit führt dazu, dass der Spargel wässerig und geschmacklos wird.

Wem der Spargel gekocht nicht mundet, kann auch auf andere Zubereitungsarten zurückgreifen.
Braten, backen, grillen, einlegen oder einfach nur roh. Der rohe Verzehr ist jedoch nur mit dem grünen Spargel wirklich empfehlenswert.

Inhaltsstoffe
Kalorienmäßig gibt der Spargel nicht viel her, was ihn natürlich für diätbewußte Konsumenten sehr attraktiv macht. 13 kcal auf 100 gr. stecken drin.

Weiter enthalten sind etwa 1% Ballaststoffe, die verdauungsfördernd wirken.

An Vitaminen sind enthalten B1, B2, C und E.

An Mineralien sind enthalten Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen.

Besonderheiten
Ein Enzym bei etwa 50% der Menschen kann dafür sorgen, dass der Geruch des Urins sich nach dem Genuss des Spargels verändert. Es handelt sich hier um eine Freisetzung von Schwefelverbindungen, die den etwas strengen Geruch hervorrufen. Allerdings ist dies wissenschaftlich nicht belegt und auch kein Grund zur Besorgnis.

 

Guten Appetit

 

Autor seit 5 Jahren
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