Was gehört auf keinen Fall in die Spülmaschine?

Damit nichts falsch gemacht werden kann, sollten Pflegehinweise der Hersteller in der jeweiligen Gebrauchsanleitung und an Küchengegenständen angebrachte Piktogramme stets beachtet werden.

Auf keinen Fall ist altes Porzellan für die Spülmaschine geeignet, denn Goldränder oder Dekore lösen sich im Laufe der Zeit ab. Auch Geschirr mit Holzelementen, zum Beispiel Frühstücksbrettchen oder Messer mit Holzgriff, gehören nicht in die Spülmaschine, weil sich durch die hohen Temperaturen der Leim auflöst. Dadurch entstehen Ritzen, in denen sich Bakterien vermehren können.

Auch Silber - mit Ausnahme von Besteck in einem Extrafach des Besteckhalters -, Kupfer, Messing, Zinn und Bronze gehören ebenso wenig in die Spülmaschine wie hochwertige Messer, weil deren Klingen durch den Gebrauch von Geschirrspülmittel stumpf werden.

Küchengeräte oder Teile von Töpfen aus nicht legiertem Aluminium sind meist ebenfalls nicht geeignet für Spülmaschinen. Bei Kontakt mit Säuren und Laugen reagiert deren Material mit einer Veränderung der Oberfläche und werden mit einem Rostfilm überzogen.

Pfannen mit einer Antihaft-Beschichtung sollten nur in der Spülmaschine gereinigt werden, wenn das der Hersteller empfiehlt. Übrigens wirkt die Beschichtung einer Teflon-Pfanne nur mit einem dünnen Fettfilm optimal. Nach einer Maschinenwäsche sollte dieser Fettfilm durch leichtes Einreiben mit gutem Öl wieder erneuert werden.

Geschirr aus weißem Porzellan verträgt eine Reinigung in der Spülmaschine. Porzellan mit Dekor sollte "spülmaschinenfest" oder "spülmaschinengeeignet" sein. Dieser Hinweis bedeutet, dass die Farben bei der Herstellung mit der Glasur verschmolzen oder fest auf die Glasur gebrannt werden, sodass die Reinigung in der Spülmaschine der Farbintensität nichts oder erst nach sehr vielen Spülgängen etwas anhaben kann.

Auch Thermoskannen und -becher eignen sich nicht für maschinelles Spülen. Grund dafür sind hier die Reinigungsmittel. Sie können die Dichtungen angreifen - und eine Thermoskanne, die nicht mehr gut abgedichtet ist, hält ihren Inhalt nicht richtig warm (oder kalt).

Plastikteile 

Bei einem normalen Waschgang in der Maschine bei 50 bis 60 Grad schmelzen in der Regel keine Plastikteile. Wer befürchtet, dass sein Plastikgeschirr in der Maschine zerfließen könnte, sollte es ins obere Fach packen, weil es dort nicht so warm ist wie in der "unteren Abteilung". Im Zweifelsfall sollte auch hier auf die Empfehlung des Herstellers geachtet werde

Damit Plastikgeschirr wie das übrige Geschirr ordentlich trocknet, wird empfohlen, nach dem Ende eines Spülgangs die Tür noch einige Minuten offenstehen zu lassen. 

Spülmaschinenfest oder spülmaschinengeeignet?

Die Aussage des Herstellers, ein Teller oder Besteck sei spülmaschinenfest, richtet sich nach genau definierten und auch erfüllten Kriterien. Spülmaschinenfeste Teile haben ein Symbol aufgedruckt oder eingeprägt, das einen Wasserstrahl und eine Zahl darüber zeigt. Die Zahl oberhalb der Wasserstrahlen gibt die maximale Anzahl unbeschadet überstandener und nach DIN-Normen getesteter Spülzyklen wieder. 

Anders verhält es sich mit dem Begriff "spülmaschinengeeignet". Wer kein Germanist ist, versteht beide Worte als Synonym. Aber weit gefehlt, denn für "spülmaschinengeeignet" gibt es keine allgemeingültigen Kriterien. Deswegen gibt es für "spülmaschinengeeignet" auch kein einheitliches Piktogramm auf dem Geschirr.

Es ist nur ein von Herstellern geprägtes Kennzeichen, das diese aus ihrer Erfahrung heraus für Geschirr und Küchenutensilien vergeben. Verlassen sollte man sich nicht unbedingt darauf.

Das richtige Einräumen der Spülmaschine

Plastik muss immer oben in den Korb der Maschine einsortiert werden, weil die Hitze oben geringer ist als im unteren Bereich. Oben verformen sich Plastikteile kaum und die Farbe bleicht nicht aus.

Nur voll beladene Spülmaschinen sparen Wasser, Strom und Reinigungsmittel, aber die Maschine muss immer so eingeräumt werden, dass alle Geschirrteile von den Wasserstrahlen erreicht werden.

Vor dem Befüllen der Maschine sollten grobe Speisereste entfernt werden. Ein Vorspülen ist aber nur bei hartnäckigen, eingebrannten Verschmutzungen in Töpfen oder Pfannen erforderlich.

Alle Teile müssen so in der Maschine platziert werden, dass die weder wackeln noch ineinander verkeilt sind.

Für das schmutzige Besteck und Kleinteile ist extra ein Besteckkasten oder, je nach Modell, eine Besteckschublade vorgesehen. Sicherer ist es, Messer und Gabeln mit der scharfen oder spitzen Seite nach unten in den Kasten zu stellen, um Verletzungen beim Herausnehmen zu vermeiden; sauberer wird das Besteck aber andersherum. Entscheiden Sie, ob Ihnen Sicherheit oder Hygiene vorgeht.

Probieren Sie vor dem Einschalten des Geschirrspülers aus, ob die Sprüharme frei laufen können.

Die richtigen Reinigungsmittel

Geschirrspüler brauchen drei Mittel für eine gründliche Reinigung: Salz, Reinigungsmittel und Klarspüler. Die Mittel müssen in die vorgesehenen Kammern der Spülmaschine gefüllt werden. Salz und Klarspüler halten bei täglicher Nutzung mehrere Wochen; das Reinigungsmittel wird bei jedem Spülgang dazugegeben.

Essig und Handspülmittel gehören auf keinen Fall als Ersatzmittel in die Spülmaschine.

Das Spülmaschinensalz

Das Spülmaschinensalz ist für den Ionentauscher der Spülmaschine wichtig, der die Calcium- und Magnesium-Ionen im Spülwasser bindet. Ansonsten gäbe es deutliche Kalkrückstände auf Besteck und Gläsern. Die Salzdosierung muss entsprechend des örtlichen Wasserhärtegrades an der Maschine eingestellt werden.

Reinigungsmittel

Das Reinigungsmittel löst Fett und Schmutz vom Geschirr. Der Handel bietet Tabs, Gelkissen oder Reiniger in Pulverform an. In einem Vergleichstest der Stiftung Warentest schnitten klassische Geschirrspültabs deutlich besser ab als Gelkissen.

Klarspüler

Der Klarspüler verhindert Kalkflecken und sorgt für Glanz auf Geschirr und Gläsern. Die Dosierung lässt sich ebenfalls an der Maschine einstellen. In Regionen mit sehr weichem Wasser kann bisweilen auf die Zugabe von Klarspüler verzichtet werden.

Multitabs

Sogenannte Multitabs vereinigen die Klarspül-, Salz- und Reinigungsfunktion in einem Produkt. Für den Betrieb mit Multitabs haben moderne Geschirrspüler eine spezielle Tabtaste, die gedrückt werden sollte. Bei anderen Geräten sollten die Salz- und Klarspüldosierung auf die niedrigste Stufe eingestellt werden.

Gute Spülergebnisse lassen sich mit Multitabs aber nur bis zu einer Wasserhärte von 21 Grad erzielen. Der Preisvergleich zeigt: Multitabs sind nur etwas teurer als die Einzelbefüllung mit Pulver, Salz und Klarspüler.

Die wichtigsten Tipps noch einmal in Kurzform

  • Vor dem Spülgang grobe Speisereste in den Abfall entsorgen.
  • Ein Vorspülen ist äußerst selten notwendig.
  • Eine Überdosierung der Reinigungsmittel bringt keinen besseren Reinigungserfolg, schadet aber der Umwelt.
  • Essig ist kein Ersatz für den Klarspüler und Handspülmittel für die Maschine völlig ungeeignet.
Autor seit 6 Jahren
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