Anbau von Stangenbohnen

Eine Aussaat im humosen Boden zweiter Tracht, mit einer Düngung aus Stallmist im Vorjahr, bietet ihnen gute Bedingungen. Für eine optimale Durchlüftung des Erdreiches ist ein tiefes Einarbeiten von Mist oder auch von Kompost im Herbst vor dem Anbaujahr empfehlenswert. Vor der Aussaat ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, muss ein Klettergerüst für die wuchsfreudigen Pflanzen gebaut werden. Ähnlich einem Wigwam stellt man Stangen auf oder spannt Schnüre beziehungsweise ein Kletternetz an einem Rahmen. Die Kletterhilfen sollten sehr stabil stehen, das Gewicht der ausgewachsenen Bohnenpflanzen und auch der Wind sind enorme Belastungen, denen sie standhalten müssen. Größere Mengen Stangenbohnen baut man in Reihen an, dabei überkreuzt man die gegenüberstehenden Stangen der beiden Beetseiten und befestigt sie mittels einer Querstange für besseren Halt. Im Abstand von 40cm steckt man Stangen auf den Reihen und sät nach dem Gerüstbau um die Stange herum je 10 Samen in einer Tiefe von 8cm. Nach dem Aufgang der Saat ist regelmäßiges Hacken und Unkrautbekämpfung gut für die Entwicklung der Pflanzen. Die Ernte sollte vorsichtig erfolgen, mit beiden Händen wird gepflückt, wobei eine Hand die Ranke hält um sie nicht zu verletzen. Stangenbohnen bringen ergiebige Ernten, etwa 4 mal mehr Bohnen als Buschbohnen. Wer die Ernte der Stangenbohnen verfrühen möchte, kann den Tipps unter diesem Link folgen.

Ernährungsphysiologischer Wert von Stangenbohnen

Wertvolles pflanzliches Eiweiß, Kohlenhydrate und Ballaststoffe sind in Bohnen enthalten. Vor dem Verzehr sollten sie unbedingt gekocht werden, da in ihnen auch Lektine vorkommen, die beim Kochen zerstört werden. 100g Bohnen entsprechen einem Brennwert von nur 25kcal oder 106kJ. Vitamine A, E, C und Vitamine der B-Gruppe sind ebenso enthalten wie die Aminosäuren Methionin und Lysin. Die wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente Magnesium, Phosphor, Kalium und Kalzium bringen für die gesunde Ernährung viele Vorteile.

Rezept für saure Bohnen

  • 1 kg frische ganze Bohnen
  • 1250 ml Wasser
  • 250 ml Essig
  • 60 g Zucker
  • eine Handvoll Salz
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Teelöffel Senfkörner
  • 2 Teelöffel Pfefferkörner schwarz
  • 1 Lorbeerblatt

In einem großen Topf kocht man Wasser, Zucker, Essig und Salz auf zu einer Würzbrühe, in die dann die in Scheiben geschnittene Zwiebel, Senfkörner, einige Pfefferkörner und ein Lorbeerblatt gegeben werden. Die inzwischen gewaschenen und geputzten ganzen Bohnen fügt man zu und kocht sie in dem Würzsud bissfest, das heißt etwa 15 Minuten, und lässt sie danach in der Brühe abkühlen. Im Kühlschrank aufbewahrt halten sie ähnlich sauren Gurken im Sud etwa eine Woche, sie können allerdings nach dem selben Rezept auch in Gläsern sterilisiert werden. Serviert bei Grillparties oder zu kurzgebratenem Fleisch und Kartoffelsalat sind die sauren Bohnen sehr zu empfehlen.

 

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Immortelle, am 29.07.2013
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Bildquelle:
Heike Nedo (Pfirsichbaum pflanzen, schneiden und pflegen)

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