1966 schaffte Gene Roddenberry eine Fernsehserie, die sich über Jahrzehnte hinweg als Kult etablierte. Insgesamt sechs Science-Fiction-Serien, sowie derzeit elf (ab 2012 zölf) Kinofilme und eine Vielzahl an Romanen basieren auf die von Roddenberry geschaffene Star Trek Ära. Heute gilt Star Trek als eine der populärsten Errungenschaften der Science-Fiction-Unterhaltung.

Ungeachtet des enormen Unterhaltungswertes, welchen Star Trek bietet, wird der Klassiker sowohl in kulturellen, als auch in technischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen immer und immer wieder zitiert.

Was macht Star Trek so besonders?

Das Besondere an Star Trek findet sich sowohl in der Idee als auch in dem Konzept und in dessen Umsetzung wieder. So spielt Star Trek in einer utopischen Zukunft, die von enormen technischen und sozialen Fortschritten geprägt ist. Bei den Hauptcharakteren von Star Trek handelt es sich um Besatzungsmitglieder auf Raumschiffen oder Raumstationen. Diese Besatzungsmitglieder zählen zur militärischen und wissenschaftlichen Sternenflotte. In Star Trek hat die Menschheit die meisten, heute aktuellen, Probleme – Rassismus, soziale Ungleichheit, Armut, Krieg etc. - überwunden. Auch das Geld hat in Star Trek keinen Stellenwert mehr. So kann die Menschheit in Star Trek als globale Einheit bezeichnet werden, die nicht mehr nur die Erde bewohnt, sondern gleichzeitig auch andere Planeten. Ziel der Menschheit in Star Trek ist die friedliche Koexistenz mit anderen Lebewesen des Universums.

 

Um die Ziele zu erreichen schloss sich die Menschheit im Jahr 2161 mit zahlreichen anderen Spezies zur Vereinigten Föderation der Planeten zusammen. Als Leitmotiv gilt die friedliche Erforschung anderer Spezies und dessen Welten. Dennoch gilt es zu erwähnen, dass die Menschheit, sowie alle anderen Mitglieder der Föderation, von weiteren Spezies, mit oft imperialistischen Motiven, bedroht wird. Diese Umstände führen zu neuen Kriegen.

 

Mit Star Trek versuchte Gene Roddenberry seine Visionen einer friedlichen Zukunft an die Gesellschaft zu übermitteln.

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Star Trek und die Wissenschaft

Star Trek ist geprängt von einer Vielzahl an komplexen fiktionalen Technologien, als Beispiele an dieser Stelle etwas das Beamen oder der Warp-Antrieb. Sämtliche Star Trek Technologien werden damit jedoch stets transparent für den Zuschauer erklärt, wodurch alles in sich logisch erscheinen soll. In dem Buch "Die Physik von Star Trek" suchte der Autor Lawrence M. Krauss nach denkbaren Lösungsansätzen für die Umsetzung der Star Trek Technologien.  

Auch unsere deutschen Wissenschaftler setzen sich mit Star Trek auseinander, so zum Beispiel Hubert Zitt oder Metin Tolan.

Robert Alexy, einer der wichtigsten, deutschen Rechtsphilosophen, beschäftigte sich in seinem Vortrag "Menschenrechte für Data" aus sozialwissenschaftlicher und rechtsphilosophischer Sicht mit Star Trek.

Gesellschaftliche Auswirkungen von Star Trek...

Man kann davon ausgehen, dass Star Trek die erste Fernsehserie weltweit war, die es geschafft hat, eine Vielzahl an Fans zu einer Gemeinschaft zusammenzuschweißen. So rekrutierten sich aus bereits bestehenden Science-Fiction-Fanclubs die "Trekkis" zu einer eigenständigen Fangemeinde. Dank dieser Umstände und der Erfahrungen aus vorherigen Fanclubs konnte durch eine großangelegte Briefkampagne das vorzeitige Absetzen der ersten Serie verhindert werden.

 

In den darauffolgenden Jahren etablierte sich der Fanzusammenschluss weitesgehend unabhängig von den organisierten Science-Fiction-Fans. Denn diese sahen Star Trek nicht als Science Fiction an. Grund dafür war die Tatsache, dass Roddenberry mit Star Trek keine fiktiven Technologien fokussierte sondern viel mehr gesellschaftliche Zustände. Die angesprochenen gesellschaftlichen Zustände zogen weitere Fans an, die sich von Grund auf von den Science-Fiction Fans unterschieden, darunter auch zahlreiche Frauen.

Ab 1967 publizierte die Star Trek Fangemeinschaft Fanzines. Ab dem Jahr 1972 folgten dann auch großangelegte Conventions. Der Erfolg blieb keineswegs aus. Denn aufgrund des enormen Ansturms und der sichtlich angetanen Gemeinschaft mussten die Conventions ab dem Jahr 1974 in unterschiedliche Veranstaltungen aufgeteilt werden.

 

Die Fangemeinschaft war von Star Trek so sehr angetan, dass ungefähr 400.000 Briefe an die NASA geschrieben wurden – alle mit der gleichen Bitte – ein Space Shuttel auf den Namen "Enterprise" zu taufen. Die Realisierung dieses Wunsches erfolgte im Jahr 1976.

 

Noch heute treffen sich die Fans auf Conventions. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an eingefleischten Fans, die eine Veranstaltung in aufwändigen Kostümen – der Serie entsprechend – verbringen. Andere Fans sind sogar bereit, eine Hochzeit nach klingonischen Ritualen zu praktizieren und die klingonische Sprache zu sprechen.

Star Trek Serien

1966 – 1969 Raumschiff Enterprise (Star Trek)

1973 – 1974 Die Enterprise (Zeichentrickserie) (Star Trek: The Animated Series)

1987 – 1994 Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (Star Trek: The next Generation)

1992 – 1999 Star Trek: Deep Space Nine (Star Trek: Deep Space Nine)

1994 – 2001 Star Trek: Raumschiff Voyager (Star Trek: Voyager)

2001 – 2005 Enterprise (Enterprise) [ab 2003 Star Trek: Enterprise]

Star Trek Filme

1979 Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture)

1982 Star Trek II: Der Zorn des Khan (Star Trek II: The Wrath of Khan)

1984 Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (Star Trek III: The Search for Spock)

1986 Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (Star Trek IV: The Voyage Home)

1989 Star Trek V: Am Rande des Universums (Star Trek V: The Final Frontier)

1991 Star Trek VI: Das unentdeckte Land (Star Trek VI: The Undiscovered Country)

1994 Star Trek: Treffen der Generationen (Star Trek Generations)

1996 Star Trek: Der erste Kontakt (Star Trek: First Contact)

1998 Star Trek: Der Aufstand (Star Trek: Insurrection)

2002 Star Trek: Nemesis (Star Trek Nemesis)

2009 Star Trek (Star Trek)

 

Quelle (Vorschaubild): Gerd Altmann/pixelio.de

 

Autor seit 6 Jahren
133 Seiten
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