Geld (Bild: Henry. / Flickr)

Sternchen statt Geld - Ersatzwährungen im InternetEs ist schon verwunderlich, wie sich Geschichte wiederholt. Und alle machen mit. Vermutlich werden es erst Historiker sein, die im Nachhinein erklären, wo früher erstaunlicherweise Unrecht geschehen ist. Die direkt Beteiligten wissen es meist nicht. Denn schlau sind sie erst hinterher. Aber dann ist es zu spät.

Mächtige, die durch Technik, Wissen oder Dreistigkeit überlegen sind, übervorteilen eine breite Basis, die ungerechte Tauschbeziehungen eingeht.

Ein paar Beispiele:

Gegen Glasperlen und billigen Fusel trieben die europäischen Entdecker und Eroberer regen Handel mit Indianern in Nord- und Südamerika. Nicht selten war Gold Tauschgegenstand, meist aber Felle von Bibern, Ottern und Nerzen.

In der Türkei verkaufen derzeitig Bauern das Land, von dem sie leben, an die Regierung. Sie werden zwangsenteignet und mit minimalen Geldbeträgen entschädigt, weil sie ehrgeizigen Staudammprojekten weichen müssen. sie verlieren das Land, das sie ernährt, ziehen in die Stadt und reihen sich ein in die Schlange der Arbeitslosen, für die es dort keine Jobs gibt.

Heute tun wir gerne so, als wären wir schlauer. Als hätte uns die Geschichte gelehrt, vorsichtig zu sein, wenn uns überlegene Tauschpartner Dienste anbieten und uns zum Handel anregen. Oder es sind entlegene Winkel der Erde, in denen die Menschen sich nicht gut genug auskennen und deshalb Betrug nicht merken, wenn sie darin verwickelt werden. So weit entfernt, dass es uns kaum betreffen kann.

Auf Glasperlen würden wir nicht mehr hineinfallen!

Die Indianer bewerteten das goldene Metall als weniger wertvoll als die glitzernden Glasperlen. Gold hatten sie einiges, aber Glas hatten sie noch nie zuvor gesehen. Sie wussten nicht, wie leicht und billig es herzustellen ist.

Ich bin überzeugt davon, dass heute Menschen in Deutschland Tag für Tag etwas außerordentlich wertvolles eintauschen gegen wertlosen Nippes. Im Gegensatz zu den Indianern haben sie dabei nicht einmal etwas in den Händen. Auch sie haben zu wenig Ahnung von dem, was sie tun und halten das, was sie tun, für eine sinnvolle Sache.

Im Internet haben sich Bewertungsmöglichkeiten in Form von Punkten und Sternen zu einer Art Ersatzwährung entwickelt. Unzählige Hobby-Autoren schreiben in ihrer Freizeit über Produkte, Rezepte, Reisen, Erlebnisse. Ihre Veröffentlichungen würden ganze Buchbände füllen.

Was sie dabei erarbeiten ist das, was zu dem wertvollsten im Internetbusiness zählt: Unique Content - einzigartige und einmalige Inhalte.

Unique Content ist der Stoff, weswegen Besucher über Suchmaschinen Webseiten aufsuchen. Unique Content macht Werbung in der gleichen Sparte sinnvoll und teuer. Auf fast allen Webseiten lässt sich damit gutes Geld verdienen. Und alles, was die Autoren erhalten, sind Punkte und Sterne. In virtueller Form, nicht zum Anfassen wohlgemerkt!

Sie schreiben in ihrer Freizeit und freuen sich über Aufmerksamkeit. Und über die Anerkennung in Form von Bewertungspunkten oder Sternen.

Warum sollte man sich darüber aufregen? Sie tun es freiwillig und sind damit zufrieden. Viele Ureinwohner waren auch zufrieden mit ihren Glasperlen und beschwerten sich nicht. Gerechter wird die Sache dadurch noch lange nicht.

Wahrscheinlich können viele von uns auch heute noch nicht die Perspektive einnehmen, aus der dieser Handel ungererecht erscheint. Mit Sicherheit werden die Historiker genau das können.

Die Deutschen sparen, wo sie können, aber auf zusätzliche Einnahmen wird bedingungslos verzichtet.

Ich persönlich bin schon heute froh, dass es, im Gegensatz zur großen Masse, solche Dienste gibt, die ihre fleißigen Autoren an den Werbeeinnahmen beteiligen. Eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen, die ohne die fleißigen Autoren gar nicht erst entstanden wären.

Neben Pagewizz, worauf Sie sich gerade befinden, sind das:

yigg

Ein sozialer Newsdienst. Dort können Sie Lesezeichen auf interessante Webseiten setzen und Neuigkeiten bekannter machen. Aber auch längere, eigene Artikel können veröffentlicht werden. Sie können Ihre Goole-Adsense-Kennung angeben, dann wird ein gewisser Prozentsatz der Werbeblöcke mit Werbung gefüllt, an denen Sie verdienen.

infopirat

Yigg sehr ähnlich. Eine eingeschworene Gemeinschaft auf Beutezug, um die besten News im Netz zu präsentieren.

scoop

Ein Portal aus Österreich, ähnlich wie Yigg und infopirat. Sie können aktuelle Neuigkeiten verbreiten und an Werbung über Ihre Google-Adsense-ID mit verdienen. Es lohnt sich, über Deutschland hinweg auch im deutschsprachigen Österreich PR für eigene Homepages oder für eigene Beiträge auf Pagewizz zu werben.

pageballs

Pageballs ist Pagewizz ähnlich, bietet aber weit weniger Funktionen. Auch beim Layout muss man Abstriche machen: Pagewizz erlaubt zwei Spalten und Pageballs nur eine. Aber gerade für Einsteiger ist Pageballs eine gute Spielwiese, um erste Erfahrungen zu sammeln. Es ist kein eigenes Adsense-Konto notwendig, um Geld zu verdienen. Leider ist schlecht nachvollziehbar, wie Einnahmen entstehen.

Für welche Plattform Sie sich auch entscheiden - ab sofort lassen Sie sich nicht mehr mit wertlosen Sternchen abspeisen. Von nun an bekommen Sie ein großes Stück von dem Kuchen, den Sie selbst gebacken haben! Vielleicht liest man sich bald - unter Autorenkollegen hier auf Pagewizz.

Beteiligung an den Werbeeinnahmen - wichtig oder unwichtig.
textpressi, am 04.03.2010
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