Ist unser Körper einer belastenden Situation oder andauerndem Stress ausgesetzt, kann sich das negativ auf die Gesundheit auswirken. In solchen Situationen schüttet der menschliche Körper Hormone wie das bekannte Adrenalin aus und reagiert mit einer gesteigerten Herzfrequenz. Es sollte klar sein, dass dieser Zustand auf Dauer nicht gesundheitsfördernd ist. In diesem Beitrag soll erläutert werden, was Stress eigentlich ist und wie man ihn – wenn er sich schon nicht von vorne herein vermeiden lässt, am besten bewältigen lässt.

Wie entsteht Stress?

Stress ist unvoreingenommen gesehen, erst einmal gar nichts Negatives. Stressreaktionen wie die bereits genannte Produktion des Hormons Adrenalin sowie das Steigern der Puls- und Herzfrequenz versetzt den Körper sozusagen in Kampfstellung und schärft die Sinne. Diese Reaktionen dienen dazu, in Gefahrensituationen schneller reagieren zu können. So betrachtet ist Stress sogar etwas Positives, denn die körpereigenen Stressreaktionen bewahren uns davor, in Gefahrensituationen zu langsam zu reagieren. Vor einigen Tausend Jahren waren diese Reaktionen sogar lebensnotwendig. Heute ist es nicht mehr die Jagd oder die Begegnung mit wilden Tieren, die uns in Stresssituationen versetzt. Heute sind es ganz andere Dinge: Das können zum Beispiel Termindruck oder emotionale Probleme sein, aber auch die unangenehme Begegnung mit Kunden, Geschäftspartnern oder Vorgesetzten sein.

Stress kann anspornen, aber auch ausbremsen

Während die einen durch solche Stresssituationen angespornt werden, belasten sie andere stark – vor allem, wenn die Stressbelastung über einen längeren Zeitraum anhält. Wir aus einer Stresssituation ein chronischer Stress, so kann sich das negativ auf den Körper auswirken – Herz-Kreislauf- sowie Immunsystem können geschwächt werden. Betroffene berichten von einem regelrechten seelischen und körperlichen Erschöpfungszustand, der das alltägliche Leben mit den kleinsten Herausforderungen unüberwindbar scheinen lässt. In diesem Falle sprechen Experten von einem Burnout. Auch wenn es so scheint, als sei Burnout eine Art Trend-Erkrankung, so ist doch anzumerken, dass die Anforderungen der heutigen Zeit deutlich gestiegen sind – der Begriff "Leistungsgesellschaft" beschreibt das recht anschaulich. Der sicherste Weg einer solchen Überbelastung aus dem Weg zu gehen, ist natürlich, Stress erst gar nicht aufkommen zu lassen. Dass das jedoch selten möglich ist, wissen wir alle aus dem alltäglichen Leben. Umso wichtiger ist es also, mit dem aufkommenden Stress umzugehen und ihn effektiv zu bewältigen uns so chronischen Stress zu verhindern, bevor Körper und Seele Schaden nehmen.

Stress bewältigen bedeutet entspannen

Ruhig und besonnen leben – das raten viele Ärzte und Therapeuten. "Das ist ja leicht gesagt", werden jetzt viele rufen. Ja, es ist leicht gesagt aber bei weitem nicht so leicht umgesetzt. Für jemanden, der fest im Berufsleben steht und pro Woche weit mehr als 40 Stunden arbeitet, dabei noch Zeit für Familie, Partnerschaft und Freizeit haben möchte, der kann nicht so einfach "kürzer treten". Aber: Es gibt keine Alternative. Erst recht nicht, wenn sich erste Anzeichen eines Erschöpfungssyndroms bemerkbar machen. Bei langanhaltenden und akuten Problemen, sollten Sie Ihren Arzt nach Wegen zur Stressbewältigung fragen.

Foto: Egon Häbich / PIXELIO

 

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