Seit nunmehr siebzehn Jahren begeistert der Spieleentwickler Bethesda Softworks Rollenspieler in aller Welt mit seiner Elder-Scrolls-Reihe. Bevor sich die Fans ab dem 11.11.2011 in Skyrim wieder in neue Abenteuer stürzen, ist es Zeit für einen Rückblick auf die beliebte Serie:

1994 The Elder Scrolls: Arena

Mit Arena fing alles an. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Kampf gegen den Magier "Jagar Tharn", der den Kaiser Uriel Septim VII. gefangen genommen hat. Dem Spieler steht dabei eine Zauberin hilfreich zur Seite. Ursprünglich wurden von dem Spiel nur 9.000 Exemplare hergestellt -ein freudiger Irrtum. Bethesda musste weitere hunderttausende Exemplare nachproduzieren. Der große Erfolg legte den Grundstein für die weiteren Fortsetzungen. Seit 2004 steht Arena als Vollversion zum kostenlosen Download auf der Homepage zur Verfügung. 

1996 The Elder Scrolls 2: Daggerfall

Die Zahlen von The Elder Scrolls II: Daggerfall sind beeindruckend: 5000 Dörfer, 750.000 NPCs, füllen die Spielewelt mit Leben. Das zu erforschende Areal umfasst tatsächlich die doppelte Fläche von Großbritannien und ist damit wohl nach wie vor die größte PC-Simulation aller Zeiten. Was sich zunächst nach einem Paradies für jeden Rollenspieler anhört, hatte seine Tücken: Aufgrund der schieren Größe und Komplexität musste die Spielewelt zufallsgeneriert werden. Dies führte zu zahlreichen Fehlern und Abstürzen und dem wenig schmeichelhaften Spitznamen "Buggerfall".

Dennoch: die Spieler liebten Daggerfall, denn soviel Handlungsfreiheit bot kein Spiel zuvor und zu Recht wurde es mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

 


1997 - 1999 The Elder Scrolls: Battlespire und Redguard

Battlespire, erschien am 30. November 1997 und  war eigentlich als Erweiterung für Daggerfall konzipiert, wurde dann aber ein eigenständiges Spiel. Ziel war die Erkundung eines magischen Turms auf sieben Ebenen. Großen Erfolg hatte das Spiel -aufgrund zahlreicher Bugs- jedoch nicht.

1999 erschienen Redguard. Der junge Pirat Cyrus sucht seine Schwester auf der Insel Stros M'kai  und gerät dabei immer tiefer in politische Intrigen. Actionelemente und Rätsel standen im Vordergrund, die klassischen Rollenspielelemente wurden nebensächlich. Ungewöhnlich war auch die "Third Person Perspektive".



2002 The Elder Scrolls: Morrowind

Der bekannteste und bei vielen Spielern nach wie vor beliebteste Teil der Reihe ist sicher Morrowind. Erstmals erschien dieses Spiel für Windows und die damals noch neue Xbox von Microsoft. Die Handlung spielt auf der Insel Vvardenfell, später ergänzt durch die Insel Solstheim und die Stadt Gramfeste in den Erweiterungen Bloodmoon und Tribunal. Wie bei allen Elder Scrolls Spielen üblich, muss der Held nicht sklavisch dem Hauptstrang folgen. Abseits des roten Fadens -der Bezwingung des Dämonen Dagoth Ur - sind zahlreiche Quests in unzähligen Regionen, Gilden, Fürstenhäusern und der freien Welt zu absolvieren. Neben der Handlungsfreiheit wurde Morrowind vor allem für seine Atmosphäre geschätzt. Besonders die Grafik war sehr beeindruckend und weiß auch heute noch zu gefallen. 

2006 The Elder Scrolls: Oblivion

Der vierte reguläre Teil der Reihe erschien im März 2006 für PC und Xbox360, ein Jahr später auch für die Playstation 3. Grafisch wurden erneut Standards gesetzt - schöner sah 2006 kein anderes Rollenspiel aus.

Die Handlung: Überall in der Spielewelt Cyrodiil öffnen sich Tore zu einer anderen Dimension. Diese höllischen Ebenen spucken ganze Horden Dämonen aus, um die Bevölkerung zu terrorisieren. Der Spieler muss diese Tore (Ebenen von Oblivion) schließen und ganz nebenbei den letzten Thronerben finden, mit dessen Amulett die Gefahr endgültig beseitigt werden kann. Daneben warten natürlich wieder jede Menge Gildenaufträge und Nebenaufgaben.

Probleme bei der deutschen Übersetzung

Bei allem Lob für das einzigartige Rollenspielerlebniss gab es auch viel Kritik an der schlampigen, deutschen Übersetzung. Bethesda Softworks hatte es hinsichtlich des Veröffentlichungstermins offenbar zu eilig. So wurden zahlreiche Gegenstände und Zaubersprüche falsch übersetzt oder unzureichend abgekürzt, teilweise fehlte auch die Synchronisation der NPC´s. Einige Patches später und nicht zuletzt dank der Modifikationen von Fans wurden die Probleme weitestgehend behoben.

2007 das Add-On Shivering Isles

Shivering Isles als reine Erweiterung zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung.                              Die Geschichte um Sheogorath, den Prinzen des Wahnsinns, und eine im Vergleich zu Oblivion sehr exotischen Welt, gefiel von Beginn an den Spielern und erntete viel Lob bei den Kritikern. Manche fühlten sich optisch auch wieder an die atmosphärische Welt von Morrowind erinnert. Mit weit mehr als 25 Stunden Spielzeit ist es darüber hinaus eher schon als eigenständiges Spiel zu betrachten. 

2011 The Elder Scrolls V: Skyrim

Am 11.11.2011 erscheint nun der seit Jahren sehnsüchtig erwartete fünfte reguläre Teil der Elder Scrolls Serie. Bethesda Softworks hat zahlreiche Neuerungen angekündigt und verspricht ein bisher nie dagewesenes Rollenspielerlebniss.

Skyrim (Himmelsrand) spielt 200 Jahre nach Schließung derTore von Oblivion. Ein Bürgerkrieg bedroht die Heimat der Nords und außerdem gibt es da noch die Drachen. Der Held ist praktischerweise der letzte verbliebene Drachengeborene, ein sogenannter "Dovahkiin". Er wird im Laufe des Spiels die Drachensprache lernen, mit deren Hilfe er mächtige Zauber sprechen kann. Fünf große und detaillierte Städte, 120 Dungeons und weitere interessante Orte versprechen Spielspaß für viele Stunden. Skyrim erscheint für den PC, XBox360 und Playstation3. Die Systemvoraussetzungen für den PC wurden noch nicht bekannt gegeben, in voller Pracht wird man das Spiel aber wohl nur auf einem hochgerüsteten Spiele-PC neuester Bauart genießen können.

 



omundorff, am 14.06.2011
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Bildquelle:
http://www.amazon.de/ (Alien: Isolation - Im Wandschrank hört dich niemand schreien)

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