Trailer "The Happening"

Die Handlung

The HappeningEine mysteriöse Selbstmordserie erschüttert die Ostküste der USA. Aus völlig unerfindlichen Gründen begehen Menschen auf grausame Weise Suzid. DIe US-Behörden befürchten zunächst noch einen Terroranschlag mit chemischen Kampfstoffen, der die Bevölkerung in den Wahnsinn und schließlich den Freitod treibt.

Doch der Lehrer Elliot (Mark Wahlberg) und seine Frau Alma (Zooey Deschanel) entdecken die wahren Übeltäter hinter den fürchterlichen Selbstmordfällen. Das besonders Perfide daran: Gegen diesen Feind gibt es keinerlei Schutzmaßnahmen...


Kritik

The Un-Happening

Mit "The Happening" konnte Shyamalan den Abwärtstrend nicht aufhalten. An den Kinokassen stimmte das Ergebnis zwar, schloss aber bei weitem nicht an frühere Erfolge an. Zudem nahmen sich viele Kritiker kein Blatt vor den Mund und zerrissen seinen Mysterythriller lustvoll in der Luft. Was war geschehen, das dermaßen viel Hohn und Spott einbrachte?

Gar nichts, und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Müde schleppt sich "The Happening" durch seine eineinhalb Stunden Laufzeit und kommt mitunter völlig zum erliegen. Unverständlich, denn die ersten etwa zehn Minuten versprechen einen äußerst spannenden Thriller. Wenn sich Menschen quer durch alle sozialen Schichten und Altersgruppen öffentlich umbringen, etwa, indem sie von Dächern springen, befindet sich der Zuschauer im Bann des Filmes. Leider hat Shyamalan mit diesem nervenzerfetzenden Beginn sein Pulver verschossen.

 

Mark Wahlberg: Erneut zum Affen gemacht

Was folgt ist ein quälend langatmiges Drama mit dick aufgetragenen Öko-Messages. Wenig subtil schlägt einem der Regisseur die Botschaft um die Ohren, umweltbewusster zu leben. Das ist zwar nicht ganz falsch, aber bei einem sterbenslangweiligen Film wie "The Happening" wäre eine SMS mit genannter Aufforderung zweifellos die angenehmere Message gewesen.

Denn was einem hierbei geboten wird, schaukelt unbeirrt zwischen Absurdität und Laienspieltheater hin und her. Mark Wahlberg - vor einigen Jahren immerhin für einen "Oscar" nominiert, und das beileibe nicht für seine Unterwäschekollektion - liefert seine vielleicht schlechteste schauspielerische Darbietung überhaupt ab. In Tim Burtons "Planet der Affen"-Remake hatte er sich bereits 2001 zum Affen gemacht. Mit seiner Performance in "The Happening" schießt er den Affen ab. Damit befindet er sich in guter Gesellschaft: Filmpartnerin Zooey Deschanel ("(500) Days of Summer") offenbart genauso wenig Lust, zumindest ansatzweise Bemühen zu zeigen.

Freilich: Leicht machte es ihnen das Script nicht. Die meiste Zeit über sondern die Beiden seltsame Dialoge ab oder sitzen in Bahnwaggons oder Cafés herum. Zugegeben: Es gibt mühsamere Arten, sich sein Geld zu verdienen...

 

Der Wind, der Wind, das bösartige Kind!

Wenn Mark Wahlberg und Zooey Deschanel vor einer todbringenden Windböe davonlaufen, schlägt der deprimierend langweilige Öko-Thriller sogar in eine (unfreiwillige?) Komödie um. Erst kann man den Film zu diesem Zeitpunkt ohnehin längst nicht mehr nehmen. Da werden Charaktere eingeführt, nur um sie kurz darauf wieder abzuhaken und nicht mehr zu erwähnen. Manchmal erinnert das Kommen und Gehen in "The Happening" an das bunte Treiben auf einem Bahnhof.

Des Mysteriums Auflösung - die selbstverständlich nicht verraten werden soll - hätte durchaus Potenzial für einen spannenden Film geboten. Hätte, denn was Shyamalan daraus macht, grenzt an Selbstdemontage. Nur wenige Jahre nach "The Sixth Sense" ist vom einstigen Ruhm nichts mehr übriggeblieben. Spannender als seine eigenen Filme ist derzeit die Frage, ob Shyamalan seinen Abstieg aufhalten kann.

Daten & Fakten

Originaltitel: "The Happening"

Regie: M. Night Shyamalan

Produktionsland und -jahr: USA, 2008

Filmlänge: ca. 91 Minuten

Verleih: 20th CentFox

Deutscher Kinostart: 12. Juni 2008

FSK: ab 16 Jahren

Offizielle Website: -

Autor seit 6 Jahren
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