Tomaten für Mozzarella in Scheiben ...

Tomaten für Mozzarella in Scheiben schneiden

Ob links oder rechts: Der Stielansatz muss zur Seite zeigen

Es scheint so selbstverständlich zu sein, die Tomate zum Schneiden so in Position zu legen, dass der grüne Stielansatz genau nach oben zeigt. Fast jeder macht das so. Doch wenn es darum geht, Tomaten in Scheiben zu schneiden, ist das ungünstig. Das hängt mit dem fleischigen Innenleben und der Anordnung der Fruchtkammern zusammen.

Tomaten formschön in Scheiben schneiden: So geht's richtig

Die Tomate so in Position legen, dass der Stielansatz zur Seite zeigt. Denn dann wird die Frucht so angeschnitten, dass die innere Struktur der Tomate dafür sorgt, dass Kerne und Saft besser gehalten werden. Die Achse der Tomate ist dann in der Mitte jeder Scheibe zu sehen. Auch die Wände der Fruchtkammern – je nach Sorte haben Tomaten davon zwei oder mehr – bleiben im Querschnitt erhalten und geben der Scheibe nach innen Halt. Schöner aussehen tut das auch. 

Im Prinzip legt man die Tomate genauso hin wie eine Zwiebel, die man in Ringe schneiden will. Witzigerweise überlegt man bei Zwiebeln immer zuerst, welches Ergebnis man beim Schneiden haben möchte. Bei Tomaten war mir das lange egal. Jetzt bin ich klüger.

in Scheiben geschnittene Tomaten

in Scheiben geschnittene Tomaten

Hauptsache scharf: Ohne ein gutes Messer nützt die beste Schnittechnik nichts

Natürlich spielt auch das Messer eine Rolle: Wer scharfe Messer ohne Zahnung verwendet, muss dafür sorgen, dass sie immer richtig scharf sind. Denn sonst muss man zu sehr drücken, bevor die Klinge einschneidet, und presst die Tomate regelrecht aus.

Ich persönlich bevorzuge Messer mit einem feinen Sägezahn-Schliff, einer leicht spitz zulaufenden Form und einer Länge von 12 bis 15 Zentimetern. So kann das Messer in leichtem Winkel eindringen, ohne die Tomate zu quetschen. 

So lässt sich auch der Mozzarella gut schneiden

Ein richtiges Tomatenmesser mit Sägezahn-Schliff eignet sich auch gut, um den Mozzarella in möglichst feine Scheiben zu schneiden. Manche legen ihn auch vorher eine Viertelstunde ins Tiefkühlfach. Ich finde es aber nicht so schlimm, wenn der Käse beim Schneiden ein bisschen ausfranst. Es gibt sogar Empfehlungen, den Mozzarella nur mit den Fingern in feine Streifen zu reißen – entsprechend der Struktur eben. Dann verbindet er sich angeblich besser mit Essig und Tomatenflüssigkeit. 

Welche Tomaten-Sorten sich gut in Scheiben schneiden lassen

Strauchtomaten: Klassischerweise werden für Tomaten-Mozzarella-Salat Strauchtomaten – auch Rispentomaten genannt – empfohlen, weil sie einen besonders kräftigen Geschmack haben. 

Rundtomaten: Rundtomaten sind auch gut wegen ihres festen und saftigen Fleisches. Allerdings haben sie nur zwei Fruchtkammern. 

Fleischtomaten: Gut geeignet sind auch Fleischtomaten, weil sie dicke Fruchtwände und oft sogar mehr als vier Fruchtkammern mit relativ wenig Samen aufweisen. Sie haben allerdings weniger Fruchtsäure als Rundtomaten und schmecken dadurch süßer. Geschmackssache also.

Bloß nicht in den Kühlschrank: Tomaten richtig aufbewahren

Tomaten bitte, bitte nicht in den Kühlschrank legen! Denn dort reifen sie nicht nach. Bei Zimmertemperatur in einer trockenen, nicht allzu hellen Ecke der Küche gelagert (ohne Sonnenlicht!), gewinnen sie geschmacklich noch und halten sich – wenn sie nicht schon überreif gekauft worden sind – über viele Tage, wenn nicht Wochen. Außerdem machen Tomaten optisch ja wirklich was her.

Warum also nicht dekorativ auf einem Teller drapieren? Und zum Essen schmecken sie zimmerwarm sowieso aromatischer als ihre unterkühlten Kollegen. 

Früher wurden unreife Tomaten übrigens einfach auf irgendeinem Schrank deponiert, um so auch noch im Herbst in den Genuss frischer Tomaten zu kommen.

Und jetzt das Rezept für Tomaten-Mozzarella-Salat: Guten Appetit!

Zutaten für vier Personen: Vier mittelgroße Tomaten, zwei Mozzarella-Kugeln, zwei Esslöffel frischer Basilikum, Salz, Pfeffer, etwas Balsamico-Essig und zwei Esslöffel Olivenöl

Und so geht's: Die Tomaten waschen und abtrocknen und – natürlich richtig – in Scheiben schneiden. Den Mozzarella abtropfen lassen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Basilikumblätter hacken.

Die Tomaten- und Mozzarella-Scheiben abwechselnd etwas überlappend schön im Kreis auf einen Teller drapieren. Alles mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit dem Essig und dem Öl beträufeln und das gehackte Basilikum darüber streuen.

Dazu passt am besten ein Baguette – vor allem zum Aufsaugen der leckeren Marinade am Ende. Denn ein bisschen Tomatenflüssigkeit bleibt einfach immer zurück – raffinierte Schneidetechnik hin oder her.

Fotos: Heimo Cörlin

Mondstein, am 18.07.2013
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