Urlaub auf der Terrasse

Urlaub auf der TerrasseUrlaubsstimmung unter freiem Himmel – dafür ist selbst die kleinste Terrasse groß genug. Denn an warmen Frühlingstagen werden alle Freiflächen zum erweiterten Lebensraum. Und mit ein paar Tricks wird der open-air-Bereich auch ohne grünen Daumen zum blühenden Paradies.

"Mensch sein heißt Gärtner sein", war der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson überzeugt. Tatsächlich stehen in 98 von 100 deutschen Haushalten Zimmerpflanzen, und drei Viertel aller privaten Open-Air-Bereiche werden begrünt. Denn der Garten und seine "kleinen Geschwister" – begrünte Balkone, Terrassen und Loggien –, sind ein Luxus, den sich viele leisten können.

Wenig Arbeit – viel Vergnügen

Wenig Arbeit – viel VergnügenManch sind zum Gärtner geboren. Andere haben keine Lust, stundenlang in der Erde zu buddeln, Pflanzen zu beschneiden und tierische Mitbewohner loszuwerden. Sie sitzen lieber in der Sonne und genießen ihr grünes Wohnzimmer. 

Das gelingt allerdings nur mit Pflanzen, die auch bei wenig Pflege wachsen und gedeihen. Kräuter sind ideale "Einstiegsdrogen" für Neo-Gärtner, weil sie sich problemlos ziehen lassen und nicht viel Pflege brauchen. Basilikum, Kresse, Ringelblume und Zitronenverbene gedeihen fast überall. Besonders attraktiv anzusehen ist das schmackhaft Grünzeug in so genannten Kräutertöpfen, die in Etagen bepflanzt werden: ganz unten feuchtigkeitsliebende Kräuter wie Minzen, ganz oben trockenheitsliebende Kräuter wie Thymian und Basilikum.

Wer Blüten liebt, ist mit Pelargonien und Petunien gut beraten, aber auch Efeu und Vergissmeinnicht, Fleißiges Lieschen, Männertreu und Fuchsien wachsen über sich hinaus. Bei den Kübelpflanzen haben Korallenstrauch und Palmlilie die Nase vorn, dicht gefolgt von Lorbeer, Hanfpalme und Oleander.

Profitipps für Balkonien

Profitipps für BalkonienProfi-Tipps können nicht schaden, auch wenn man "nur" ein paar Blumenkisten füllt und Kübelpflanzen wie Oleander oder Olivenbäume aufstellt. Im Gartencenter oder der Gartenabteilung eines Baumarktes helfen Experten bei der Auswahl der richtigen Pflanzen. "Richtig" heißt in diesem Fall, dass die Ansprüche der Pflanze mit den Standortbedingungen übereinstimmen. Im Klartext: Keine schattenliebenden Pflanzen in die Sonne, keine "Sonnenkinder" in den Schatten.

Was die Arbeit ebenfalls erleichtert, sind Blumenkästen mit Wasserspeicher. Denn ein heißer Sommer bringt auch Balkongärtner ins Schwitzen, wenn sie gießen, gießen, gießen – und die Pflanzen aufgrund der dünnen Erdschicht in den Töpfen immer noch durstig sind. Ideal sind automatische Bewässerungssysteme, die man an die Wasserleitung anschließen kann. Über Tropfer wird dann das Wasser direkt zu den Wurzeln geleitet. Wer mehr investieren kann und will, greift zu Bewässerungsanlagen mit Mikroelektronik – sie sind nicht nur zeitlich zu steuern, sondern auch mit einem Feuchtigkeitsfühler ausgerüstet und regulieren so den Wasserfluss.

Autor seit 6 Jahren
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