Venenprophylaxe im Berufsleben

Ist man als Arbeitnehmer oder Arbeitgeber in einem Büro beschäftigt, können bei einer typischen Sitzposition die Venen im Kniebereich abgeknickt werden. Hier sollte bereits während der Arbeitszeit versucht werden, durch gezielte Gymnastikübungen den Blutfluss in Gang zu bringen. Wichtig ist es, die Beine nicht übereinander zu schlagen. Eine gute Hilfe ist der Einsatz einer Venenwippe. Durch das regelmäßige Wippen der Füße kommt es zu einer Kontraktion der Wadenmuskulatur und zum Einsatz der Muskelpumpe. 

Bei einem stehenden Beruf sollten gute und flache Schuhe getragen werden. Wenn möglich, während der Arbeitszeit und in den Pausen Bewegung in die Routine zubringen, ansonsten wird die Muskelpumpe nicht aktiviert. 

Venenprophylaxe auf einer Reise bzw. Autofahrt

Risikofaktoren sind hier lange Autofahrten und Flugreisen über mehrere Stunden. Ist man mit dem PKW unterwegs, sollten regelmäßige Pausen eingelegt werden. Beine vertreten nicht vergessen!!! Wichtig sind außerdem bequeme Schuhe und luftige, nicht zu enge Kleidung. 

Auf längeren Flugstrecken macht die eingeschränkte Bewegungsfreiheit zu schaffen. Hier hilft Gymnastik wie das Wippen mit den Fußspitzen, viel Trinken aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit, lockere Kleidung und leichte Kost. Unter Umständen sind Kompressionsstrümpfe angebracht. 

Venenprophylaxe während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft erhöht das Gewicht, so kann es ohne Vorerkrankungen zu Venenbeschwerden kommen. Regelmäßige Gymnastik, z. B. das Kreisen der Füße, kräftigt die Beine und Wadenmuskulatur, diese dient im venösen Kreislauf als Muskelpumpe. So wird die Blutzirkulation und der gesamte Stoffwechsel angeregt. 

Venenprophylaxe im Schulunterricht

Bereits während der Schulzeit kommt es bei einigen Jugendlichen zu Veränderungen im venösen System. Es treten Schwellungen und Besenreiser auf. Schuld sind langes Sitzen im Unterricht, Übergewicht und erbliche Veranlagungen. Viel Bewegung in den Pausen und in der Freizeit sowie eine gesunde Ernährung können helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. 

Venenprophylaxe im Alter

Venenerkrankungen nehmen im Alter stark zu. Hier helfen neben medizinischen Behandlungstechniken eine gesunde Lebensführung und sportliche Aktivitäten. In Entspannungsphasen sollten die Beine allerdings hoch gelegt werden, so ist ein besserer Rückfluss des Blutes gewährleistet. Tägliches kurzes Duschen mit kaltem Wasser erhöht die Kraft der Venen (Kneipp-Kur) 

Nordic Walking dient der Durchblutung des gesamten Körpers und das bei geringer Belastung (Bild: Tsippendale / Pixabay)

Empfohlene Sportarten

Bewegung und Sport sind die wichtigste "Medizin" bei vielen Venenerkrankungen. Geeignete Sportarten sind unter anderem Walken, Radfahren und Schwimmen. Eine durchaus interessante und für fast jeden umsetzbare Sportart ist das Nordic Walking. Hierbei werden bewusst zwei Stöcke eingesetzt, mit Hilfe dieser Technik werden fast alle Muskelgruppen aktiviert, das Herz- und Kreislaufsystem angekurbelt und einiges an Kalorien verbrannt. 

Vor Trainingsbeginn sollte, insbesondere bei Neueinsteigern, eine sportmedizinische Untersuchung in Anspruch genommen werden. 

Naturheilverfahren

In der Behandlung von Venenerkrankungen bietet die Naturheilkunde zahlreiche Möglichkeiten und ergänzende Alternativen zur Schulmedizin. 

So werden z. B. im Rahmen der Kneipp-Therapie mit Hilfe eines Wasserschlauches systematisch Wärme und Kälte eingesetzt. So wird das Herz- und Kreislaufsystem angeregt. 

Einige bekannte Mittel aus dem Bereich der Phytotherapie wirken entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und entwässernd. Wirkstoffe finden sich in der Rosskastanie, Steinklee und Mäusedorn. Diese lassen sich als Kapsel, Tee oder Tinktur anwenden. 

Der Einsatz von Blutegeln beruht auf einer Jahrtausend alten Tradition. Durch das Saugen der Blutegel auf der Haut kommt es zu einem sanften Blutverlust mit lokaler Entstauung. Durch das gleichzeitige Ersetzen mit Flüssigkeit wird das Blut verdünnt, so dass die Fließeigenschaften verbessert werden. 

Mein Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktikers und Apothekers. 

Ashlie, am 05.04.2018
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