Krankenversicherung bei Existenzgründung - Das sollten Sie beachten

Eine Existenzgründung ist sehr schnell erledigt. Sie müssen nur ein Gewerbe anmelden oder einen freien Beruf ausüben. Doch was so leicht beginnt, kann ganz schnell zur Kostenfalle werden. Als Selbstständiger haben Sie nämlich keinen Arbeitgeber mehr, der knapp die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge gezahlt. Gerade am Anfang kann es für einen Unternehmer enorm schwierig sein, die gesamten Krankenkassenbeiträge aus eigener Tasche zu bezahlen. Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass der Versicherte seine Beiträge gar nicht mehr bezahlt und deswegen seinen Krankenschutz verliert. Damit dies nicht passiert, sollten Sie vor der Existenzgründung ganz genau kalkulieren, ob Sie sich das Leben als Unternehmer überhaupt leisten können. Wenn Sie nur ein Kleinunternehmen haben, ist die Krankenversicherung ein echtes Problem.

Eine private Krankenversicherung ist keine perfekte Alternative

Bei einer privaten Krankenversicherung können Sie am Anfang von sehr niedrigen Prämien profitieren. Deswegen gibt es viele Existenzgründer, die sich für eine private Krankenversicherung entscheiden. Das ist aber nur dann eine gute Entscheidung, wenn sich das Unternehmen in Zukunft sehr gut entwickelt. Die Prämien der Krankenversicherung steigen nämlich mit der Zeit an und sind mit großer Sicherheit irgendwann deutlich höher als die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn Sie dann immer noch ein Kleinunternehmer sind, haben sie keine Chance, die Prämien jeden Monat zu bezahlen. Deswegen ist eine private Krankenversicherung für einen jungen Unternehmer mit einigen Risiken verbunden.

Der Gesetzgeber ist gerade bei Kleinunternehmern gefordert

Es gibt in Deutschland zahlreiche Kleinunternehmer, die gerade genügend Geld verdienen, um den Lebensunterhalt zu finanzieren. Die Krankenversicherung ist für diesen Personenkreis eine unverhältnismäßig hohe Belastung, nicht zuletzt weil es die Bemessungsgrenze gibt. Es wäre deswegen sinnvoll, für alle Kleinunternehmer eine Regelung zu finden, wie es sie bereits bei der Künstlersozialkasse gibt. Bei der Künstlersozialkasse können sich Autoren und Künstler versichern. Die Künstlersozialkasse übernimmt den Arbeitgeberanteil, so dass die Künstler und Autoren, die wenig Geld verdienen, trotzdem eine Krankenversicherung haben. Eine Krankenversicherungspflicht hilft nicht, wenn es zahlreiche Menschen gibt, die sich keine Krankenversicherung leisten können. Überlegen Sie also vor einer Existenzgründung ganz genau, ob Sie dazu in der Lage sein werden, Ihre Krankenversicherung zu bezahlen.

Autor seit 6 Jahren
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