Der Euro - Das größte Projekt der EU - Die europäische Einheitswährung und ihre Geschichte

Ich habe während meiner Berufsvorbereitungszeit in den Jahren 1995- 1997 ein PC-Spiel gespielt, wo es um den Euro-Vorgänger ECU ging. Die Idee einer europäischen Einheitswährung fand ich damals schon gut und am 1.Januar 2002 wurde der Euro geboren. Das gigantische Projekt der Europäischen Union (EU) wurde in Medien massiv beworben. Die Euro-Einführung ersetzte die Landeswährungen darunter auch die beliebte Deutsche Mark (DM).

In der Anfangszeit musste man noch den Euro mit 1,95583 umrechnen und im Einzelhandel hatten sich die Preise über Nacht zumindest gefühlt verdoppelt. Die Gastronomie hatte den DM-Preis in Euro einfach 1:1 übernommen mit der Folge, dass in den folgenden Jahren die eine oder andere Gaststätte wegen zu hoher Preise ihre Kundschaft verlor und in die Pleite trudelte.

Die gute alte DM konnte im Handel nur bis zum 28.Februar 2002 in Euro umgetauscht werden. Nun lassen sich DM-Bestände heute ausschließlich in den Filialen der Deutschen Bundesbank umtauschen, egal ob es sich um Münzen oder Geldscheine handelt. Heute gibt es den Euro in 23 europäischen Staaten als offizielles Zahlungsmittel.

Der Euro geriet jedoch im Jahr 2010 durch die hohe Verschuldung der EU-Länder Irland, Griechenland und Portugal in Schwierigkeiten. Es wurde der Rettungsfonds ESFS gebildet, der notleidende EU-Staaten finanziell unterstützt indem er deren Staatsanleihen erwirbt. Im Juli 2013 läuft der EFSF allerdings aus und wird durch den ESM ersetzt. Die Finanzkraft des ESFS beläuft sich auf 750 Milliarden Euro und bisher wurden davon 55 Prozent ausgegeben.

Der Nachfolger ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) soll mit 700 Milliarden Euro ausgerüstet werden, welches die EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen sollen. Der ESM soll dauerhaft bestehen und alle EU-Länder müssen sich am Grundkapital von 80 Milliarden Euro beteiligen.

Die Rolle Deutschlands - Deutschland nur der Zahlmeister?

Die Bundesrepubil Deutschland haftet nach einem Bericht von Focus Money mit über 300 Milliarden Euro für die beiden Rettungsschirme ESM und ESFS. Der Rettungsschirm ESM wurde am heutigen Freitagabend vom Bundestag und Bundesrat abgesegnet und sorgte für Jubel an den Börsen. Alleine für die zwei Rettungsfonds beläuft sich die Haftungssumme auf 285,3 Milliarden Euro und dazu kommen 15,2 Milliarden Euro als deutscher Anteil zum ersten Hilfspaket für das finanziell schwer angeschlagene Griechenland. Die Gesamtsumme liegt bei 310,3 Milliarden Euro und sei dem "Handelsblatt" zufolge der Maximalbetrag bei der Bürgschaft.

Der amtierende Bundespräsidend Joachim Gauck hat den ESM-Vertrag noch nich unterschrieben und bringt damit die Bundesregierung in Zugzwang. Das Bundesverfassungsgericht wies allerdings auf die möglichen Probleme des ESM hin. Es ist erfreulich, dass der Bundespräsident im Sinne des Steuerzahlers handelt und sich nicht dazu bereit erklärt, weder den Fiskalpakt noch den ESM-Vertrag zu unterzeichnen.

Die Staatsschulden unseres Landes belaufen sich bereits auf 2,04 Billionen Euro und sollte die Bürgschaft für die Euro-Rettungsschirme irgendwann fällig werden, so dürfte der Schuldenstand auf 2,34 Billionen Euro steigen.

Jeder Steuerzahler kann nur hilflos mit ansehen, wie die Bundesregierung gemeinsam mit den Staatschefs anderer starker EU-Länder das künftige Steuergeld sozusagen verschwendet. In der gesamten Euro-Krise wurden wir Steuerzahler nicht entlastet. Es scheint als ob die Politik die Bürger bei den Rettungsversuchen des Euro offenbar vergisst. Dabei ist es unser Geld, was die werten Politiker ausgeben obwohl es noch nicht wirklich erwirtschaftet worden ist. Der Euro entwickelt sich zu einem Horrortrip für uns Bürger, denn sollte die Rettung der Einheitswährung nicht klappen droht eine wirtschaftliche Katastrophe.

Poster zum Euro

Fan of Traditional Euro Banknotes (Bild: AllPosters)

Wenn der Euro zerbricht - Ein Europa ohne Euro

Bei einem Zerfall des Euro und damit müssen alle rund 300 Millionen EU-Bürger rechnen, droht uns eine gravierende Katastropbe und davon wären wir alle betroffen. Wenn der Euro in Deutschland verschwindet, wird das Leben schwieriger weil die Inflation, die Energiepreise und die Lebensmittelpreise steigen werden. Im schlimmsten Fall werden Lebensmittelmarken ausgegeben und nur derjenige der über physisches Vermögen verfügt, der Stärkere sein. Als greifbares Vermögen gelten Immobilien, Grundstücke, Fahrzeuge, Gold, Silber, Platin, Edelmetall-Bestände, Lebensmittelvorräte und hochwertige Elektronik.

Wer selbst Gemüse oder Obst anbaut, der ist zudem unabhängig vom Supermarkt und kann sich selbst versorgen. Die gilt ebenso für alle, die ihren Strom selbst erzeugen können wie zum Beispiel mit Windkraft oder einer Solaranlage. Ein Brunnen dient der Trinkwasserversorgung und muss dann keine Wasserflaschen im Supermarkt erwerben. Das Trinkwasser aus dem Wasserhahn dürfte gesperrt werden, sollte man wegen knapper Finanzen die Wasserrechnung nicht mehr zahlen können.

Generell sollte sich jeder Bürger auf einen Euro-Zerfall vorbereiten. Monatlich empfiehlt es sich Goldmünzen oder Silbermünzen zu erwerben. Die Münzen gelten als Zahlungsmittel und dienen der Absicherung des eigenen Vermögens.

Videos rund um den Euro - Interessante Videos zur europäischen Einheitswährung
Infoblogger, am 29.06.2012
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