Hormone sind der Hauptgrund für Frühlingsgefühle

Die ersten Sonnenstrahlen nach dem langen Winter tanzen und unser Herzt tanzt mit. Unsere gute Laune erwacht und gleichzeitig unsere Libido. Die Hauptschuld daran tragen die Hormone. 

In der dunklen Zeit des Jahres, über die ganzen langen Wintermonate hinweg, wurde in unserem Gehirn vermehrt Melatonin ausgeschüttet. Dieses ist auch als Schlafhormon bekannt und wird von der Zirbeldrüse produziert. Für unsere frühen Urahnen war das noch sehr wichtig. Denn im Winter ist das Leben anstrengender und kostet wesentlich mehr Energie. Wer mehr schläft, verbraucht weniger Energie und wirtschaftet besser mit den körpereigenen Ressourcen. Auch wenn wir uns heute den Schwierigkeiten eines frühzeitlichen Jägers oder Sammlers im Winter nicht mehr stellen müssen, ist dieses Relikt übriggeblieben (bei vielen Tieren ist das auch zu beobachten - sie machen Winterschlaf oder halten Winterruhe, weil es einfach kräfteschonender ist). Zwar verfallen wir nicht in einen Winterschlaf, aber wir spüren, dass wir im Winter oft weniger Energie haben. Nach einigen Monaten Winter (also kurz bevor der Frühling dann wieder losgeht) ist es besonders schlimm, der Zustand hält dann schlimmstenfalls schon viele Wochen an.

Sobald der Körper die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings wahrnimmt, reduziert er die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Gleichzeitig wird auch mehr Serotonin (Glückshormon) ausgeschüttet. In der Folge sind wir also wacher, haben bessere Laune und sind guter Dinge bis hin zu leichten euphorischen Zuständen. Der Tatendrang erwacht und viele machen sich dann auf die Suche nach einem Partner.

 

 

Es riecht nach Frühling...

Wenn der Boden langsam vom Frost auftaut und weich wird, die ersten Frühlingsregen kommen und die Erde nach Erde duftet, dann erinnern wir uns unbewusst....

Wir wissen, dass kurz nach diesem charakteristischen Duft auch bald die ersten Blumen ihren Duft verströmen werden und dass der Frühling Einzug halten wird. So war es schon die Jahre zuvor und unser Gehirn hat das abgespeichert. Deswegen riechen wir sobald die Erde auftaut bereits den Frühling, auch wenn er noch nicht da ist. Der Duft der Erde erinnert uns an das Erlernte der letzten Jahre, nämlich dass es nun nicht mehr lange dauert. 

 

 

Mit allen Sinnen...

Wir riechen also den Frühling.... wir hören ihn auch, denn mit seinem Einzug sind auch ganz spezielle Geräusche verbunden, die wir ebenso erinnern und die uns darauf hinweisen, dass nun Frühling ist. Sehen können wir die Frühlingsboten auch alle, sei es als Blumen oder Tiere. Dass wir uns im Frühjahr bei wärmeren Temperaturen auch etwas freizügiger auf die Straße wagen als im tiefsten Winter wirkt auch anziehender auf das andere Geschlecht als ein dick eingemummelter Wrap.

Sonja, am 05.03.2018
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