Begründung der Geschäftsidee

Auch wenn die Frage als sehr leicht eingeschätzt wird, so ist dies dennoch der zentrale Entscheidungsaspekt. Was will man herstellen, bzw. welche Dienste sollen angeboten werden? Von der richtigen Beantwortung dieses Punktes hängt der spätere Erfolg der Unternehmensgründung ab. Jeder der sich mit dem Gedanken beschäftigt ein Unternehmen zu gründen, sollte daher die meiste Zeit der Vorbereitung in diese Tätigkeit verwenden. Es ist gar nicht so einfach, das richtige Betätigungsfeld zu bestimmen. Um die richtige Antwort zu finden, gilt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen.

Beruflicher Hintergrund und Interessen

Die meisten Existenzgründer haben eine Ausbildung absolviert und arbeiten in dem erlernten Beruf. Hier haben sie sich ein Fachwissen angeeignet, hier kennen sie sich aus. Es ist daher nahe liegend, sich in diesem Berufsfeld selbständig zu machen. Ein Malergeselle beispielsweise, vielleicht mit Meisterbrief, verfügt über alle notwendigen handwerklichen Kenntnisse, die eine Existenzgründung voraussetzt. Er kennt die Branche, er kennt die Unternehmen und er kennt den Markt; somit ist er prädestiniert zur Gründung eines Malerbetriebes. Problematischer wird es, wenn eine Existenzgründung außerhalb vorhandener Kenntnisse angestrebt wird, oder wenn überhaupt keine Berufskenntnisse vorhanden sind.

 

Dieser Bereich ist der zweite zentrale Aspekt bei der Findung einer Geschäftsidee. Wer ein Unternehmen gründet, möchte Erfolg haben und sich verwirklichen. Dies geht nicht mit Tätigkeiten, die einen langweilen und die absolut uninteressant sind. Jeder kennt sich am Besten, kennt seine Neigungen, seine Hobbys, seine Wünsche, kurzum all das, was ihn interessiert. Die Geschäftsidee sollte mit den eigenen Interessen zusammenhängen. Denn maßgebend für den Erfolg später ist die erfolgreiche Handlung. Liegt ein hohes Interesse vor, fällt die Umsetzung der Geschäftsidee sehr leicht. Auch die Überzeugung beim Kunden gelingt viel besser, wenn man es mit Herzblut darstellt als wenn etwas mechanisch ohne Interesse erzählt wird. Dies gilt gerade für den Verkauf.

Analyse des Konkurrenzunternehmen

Was bei der Suche nach einer Geschäftsidee hilft, ist das persönliche Umfeld. Hierbei geht es nicht um Nachbarn, Bekannt oder Freunde, sondern darum, welche Unternehmen befinden sich im eigenen Wohnbereich. Diese Unternehmen zeigen einem, welchen Bedarf an Gütern und Dienstleistungen es in der Gesellschaft gibt. Sinnvollerweise sollte man eine Liste aller Unternehmen erstellen, die sich im näheren Umfeld befinden. Man wird erstaunt sein, wie viele Unternehmen dies sind, und vor allem womit die sich beschäftigen. Das Geschäftsfeld dieser Unternehmen sollte sorgfältig analysiert werden, damit man erkennt, worauf der Erfolg dieser Unternehmen basiert.

Eigene Persönlichkeit

Viele sagen sehr schnell, dass sie Verkäufer von irgend welchen Sachen werden wollen. Verkauf so glauben sie, ist sehr leicht und funktioniert immer. Doch weit gefehlt. Verkauf ist eines der schwierigsten Tätigkeitsfelder, die es gibt. Verkauf setzt den Kontakt mit anderen Menschen voraus. Theoretisch ist dies sehr einfach, doch das Zugehen auf andere Menschen ist nicht jedermanns Sache. Es gibt die geborenen Verkäufer, doch die sind rar. Natürlich kann man es lernen, vorausgesetzt man hat keine Angst vor Menschen und kann Ablehnungen gut weg stecken. Bei der Selbstbeurteilung ist absolute Ehrlichkeit zu sich selbst Voraussetzung, denn wer sich hier belügt, erleidet mit hoher Wahrscheinlichkeit Schiffbruch mit dem gegründeten Unternehmen.

Bei der Selbsteinschätzung geht es um persönliche Eigenschaften, wie den Umgang mit Menschen, agiert man lieber im Hintergrund, es geht um die Einschätzung der Verlässlichkeit, sowie weiterer Eigenschaften, die einen prägen.

Zeitplanung

Für die Suche einer Geschäftsidee sollte man sich Zeit lassen. Es nutzt nichts, möglichst schnell etwas zu finden, das hinterher wieder verworfen wird oder erfolglos ist. Dies bedeutet allerdings nicht, dass es ganz ohne Zeitlimit geht. Man sollte sich ein Zeitlimit setzen, innerhalb dessen man Geschäftsideen entwirft. Nach Abschluss dieser Phase findet dann die Selektierung statt. Die Selektion der Möglichkeiten sollte nicht nur nach dem Bauchgefühl erfolgen. Sinnvoll ist es, dass zu jeder Geschäftsidee ein kurzes Planungskonzept erarbeitet wird. Dies zeigt, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit die Geschäftsidee ein Erfolg wird.

Hat man sich dann für eine Geschäftsidee entschieden beginnt die eigentliche Arbeit der Unternehmensgründung, die Erstellung des Businessplanes. Existiert dann das Unternehmen gilt es durch Marketing den Erfolg dauerhaft zu sichern.

Autor seit 3 Jahren
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