Sport macht Spaß, doch bedeutet auch Risiko. Dabei geht es um leichte Blessuren bis hin zu ernst zu nehmenden Schäden. Doch nicht immer sind solche Unfälle durch Fremdverschulden verursacht. Auch die eigene Tollpatschigkeit kann ihren Beitrag dazu beitragen, wie etwa wie bei dem irischen Fußballstar Robby Keane. Er wollte auf dem Sofa liegend mit dem Fuß an die Fernbedienung kommen. Dabei verdrehte er sich den Fuß derart, dass mehrere Bänder rissen und er lange Zeit verletzt ausfiel. Schon als Kind kriegt man stets von Mama zu hören "Man lacht nicht wenn sich jemand weh tut!", dennoch lässt sich in manch solchen Situationen ein Schmunzeln kaum vermeiden.

"Jede noch so einfache Betätigung kann schmerzhaft ausgehen, vom vermeintlich harmlosen relaxen auf der Couch bis hin zum eher arglosen Federballspiel. Man kriegt die spektakulärsten Unfallvorgänge zu hören. Neben den ernsten Unfallberichten, sind auch immer wieder solche dabei, die etwas zum Schmunzeln anregen. Vom Profi bis zum Gelegenheitssportler, jeden kann es erwischen. Profisportler sind meist jedoch nicht nur physisch betroffen, sondern geht es auch um ihre Karriere. Eine grobe Verletzung kann zu einem langen Ausfall führen und im schlimmsten Fall sogar die Karriere zerstören" weiß Experte Hans-Ulrich Brockhaus von ERGO Direkt Versicherung.

Hier ein Auszug der spektakulärsten Unfällen von Sportlern aus aller Welt, von tragischer Komik bis hin zum bitteren Ernst:

  1. Milan Rapaic

Beginnen wir mit der wohl verrücktesten Verletzung. Der kroatische Fußballprofi Milan Rapaic befand sich am Flughafen und machte sich bereit das Flugzeug zu besteigen. In einem gedankenverlorenen Moment spielte er mit seiner Bordkarte und rammte sie sich ins Auge. Die Folge: Einen Monat konnte Rapaic kein Spiel bestreiten.

  1. Sam Querrey

2009 war der Tennisprofi Sam Querrey auf dem Weg zur Nummer 1 der USA. Er gewann ein Turnier in Los Angeles und die US Open Series. Doch dann wurde seine Karriere jäh gestoppt, fast sogar beendet. Querrey wollte sich die Schuhe binden und hatte zu diesem Zweck einen Fuß auf einem Glastisch abgestellt. Doch er rutschte aus und krachte durch die Scheibe. Dabei rammte er sich eine große Glasscherbe in seinen rechten Unterarm, seine Spielhand. Nach intensivem Krankenhausaufenthalt konnten die Ärzte aber grünes Licht geben. Der US-Amerikaner hatte aber wahnsinniges Glück. Wäre die Scherbe in einem anderen Winkel in den Arm eingedrungen, hätte er den Tennisschläger für immer an den Nagel hängen müssen.

  1. Petr Cech

Zurück zum Fußball. Im Jahr 2006 ging eine tragische Meldung rund um den Globus. Der ehemalige Welttorhüter wird wohl nie den 14. Oktober 2006 vergessen. An diesem Tag spielte er mit Chelsea gegen den FC Reading. Stephen Hunt ergatterte den Ball und rannte allein auf Cech zu. Der Keeper schmiss sich auf den Ball, als Hunt voll durchzog und dem Tschechen den Schädel brach. Cech war derart schwer verletzt, dass er um sein Leben rang. Doch die Ärzte retteten ihn und ermöglichten ihm eine Rückkehr auf den Fußballplatz – mit einer Einschränkung: Cech muss bis an sein Lebensende jegliche sportliche Betätigung mit einem Rugbyhelm bestreiten.

  1. Hermann Maier

Der österreichische Skistar Hermann Maier hat mehr als neun Leben. Seinen spektakulären 40-Meter-Sturz in Nagano 1998 überstand er mit leichten Prellungen und gewann wenige Tage später sogar die Goldmedaille. 2001 erwischte es ihn noch heftiger, als er mit seinem Motorrad in ein Auto raste. Er wurde mit einem offenen Unterschenkelbruch ins Krankenhaus Salzburg gebracht. Seine Verletzung war so schwer, dass er sogar mit einer Amputation seines rechten Beines rechnen musste. Dies blieb ihm aber glücklicherweise erspart und er konnte seine Karriere knapp zwei Jahre später mit Erfolg fortsetzen. Über die lange Verletzungspause tröstete ihn seine Versicherungssumme hinweg – er erhielt 1,45 Millionen Euro.

  1. Niki Lauda

Die 1970er waren geprägt durch spektakuläre Unfälle in der Königsklasse des Motorsports. Die Rennwagen wurden immer schneller, doch die Sicherheitsvorkehrungen blieben die alten. Mit Jochen Rindt und Helmut Koinigg verunglückten zwei Österreicher in dieser Zeit tödlich. Ein Dritter kam mit dem Leben davon, trug allerdings Verletzungen davon, die noch heute deutlich sichtbar sind. 1976 ereignete sich wohl einer der bekanntesten Unfälle der Sportgeschichte. Niki Lauda fuhr auf dem regennassen Nürburgring. Der Österreicher wollte nach einem schlechten Start Boden gut machen und holte alles aus seinem Ferrari heraus. An einem Linksknick brach sein Bolide jedoch plötzlich aus und Lauda raste mit voller Geschwindigkeit gegen eine Felswand. Das Rennauto brannte völlig aus, der WM-Führende konnte sich aber rechtzeitig retten. Er erlitt schwere Verbrennungen und verätzte sich die Lunge, da er giftige Dämpfe eingeatmet hatte. 42 Tage später war Lauda bereits wieder auf der Strecke. Der Nürburgring wurde nach dem Unfall stark verkürzt.

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