Kulturwert Buch

Kulturwert Buch (Bild: alexandria / Pixabay)

Definition Buch

Als Buch werden einzelne Werke oder große Textabschnitte, die in sich abgeschlossen sind, bezeichnet.

Im Wikipedia steht: Vorgänger Kodex und Nachfolger E-Book. Heist das, es hat sich erledigt mit den Büchern? Sie gehören bereits der Vergangenheit an? Meines Erachtens, löst ein Nachfolger etwas ab. 

Das elektronische Buch

Eines ist klar, das E-Book erlebt einen unglaublichen Boom. Für 2011 hatte man damals 3,72 Millionen eBook Verkäufe vorhergesagt, 2012 sollten es dann 7,03 Millionen sein. 15,72 Millionen eBooks sollen es laut einer Prognose im Jahr 2013 werden, was man aber wohl getrost verwerfen kann. Stattdessen wird sich die Anzahl der eBook-Verkäufe für dieses Jahr aller Voraussicht nach im Bereich um 25 bis 30 Millionen Stück bewegen.

Was ist es, was sie so begehrlich machen? Wir können eine Menge auf ihnen speichern. Sie sind hipp, leicht zu transportieren, verhältnismäßig günstig und wir können alles einfach löschen und neue Daten aufspielen. 

Im Wikipedia steht: E-Book: Je nach Zielsetzung wird versucht, ein typografisch möglichst originalgetreues Abbild eines Buches zu schaffen, oder primär den Textinhalt möglichst lesefreundlich abzubilden. 

Der Wert des Buches

Also der Wert des Buches scheint allen bewusst und wir wissen, dass das Buch doch nicht ersetzt werden kann. Ein Buch hat etwas animalisches, haptisches und bildendes. Es verbindet, fördert die Kommunikation und die Wahrnehmung. Ein Buch ist gleichsam für die Spannung und Entspannung stehend. Ja man könnte sagen, es ent-schleunigt uns in der immer schneller werdenden Alltags-taktung. Es bedient unsere Sinne in einer ganz eigenen Form. Ein Buch hat etwas animalisches, haptisches und bildendes. Es verbindet, fördert die Kommunikation und die Wahrnehmung. Ein Buch ist gleichsam für die Spannung und Entspannung stehend.

Der ökologische Vergleich

Nun gilt es einmal auf den Prüfstand zu stellen, ob ein Ebookreader oder das gedruckte Buch, ökologischer ist.

So schreibt der National Geographic: die Cleantech Studie ergab, dass der Vergleich von 3 gekauften Büchern und E-Büchern pro Monat, über vier Jahre produziert, etwa 168 Kilogramm CO2 zur Folge hat. Im gleichen Zeitraum ergibt produziert der Kindle -Lebenszyklus geschätzte 1.074 Kilogramm CO2.

Und die New York Times nahm das Appleprodukt genauer unter die Lupe und schreibt, dass zur Herstellung eben Diesem, rund 15 Kilogramm Mineralien benötigt werden. Das sind zum einen seltene Erden, die oftmals in Kriegsgebieten und unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Außerdem benötigt das iPad zur Herstellung knapp 300 Liter Wasser, hauptsächlich für Batterie und Leiterplatten.

Zum Vergleich: Zur Gewinnung der Rohstoffe für ein einzelnes Buch werden gerade einmal 0,3 Kilogramm Mineralien, bei denen wieder einen großer Teil Sand und Kies ausmachen, und neun Liter Wasser benötigt. Weiter geht es in der Produktion. Hier braucht das iPad 100 Kilowattstunden Energie. Diese wird in den Produktionsstätten in Asien meist durch Kohle oder Öl erzeugt, was einen CO2-Ausstoß von 33 Kilogramm entspricht. Um ein Buch herzustellen, werden zwei Kilowattstunden Energie zum Trocknen des Papiers gebraucht, ein Treibhausgasausstoß der 100 mal kleiner ist, als der für das iPad.

In der Produktion verschlingen die digitalen Taschenbibliotheken also Energie und Rohstoffe. Damit dürfte eine Sache klar sein. Die Umwelt würde sich dem Buch zu wenden.

Die Schreiber im Wikipedia decken sich in der Meinung, dass sich viele Eigenschaften eines realen Buches nicht mit herkömmlicher Computertechnologie wiedergeben lassen. Diese Qualitäten des Buches sind herstellungsbedingt individuelle, vor allem haptische Eigenschaften, wie die Art und Qualität von Bindung, Papierart und -stärke sowie verwendeter Drucktechnik. Vertreter des rein strukturell-funktionalen Ansatzes verzichten auch völlig darauf, das Buch in diesem Sinn zu ersetzen, und verstehen ein E-Book als gänzlich eigenständiges Medium mit lediglich "natürlichem" Vorbild, dessen Funktionalität es mit Hilfe der Computertechnologie zu erweitern gilt.

Nimmt man die Lese-Menge von 40-50 Büchern im Jahr als Maßstab, welche notwendig ist, um ein E-Book ökologisch für sinnvoll zu bewerten, dürfte das Buch aus umwelttechnischer Sicht vorne liegen. Denn eine Studie derStiftung Lesung zeigt: Lediglich 25 Prozent der Deutschen lesen ein bis vier Bücher pro Monat, mehr als 50 Bücher im Jahr lesen sogar nur drei Prozent der Bevölkerung. Ein Viertel der Bevölkerung greift nie zum Buch.

Nimmt man als deutschlandweiten Schnitt ein gelesenes Buch pro Monat dauert es ganze vier Jahre, bis sich der E-Bookreader ökologisch rentiert.

Kulturgut Buch

Wir sollten es uns bewahren, als ein Stück Kultur und im Werte-Verständnis der ewig schneller werdenden Zivilisation, als Mittel der Ent-schleunigung. 

gunter, am 15.04.2014
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