Varroamilben - die bestialischen Bienenkiller

Die Varroamilbe, welche ca. 2003 in Europa Einzug gehalten hat, ist für das Sterben der Bienen verantwortlich. Diese Milbe, die der Familie Varroidae angehört, ist etwa 1,1 mm lang und 1,6 mm breit. Das adulte Weibchen ist ein gefährlicher Parasit, der die Existenz der Honigbienen bedroht und somit auch das Fortbestehen der Menschheit. Die heimtückische Milbe legt ihre Eier direkt im Bienenstock in der Brut der Bienen ab.

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Dadurch vermehren sich nicht nur die Bienenschädlinge enorm schnell. Darüber hinaus schädigen sie den Bienennachwuchs, der mit schweren Missbildungen zur Welt kommt. Ebenso werden "erwachsene" und gesunde Honigbienen von der Varroose befallen. Bei der Varroose, handelt es sich um eine höchst gefährliche, zu überwachende Tierseuche, die in Österreich als auch in der Schweiz meldepflichtig ist.

Summ, summ, summ, bald summt kein Bienchen mehr herum - Und wer hat Schuld am Bienensterben?

 

Die Varroamilbe ist zwar ein übler Parasit, der allerdings nicht alleine für das Aussterben der Bienenvölker verantwortlich gemacht werden kann. Übereifrige Wissenschaftler waren es nämlich, die 1977 die Milbe der Familie Varroidae aus Asien nach Europa brachten. Zu reinen Forschungszwecken versteht sich. Forschung ist unterdessen längst nicht mehr das, was sie einst war. In unserer modernen Zeit wird zwar noch immer geforscht, um eventuellen Nutzen daraus zu ziehen. Die Nachteile, welche damit verbunden sind, werden allerdings ebenfalls knallhart in Kauf genommen. Zudem hat selbst Forschung heute sehr viel mit Profitgier zu tun. Doch dies sei nur am Rande erwähnt. Die Varroamilbe trägt sicherlich dazu bei, dass die zur Gruppe der Hautflügler zählenden, Staaten bildenden Honigproduzenten immer weniger werden.

 

Allerdings haben die summenden Insekten noch wesentlich mehr Feinde. Anfang 2007 brach in den USA eine rätselhafte Seuche aus, die unzählige Bienenvölker vernichtete. Dieser Erreger tauchte scheinbar aus dem Nichts auf und sorgte für Verwirrung. Colony Collapse Disorder - was so viel wie Bienenvolk-Kollaps bedeutet - wurde diese Seuche genannt, die zahlreiche Bienenvölker in den USA ausrottete. Ein weiterer Bienenkiller ist das sogenannte Kaschmir-Virus.

 

Der Hauptfeind der Honigbienen ist unumstritten der Mensch selbst, der mit Pestiziden und Ackergiften herumexperimentiert, somit die Nahrungsquelle der Honigproduzenten mehr und mehr reduziert. Menschen sind es, die ungeniert die Lebensräume von Tieren und Pflanzen zerstören, nur um noch mehr Profit machen zu können. Damit schaufelt sich der menschliche Parasit sein eigenes Grab. 

Erst stirbt die Biene, dann stirbt der Mensch - wusste schon Albert Einstein

Bienen geben doch nur Honig und der ist nicht lebensnotwendig, werden jetzt sicherlich viele Leser denken. Warum sollten dann alle Menschen sterben, wenn es keine Bienen mehr gibt?

Albert Einstein wusste es schon zu seiner Zeit. Der 1879 in Ulm geborene Physiker soll einst gesagt haben:

"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr" - Zitat Ende.

 

Keine vier Jahre soll es dauern, bis nach dem Tod der Bienen auch die Menschheit stirbt.

Ist da tatsächlich etwas dran?  

Sie halten das Ganze sicherlich für absoluten Unfug. Vielleicht, weil Sie sich nicht Mühe machen wollen, einmal genauer darüber nachzudenken. Genau dies sollten Sie jedoch tun, wenn Sie noch lange auf dieser Erde verweilen möchten.

KreativeSchreibfee, am 01.02.2013
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (Gefährliche Kaninchenkrankheiten - welche infektiösen Kaninchenkran...)

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