Wer heute im Internet nach "Billigsafari" oder ähnlichen Begriffen googelt, bekommt als Suchergebnis alles mögliche - aber leider keinerlei Hinweise auf wirklich billige Safaris.

Was man bekommt, sind Schilderungen über Safaris, die, meist in Kenya, bei den so genannten Beachboys gebucht wurden. Diese Ausflüge sind wohl immer billiger, als das, was von den deutschen Reiseveranstaltern in den Katalogen angeboten wird, aber wirklich billig sind diese Touren auch nicht.
Darüber hinaus stoßen wir auf Angebote aus dem südlichen Afrika, mit Schwerpunkt Südafrika
und Namibia, bei denen begleitete Campingsafaris angeboten werden. Doch selbst bei diesen Touren, bei denen normalerweise in selbst aufgebauten, kleinen Zelten übernachtet wird, werden
rund 100,-- Euro pro Tag fällig.

Woran mag es aber wohl liegen, dass keine wirklich kostengünstigen Safaris zu finden sind?
Sind nur wohlhabende Menschen an der Tierwelt Afrikas interessiert?

Ich versuche heute zu schildern, warum das Angebot an "Budget-Safaris" so gering ist.
Und außerdem zeige ich einen Weg, wie es trotzdem geht.

Warum ist das Angebot an Budget-Safaris so gering?

Schauen wir uns doch die "Touristik-Industrie" einmal näher an.
In Deutschland gibt es im wesentlichen zwei Komponenten, die für das Zustandekommen eines Reiseangebotes notwendig sind.

Zunächst der Reiseveranstalter.
Der Reiseveranstalter ist der Produzent der Reise. Der Veranstalter kauft Leistungen in den Zielgebieten ein und bündelt diese einzelnen Leistungen zu einer Pauschale.
Von den einzelnen Leistungsträgern erhält der Reiseveranstalter einen bestimmten Provisionssatz, der sich in der Regel und je nach Abnahmevolumen zwischen 15% bis 30% bewegt.
Alternativ zur Provisionsvereinbarung werden auch einfach Netto-EInkaufspreise vereinbart und dann mit einem entsprechenden Aufschlag versehen. Die Gewinnspanne bleibt jedoch im wesentlichen auf ungefähr gleichem Niveau.

Je höher also der Preis des Produktes, desto größer der Ertrag. Und das ist auch enorm wichtig.
Denn die Kosten für den Vertrieb sind in den meisten Bereichen gleich hoch, egal ob die angebotenen Reisen eher billig oder eher hochpreisig ist.
Das ist ja auch für jedermann nachvollziehbar.
Bei der Gesaltung, dem Druck und der Distribution eines Kataloges kommt es nicht auf den Reisepreis an. Jede zu gestaltende und zu druckende Seite ist gleich teuer. Das Erstellen einer Internetseite kostet auch immer gleich viel, ganz unabhängig davon, wie teuer das darin enthaltene Produkt auch sein mag.

Auch die Kosten für Werbung, für die Reservierungssysteme und den Unterlagenversand sind nicht Preisabhängig.

Wenn wir also diese Aufbereitungs- und Vertriebskosten betrachten, muss eine Reise schon einen gewissen Mindestwert haben, um überhaupt gewinnbringend in den Markt gebracht zu werden.

Betrachten wir jetzt den Vertrieb.
Egal, welche Vertriebswege vom Reiseveranstalter auch gewählt werden. Alle Händler oder Vermittler bekommen vom Reiseveranstalter eine Vermittlungsprovision. Diese beträgt, je nach Vertriebsweg zwischen 6 bis 13 Prozent des Verkaufspreises.
Die durchschnittliche Provision, die z.B. ein Reisebüro erhält, beträgt zur Zeit knapp 10%.
Was ist nun für das Reisebüro, das Internetportal, den Fernsehsender oder den Discounter um die Ecke attraktiver? Der Verkauf einer normal- bis hochpreisigen Reise oder die Vermittlung einer Low-Cost-Reise?

Genau! Wären Sie an der Stelle des Veranstalters oder des Reisevrkäufers, dann hätten auch Sie kein großes Interesse daran die Billigreisen aktiv zu vermarkten.

Das Angebot an Billigsafaris ist also vornehmlich deswegen so gering, weil damit kein kostendeckender Ertrag erwirtschaftet werden kann.



Aber es gibt noch einen Faktor, warum es so wenig Billigsafaris im Angebot gibt.
Die Erwartungshaltung des Reisenden.
Wer in kürzester Zeit möglichst viel sehen will, muss tief in die Tasche greifen.
Selbst im Urlaub haben die meisten Menschen keine Zeit. Alle wichtigen Tierarten, ab auf jeden Fall die Big Five, müssen gesehen worden sein. Aber mehr als zwei bis drei Tage darf der Ausflug nicht kosten.
Wer aber in dieser kurzen Zeit das "volle Programm" erleben will, braucht bestens ausgebildete Ranger und moderne Geländewagen. Safaris mit dieser Grundvoraussetzung werden aber nur
von hochwertigen Camps und Lodges angeboten.
In Südafrika bieten fast ausschließlich private Wildreservate solche Angebote, die dann aber auch schon beinahe mit einer Garantie für die Big 5 aufwarten. Diese privaten Parks bieten neben der phantastischen Tierwelt, den perfekt organisierten und geführten Pirschfahrten aber noch weitere Perfektion. Hochwertige Unterkünftige, beste Verpflegung und zuvorkommender Service.
Das ist das, was der eilige Tierliebhaber erwartet und wofür er auch bereit ist, Geld auszugeben.

Gibt es sie denn, die billige Safari?

Ja es gibt sie !!

Die billigste Safari bekommt, wer´s lieber geruhsam angeht.

Sie sind nicht nur am schnellen Foto interessiert?
Sie haben Geduld?
Sie brauchen keinen Luxus und keinen Komfort?
Sie können mit allen Sinnen geniessen?
Sie brauchen niemanden, der Sie bedient?
Sie wollen vor allem Natur erleben.

Dann können Sie in 10 Tagen unvergessliche Momente erleben. Sie wohnen in einfachen Camps.
Sie erkunden die Parks auf eigene Faust mit dem eigenen Mietwagen.
Gelegentlich "mieten" Sie sich einen Ranger, damit sie auch die selteneren oder schwer auffindbaren Tiere entdecken können.
Sie buchen eine begleitete Pirschfahrt - aber nicht im privaten Reservat.

Wenn Sie gut vorbereitet sind, dann muss eine solche Reise nicht mehr als 700 Euro für
2 Personen (also nur 350,-- € pro Person) kosten:

  • 10 Tage Mietwagen                         200,-- ab/bis Johannesburg
  • 2 x ÜF an der Panoramaroute ab    100,-- pro Zimmer
  • 7 x Ü   im Krüger Nationalpark ab    400,-- pro Zimmer

Dazu kommt noch der Flug von Deutschland nach Südafrika (ab 525,-- Euro zur günstigsten Reisezeit) und ca. 10-15 Euro für Essen und Getränke (Selbstverpflegung), Eintrittsgeld für
den Krügerpark ca. 90,- Euro pro Person (Stand April 2010) und organisierte Purschfahrten.

Wo gibt es das?

Mit viel Mühe kann sich das jeder im Internet zusammensuchen.
Einfacher geht´s über ein gutes Reisebüro.

Am Besten geht´s natürlich über mich.

Ich betreibe seit 21 Jahren ein Reisebüro. Bin selbst Afrika-Liebhaber und habe gute persönliche Kontakte nach Südafrika.

Bei Interesse einfach unten übers Kommentarfeld eine kurze Nachricht an mich.
Wenn wir ins Geschäft kommen, gibt´s gratis noch eine Menge Insidertipps für
interessante Besichtigungen unterwegs und Tipps, wie sich die Verpflegungskosten minimieren lassen.

Hier gibt es Links zu Livebildern

Wunderschöne Bilder aus Kapstadt mit Blick auf den Tafelberg
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Ganz neu installiert im April 2010!!
Cam im Addo-Elephant-Park
leider fallen die häufig auch mal aus. Die Seite erneuert sich alle 30 Sekunden:

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Autor seit 6 Jahren
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