Die Symptome einer Blasenentzündung sind relativ leicht zu erkennen

Werden Sie von einem außergewöhnlich starken Harndrang gequält, der Sie zwingt mitunter alle 10 bis 20 Minuten die Toilette aufzusuchen und ist darüber hinaus das Urinlassen schmerzhaft, ist eine Blasenentzündung sehr wahrscheinlich. Die Harnmenge ist dabei meist sehr gering, trotzdem wird der starke Drang zur Toilette zu gehen verspürt. Manchmal kommt es sogar richtig zu Blasenkrämpfen. Geruch und Aussehen des Urins können je nach Entzündungsgrad verändert sein, dies kann bis zur Eintrübung erkennbar sein. Die Schleimhaut der Blase und die Harnröhre werden durch Bakterien angegriffen. Kleinste Verletzungen, die sehr gering bluten, sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Ist Blut im Urin erkennbar, sollten Sie natürlich unverzüglich einen Arzt aufsuchen, auch am Wochenende (!). Gleiches gilt selbstverständlich für das Auftreten von erhöhten Temperaturen, die sich zwischen 37 und 38 Grad bewegen können.

Mit welchen Hausmitteln können Sie die ersten Symptome einer Blasenentzündung angehen?

Wichtig ist in erster Linie, dass Sie viel trinken. Erhöhen Sie Ihre Trinkmenge auf 3 - 4 Liter. Geeignet sind neben speziellen Blasentees, auch Kräutertees, die man meist im Küchenschrank findet. Mit einer erhöhten Flüssigkeitsaufnahme erreichen Sie, dass die Bakterien aus der Blase herausgespült werden. Da die Entzündungen meist auch mit Schmerzen verbunden sind, die das Allgemeinbefinden trüben, ist Bettruhe eine gute Möglichkeit durch Schonung dem Körper die Kraft zu geben, gegen die Eindringlingslinge in der Blase zu kämpfen.

Wärme, Ruhe und viel Trinken

Warme Umschläge oder das Auflegen einer Wärmflasche wirken nicht nur schmerzlindernd, sie entspannen auch die Muskulatur, die sich bei Schmerzen gerne verspannt.
Als hilfreiches Getränk ist besonders Salbeitee zu empfehlen, da dieser stark entzündungshemmend wirkt. Auch der Brennnesseltee ist für seine harntreibende Wirkung bekannt.

Es gibt vermehrt Hinweise, dass Cranberrys bei Blasenentzündungen sehr gute Wirkung zeigen. Die kleinen Beeren besitzen positive Eigenschaften, dass sie sich gegen den Darmkeim E.coli in den Harnwegen durchsetzen zu können. Die mit der Preiselbeere verwandte Beere kann als Cranberrysaft oder in Kapselform dem Körper zugeführt werden. Man geht inzwischen sogar davon aus, dass der regelmäßige Genuss von Cranberrys Blasenentzündungen vorbeugend wirkt. Dieses natürliche Heilmittel hilft jedoch leider nicht jedem, dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Studien über die Wirksamkeit aus. Bei leichten Entzündungszeichen ist es auf jeden Fall ein Versuch wert, diese Möglichkeit auszuschöpfen. Hinweise auf Behandlungserfolge findet man in verschiedenen Gesundheits-Foren jedenfalls.

Backpulver, Kaiser-Natron und Manuka-Honig

Hilfreich zeigt sich auch beim ersten Auftreten der Symptome, einen Teelöffel Backpulver in einem Glas Wasser aufzulösen und zu trinken. Hiermit erreichen Sie, dass das Milieu in der Blase neutralisiert wird und das Bakterienwachstum vermindert wird. Am besten sollten Sie immer ein Paket Kaiser-Natron im Haus haben. Dieses kleine Wundermittel ist vielseitig einsetzbar und leistet auch wegen seiner antibakteriellen Wirkung als Mundspülung gute Dienste. Eine etwas teuere, aber gute Möglichkeit der Blasenentzündung zu Leibe zu rücken, ist Manuka-Honig. Dieser Honig verfügt über ganz spezielle Heilkräfte und inzwischen wurde sogar durch Studien belegt, dass er gegen antibiotikaresistente Keime Wirkung zeigt. Selbst der MSRA-Keim geht vor ihm in die Knie.

Ein informatives Video des WDR

Wichtiger Hinweis!

Dieser Artikel ersetzt keinen fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers!

 

 

Elli, am 16.07.2013
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