Was ist das Besondere an Manukahonig?

Manukahonig wird von den Blüten des Teebaums (Leptospermum scoparium), der in Neuseeland beheimatet sind, gewonnen. Die Maori nuten die Blätter des Baumes, um ätherische Öle herzustellen. Der Honig wird bei diesem Naturvolk schon seit Langem gegen Entzündungen, Infekte und Erkältungskrankheiten eingesetzt. 

Es sind noch nicht einmal die Vitamine, die diesen Honig so interessant machen. Manukahonig enthält nur Spuren der Vitamine C, B1, B2, B6. Des Weiteren sind die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Kalzium enthalten. Und auch der Gehalt an den Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan und Chrom ist nicht bedeutungsvoll hoch. Was ist es dann, was den Manukahonig so besonders macht? Zusammengefasst kann man sagen - seine antibakterielle Wirkung ist so enorm stark, dass er es sogar mit Antibiotika aufnehmen kann und zum Teil sogar bessere Heilwirkungen erzielt. Und in Bezug auf die Nebenwirkungen schneidet der Honig natürlich auch deutlich besser ab.

Blüte des Teebaums

Blüte des Teebaums (Bild: Bildquelle: Tobias Kuhfuß / wikipedia.de)

Klinischer Einsatz zeigt Erfolge

Forscher in Chicago verglichen den neuseeländischen Manuka Honig sowie eine andere Honigsorte aus dem Jemen mit drei verschiedenen Antibiotika, die sie bei der Behandlung von Rhinosinusitis-Patienten anwendeten. Das Ergebnis war vielversprechend: Der Honig ist leicht anzuwenden, völlig ungiftig und darüber hinaus noch sehr kostengünstig.

Eine gute Heilwirkung von diesem Honig zeigt sich bereits im klinischen Einsatz auf der Krebsstation der Universitäts-Kinderklinik in Bonn. Hier werden chronische Wunden von krebskranken Kindern behandelt. Die Wunden scheinen schneller zu heilen und auch der Verbandswechsel wird geduldiger ertragen. Wer schon einmal Erfahrung mit festklebender Gaze gemacht hat, weiß, wie schmerzhaft dieser sein kann. Bitte kommen Sie nicht in Versuchung, normalen Honig auf eine Wunde aufzutragen. Bei dem verwendeten Honig handelt es sich ausschließlich um medizinischen Honig. Das Medikament aus Manuka Honig wird als CE-zertifiziertes Medizinprodukt unter dem Namen MedihoneyTM geführt.

Das Erstaunliche ist, Manuka Honig wirkt sogar bei MRSA-infizierten Wunden. Der Honig hilft also dort, wo Antibiotika versagen. Verantwortlich für die medizinische Wirkung des Honigs ist das Enzym Glucose-Oxidase. Dieses Enzym setzt geringe Mengen Wasserstoffperoxid frei, welches bekantntlich antibakteriell und antiseptisch ist.

Der Honig zeigt auch Wirkung bei Entzündungen des Zahnfleisches und des Magen-Darmtraktes.

Medizinischer Honig in der Anwendung (ab ca. 7:00)
Manuka Honig in einem MDR-Beitrag

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel kann keinen medizinischen Rat eines Arztes oder Apothekers ersetzen.

© Edelgard Kleefisch

Elli, am 08.11.2012
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