Der praktische Arzt - nach dem Grundstudium folgt eine praxisnahe Zeit in Krankenhäusern oder Praxen

Der niedergelassene praktische Arzt in einer eigenen Praxis hat ein Grundstudium in der Medizin absolviert. Um praktische Erfahrungen zu sammeln, hat er nach dem Studium für einige Zeit in Kliniken und auch in Praxen niedergelassener Ärzte gearbeitet. Ebenso kann sich die praktische Zeit auch nur auf eine Zeit in einer Praxis beruhen. In dieser Ausbildungszeit konnte sich der Arzt auf seine Arbeit in eigenen Praxis vorbereiten und erfüllte darüber hinaus die Anforderungen um eine Kassenzulassung zu bekommen.

Vorschaubild: Rainer Sturm / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen ...

Was ist der Unterschied zwischen einem praktischen Arzt und einem Allgemeinmediziner (Bild: Matthias Preisinger / pixelio.de)

Der Allgemeinmediziner - nach dem Grundstudium erfolgt eine 5-jährige Weiterbildung zum Facharzt

Die richtige Bezeichnung muss hier eigentlich Facharzt für Allgemeinmedizin heißen, denn nach dem Grundstudium hat dieser Arzt noch eine weitere 5-jährige Ausbildungszeit durchlaufen. Diese ist einer strengen Regelung der Ärztekammer unterworfen. Danach muss der Anwärter auf den Titel "Facharzt für Allgemeinmedizin" eineinhalb Jahre Erfahrungen in der Allgemeinmedizin gesammelt haben. Es folgt ein Jahr Weiterbildung in der Inneren Medizin, die in einem Krankenhaus absolviert wird. Auch muss er ein halbes Jahr in der Chirurgie tätig gewesen sein. Damit er sich später auch um jüngere Patienten kümmern kann, folgt eine halbjährige Lehrzeit in der Kinderheilkunde. Doch damit ist er noch nicht mit der Ausbildung durch. Es folgen weitere Ausbildungsabschnitte von jeweils 3 Monaten in der Gynäkologie, Augenheilkunde, Nervenheilkunde unf Orthopädie.
Zwar erlangen sie durch ihre Weiterbildung kein umfassendes Wissen in allen Fachbereichen der Medizin, aber durch die erworbenen Grundkenntnisse sind Allgemeinmediziner in der Lage viele Krankheiten zu erkennen und zu behandeln. Sie grenzen mit ihrem Wissen die Erkrankung so weit ein, dass sie entscheiden können, ob eine alleinige Behandlung ausreichend ist oder ob ein Facharzt zurate gezogen werden muss. Ist dies der Fall, wird er eine Überweisung zum Fachkollegen ausstellen.

Wartezimmer eines Arztes

Wartezimmer eines Arztes (Bild: Matthias Preisinger / pixelio.de)

Warum nennen sich praktische Ärzte und Allgemeinmediziner Hausärzte?

Praktische Ärzte und Allgemeinmediziner betreuen nicht nur kranke Patienten, sie kümmern sich auch um die Gesundheitsvorsorge. Meist sind mehrere Familienmitglieder bei ihm in Behandlung, sodass er einen guten Überblick über familiäre Besonderheiten erhält. Ein Hausarzt baut sich durch sein langjähriges Verhältnis zum Patienten eine Vertrauensbasis auf. Daher werden Ärzte, die all diese Voraussetzungen erfüllen Hausärzte genannt. Sie sind im Krankheitsfall die erste Anlaufstelle für den Patienten.

Dieser Artikel ersetzt keinen fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers!

Kurzbeschreibung des Buches

Das Gesamtwissen der Ärzte in abgespeckter Form: Hans Kantereit präsentiert die wirklich wesentlichen Dinge, die Ärzte heute wissen müssen. Er kennt für alle Probleme das richtige Heilmittel und hat für alle Situationen den passenden Spruch: "Wer gesund ist, wurde bloß nicht gründlich untersucht."

Vetrauen ist gut - Wissen ist besser
Elli, am 24.08.2012
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