„Große Wäsche“ aus dem Wäschekessel

Waschmaschine SiemensDas ist wohl ein positives Kindheitstrauma. Ich mochte schon immer gerne im Wasser plantschen und kenne noch die "Große Wäsche" aus dem Wäschekessel, die dreimal in verschiedenen wannen gespült und dann geschleudert wurde. Wäschetrockner gab es da noch nicht und so war es immer besonders lustig, wenn die Bettwäsche im Winter steifgefroren war und man die Bretter über dem Ofen auftauen musste. Aber Vorsicht - die guten Stücke konnten so zerbrechen oder zerreißen.

Können Waschmaschinen Socken fressen?

Heute bin ich der modernen Technik dankbar, die mir den Haushalt deutlich erleichtert. Leider ist mein Toplader manchmal nicht sehr fair, denn er scheint Socken zu fressen und in die Shirts kleine Löcher zu fräsen. Mhm -vielleicht liegt es an seinem Alter - oder Meinem? Ich gebe nämlich zu, dass ich schon öfter mal eine Socke übersehen habe (im Wäschekorb oder in der Trommel) und dass die Shirts ja auch nicht immer von bester Qualität sind. Vielleicht lösen sie sich deshalb schneller auf und ich tue der Maschine unrecht?

Begegnungen mit Waschmaschinen - Waschmaschinen und Goldstaub

Ich habe im Laufe der Jahre viele lustige oder auch ärgerliche Begegnungen mit Waschmaschinen gehabt. Auf jedem Schiff gibt es - neben der professionellen Wäscherei, die fest in der Hand der chinesischen Wäscher ist - auch eine so genannte Crew Wäscherei. Meist ist das eine kleine Kammer, die Platz für zwei Waschmaschinen, zwei Trockner und ein Metallwaschbecken bietet. Bei 200 Crewmitgliedern ist eine freie Maschine daher Goldstaub. Aber es gilt Regeln zu beachten, sozusagen als Überlebenstraining für neue Crew.

Waschmaschinen Tipps für Mädels

 

  1. Es ist - gerade für Mädels mit heller Wäsche - lebenswichtig, die Trommel vorher zu checken, denn die Waiter (Kellner an Bord werden Waiter genannt) tragen im Dienst schwarze Socken und irgendeine Schwarzsocke bleibt immer drin liegen und verfärbt die hellen Sachen. Oder es ist Kaugummi, Zellstoff, Geld, künstliche Fingernägel….

  2. Auch ist die Programmwahl bedeutend. Die Waschmaschinen sind taffe Industriegeräte – meist von Siemens oder Bosch - und wenn dort "heiß" eingestellt ist, wäscht es auch so und die Kleidung ist hinterher oft auf Kindergröße geschrumpft.

  3. Und das Wichtigste: Mädels - nie Eure teuren und heißen Dessous in die Maschine stecken. Warum? Das ist schon fast legendär: Auf jedem Schiff gibt es einen "Schlüppi-Fred", der Dessous sammelt und die direkt aus den Maschinen klaut. Weg ist weg und FRAU sieht die teureren Stücke nie wieder. Aus diesem Grund kommen nur die hässlich-bequemen Baumwollteile in die Waschmaschine und der Rest wird liebevoll per Hand gepflegt und in der Kabine zum Trocknen gehängt. Das kann sehr dekorativ sein - besonders wenn die Dessous zwischen Lichterketten aufgehängt werden, die für eine heimelige Atmosphäre sorgen sollen.

  4. Immer die Maschine beobachten. Ist das Programm zu Ende, stürzt sich sofort ein Kollege auf die Trommel, zerrt die Wäsche raus und stopft sie in den Trockner. Das ist zwar nett aber gefährlich – vor allem, wenn die Sachen nicht trocknergeeignet sind. Deshalb vorher mal auf die Waschsymbole schauen und immer die Maschine im Blick haben…. Sind die trockner besetzt, landet die nasse Wäsche auch mal in einer Ecke.

Weitere Tipps habe ich im "Waschmaschine Wiki" gefunden.

neue Waschmaschine kaufen

Das war mal wieder so eine kleine Alex-Geschichte aus der wilden Seefahrer-Zeit.
Seufz.

 

Tja - also zurück zu meiner Maschine. Ich denke schon länger über das Thema Waschmaschine kaufen nach, denn immer, wenn mein Gerät anfängt zu schleudern, schaut mein Vater aus dem Fenster, ob jetzt der Rettungshubschrauber angeklappert kommt. UND das Kurzprogramm dauert eine geschlagene Stunde. Das ist echt lange. Dafür wird meine Wäsche sauber und auch richtig strahlend weiß. Vielleicht sollte ich doch noch ein wenig warten und meinem Toplader die kleinen Sünden verzeihen?

Autor seit 5 Jahren
15 Seiten
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