Wie man als Komparse und Kleindarsteller zum Film kommt - Der lange Weg zum Beruf des Schauspielers

Traumberuf Filmschauspieler - Der Weg in die Traumfabrik

Viele junge Menschen wollen zum Film. Sie träumen von Ruhm und Ehre, wollen gerne in andere Welten abtauchen, oder in unterschiedliche Rollen schlüpfen.Schauspieler zu sein, als Beruf,das klingt nach Spannung und Abenteuer und nach Zusammentreffen mit interessanten Personen, die man schon aus dem Fernsehen oder dem Kino kennt.

Aber wie werde ich eigentlich Filmstar? An wen kann ich mich wenden, wenn ich einfach nur mal beim Dreh Filmluft schnuppern möchte? Gibt es auch unseriöse Casting Agenturen und wie erkenne ich die?

 

Berühmte Filmstars wie Jürgen Vogel, Meret Becker, Daniel Brühl und Veronika Ferres haben es vorgemacht. Sie haben nie eine Schauspielschule besucht und sind trotzdem erfolgreiche Schauspieler geworden.

Aber meist haben auch sie mit  kleinen Rollen, etwa als Komparsen begonnen und sich über die Arbeit als Kleindarsteller zu Hauptrollen hoch gearbeitet. Denn auch in kleinen Rollen kann man lernen sich richtig vor der Filmkamera zu bewegen. Sehr genaue Bewegungsabläufe müssen dabei eingehalten werden und das muss trainiert werden. Auch die Art der Schaupiels ist vor einer Filmkamera ganz anderes als auf der Bühne, dort sind große Gesten erwünscht, die aber beim Film übertrieben wirken.

Der erste Schritt ist ein Casting - Wie erkenne ich seriöse Caster?

Der Künstlerdienst, der zu der Bundesagentur für Arbeit gehört, vermittelt Komparsen und Kleindarsteller für Film und Fernsehen und zwar kostenfrei. Einen Künstlerdienst gibt es in jedem Bundesland. Man kann sich aber auch an eine oder besser mehrere Casting Agenturen wenden. Casting Agenturen werden beauftragt von einer Filmproduktionsfirma, für einen ganz bestimmten Film, Leute zu casten.Deshalb sind Castings auch Bewerbungscastings für eine Aufnahme in die Kartei in der Regel kostenlos. Ein kleiner Geldbetrag, meist nicht über 10 Euro, wird aber manchmal für Fotos verlangt. Mehr Geld möchte eine seriöse Casting Agentur nicht haben, schließlich wird sie von den Filmproduktionen bezahlt.

Häufig unterhalten große Produktionsfirmen eigene Castingbüros, zum Beispiel castet Grundy Ufa so ihre Kleindarsteller für ihre Daily Soap "Gute Zeiten schlechte Zeiten". Aber auch Filmproduktionsfirmen die Reality TV Formate  produzieren veranstalten regelmäßig Castings. Dort werden  gerne Laiendarsteller eingesetzt.

Filmhochschulen bieten auch eine gute Möglichkeit erste Kontakte mit der Filmbranche zu knüpfen, auch wenn es dort in der Regel kein Geld gibt. Schließlich haben auch später bekannt gewordene Regisseure mal klein angefangen.

Das Filmgeschäft ist groß, die Konkurrenz aber auch - Für viele bleibt der Traum vom Film für immer ein Traum

Die Konkurrenz im Film und Fernsehgeschäft ist riesig. Es gibt viele Schauspieler aber nur sehr wenige Rollen und die werden oft auch noch schlecht bezahlt. Mittlerweile betrifft dieses Problem auch etablierte Schauspieler. Deshalb gibt es auch nur sehr, sehr wenige Schauspieler, die überhaupt von ihrem Beruf leben können.

Wer also um bedingt in die Schaupielbranche will, sollte sich rechtzeitig über Alternativen zum Traumberuf Gedanken machen. Denn für die meisten bleibt leider der Traum vom berühmt werden und gut verdienen können, für immer ein Traum. 

Autor seit 4 Jahren
109 Seiten
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