Reisen über Weihnachten ein NoGo?

Die Hotels und Restaurants sowie die Reiseveranstalter haben gewaltige Umsatzeinbrüche zu beobachten, seitdem die Corona-Pandemie besteht. Die geringen Buchungen über Weihnachten und Silvester 2020/2021 werden diesen Negativtrend weiter befeuern. Jene Menschen, die es bisher bevorzugt haben, Weihnachten nicht zuhause zu verbringen, sondern entweder dorthin zu fahren, wo Schnee an Heiligabend und romantische Stimmung garantiert ist oder sich unter Palmen von der Sonne bescheinen zu lassen, müssen es sich dreimal überlegen, ob sie das in diesem Jahr tun wollen. Zudem sind die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, was die Anzahl der Buchungsmöglichkeiten verringert. Gerade in so genannte Risikogebiete zu verreisen wäre grob fahrlässig. Vernunft walten lassen ist angesagt. Im August 2020 war auf den Flughäfen gerade bei den Reiserückkehrern zu beobachten, dass die Corona-Infektionen eklatant zugenommen haben. 

Gottesdienste an Weihnachten ...

Gottesdienste an Weihnachten verlangen neue Konzepte

Advent und Weihnachten in den Kirchen

Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen sich die Kirchen unter ganz anderen Bedingungen auf die Adventszeit und Heiligabend vorbereiten. Keiner weiß jedoch, wie sich die Corona-Krise bis Dezember noch weiterentwickeln wird. Der rheinische Präses Manfred Rekowski warnte schon im Juli, Weihnachten werde 2020 »sicherlich nicht so sein wie in all den Jahren zuvor«. Ideen für das heilige Fest im Zeichen von Corona sind beispielsweise Freiluft-Gottesdienste und Posaunenchöre, die durch Wohngebiete ziehen oder die Liturgie auf großen Plätzen stattfindet, wo die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. Weiterhin besteht die Möglichkeit des Livestreams im Internet. Aber was machen gerade ältere Leute, die keinen Internetanschluss haben und schon gar nicht mit den digitalen Medien umgehen können? Ganz davon abgesehen, dass das Zusammensein in der Gemeinde, die Notwendigkeit der sozialen Kontakte auf den Kopf gestellt werden und zur Vereinsamung beitragen.

Kreativität setzt Glanzlichter und positive Akzente in der Pandemie

Gegen die Einschränkungen während des Corona Lockdowns oder Teillockdowns ein positives Zeichen zu setzen erfordert ein wenig Kreativität und eine gute Umsetzung. Das ist dem Odenwälder Flammkuchenbäcker Heinrich Strebel gelungen. Der Hobbybastler hat einen alten Pferdeschlitten restauriert, den ein Nachbar beim Entrümpeln gefunden und ihn zur Verfügung gestellt hat. Dieses über 100 Jahre alte Gefährt hat er in seiner Lagerhalle in Obernburg in rund 60 Stunden Arbeit wieder hergerichtet und ihn vorweihnachtlich ausgestattet. Pünktlich zum ersten Advent 2020 hat er ihn über die bayerisch-hessische Landesgrenze zu seinem Anwesen im Lützelbacher Ortsteil Seckmauern gebracht. Dort erfreut er an der Hauptstraße die Passanten mit weihnachtlichem Glanz.

Die Enkel des kreativen Großvaters beim Probesitzen und Bewirten mit Plätzchen und Tee von der Großmama. (Bild: Ruth Weitz)

Keine Weihnachtsmärkte oder doch?

Während in vielen Karnevalshochburgen die Faschingsveranstaltungen 2021 bereits abgesagt wurden, ist die Hoffnung groß, dass einige Weihnachtsmärkte stattfinden können. An dieser Stelle sei gesagt, es ist unwahrscheinlich, die Abstandsregeln hier einhalten zu können. Der wohl berühmteste Weihnachtsmarkt, der Christkindlesmarkt in Nürnberg wird jedenfalls nicht stattfinden. Angesichts der schnell steigenden Corona-Fallzahlen hat die Stadt Nürnberg entschieden, den Christkindlesmarkt 2020 von Freitag, 27. November, bis Heiligabend, Donnerstag, 24. Dezember 2020, abzusagen In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz sollte der Markt räumlich entzerrt werden. Doch auch hier muss man sich darauf einstellen, dass er nicht stattfindet. Einlasskontrollen und Maskenpflicht wären zusätzliche Maßnahmen gewesen. In der hessischen Kleinstadt Michelstadt im Odenwald ist bereits jetzt klar: Der romantische Weihnachtsmarkt findet in 2020 nicht statt. Dafür soll der örtliche Einzelhandel die Chance erhalten, sich bei besonderen Aktionen besser präsentieren zu können.

Krimifreundin, am 30.08.2020
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