Weihnacht in den Bergen kann so aussehen

Christkindlmarkt Innsbruck (Bild: a.sansone)

Warum soll man gerade Weihnachten in den Bergen verbringen?

Das Versprechen lautet meist:

  • Schneebedeckte Gipfel
  • winterliche Landschaft
  • Romantisches Flair
  • Spaziergänge, dick eingepackt im Schnee
  • Schlittenfahren, Rodeln, Ski fahren, Langlaufen
  • Mit dem Pferdeschlitten durch dicke Schneewände gleiten
  • reine glasklare Luft
  • weihnachtliche Klänge, Punsch, Glühwein, Weihnachtsmärkte
  • ...

Klingt ja nicht so übel. Was aber, wenn ich a)vollkommen unsportlich bin? Mir b)vor Menschenmassen, siehe Skifahren graut? Ich c)schlicht nur Besinnung, Kindheitserinnerung an Weihnachten und Ähnliches suche? Finde ich das? Ist für mich "Weihnachten in den Bergen" dann auch etwas Besonderes?

Mal sehen, was es da wirklich für Möglichkeiten gibt. Mal für die sportlich Aktiven und diejenigen, für die Wintersport nur eine böse Erinnerung an Skilager aus der Schule bedeutet.

Was kann man in den Weihnachtstagen "aktiv" machen?

Langlaufen, Skitouren gehen (Bild: a.sansone)

Mal Wintersport und mal abseits davon

Wer wirklich "Weihnachten" spüren möchte, dem kann man vom Skifahren als Weihnachtsbeschäftigung nur abraten. Zu groß der Trubel, zu laut die Massen.
Wer es allerdings rasant und sportlich liebt, "Why not?" Auch wer sich ordentlich mit Langlaufen oder Skaten auspowern möchte, warum denn nicht. Machen Sie was Ihnen einfach Freude macht.

Der ganz Sportliche geübte Skifahrer kann eine beliebte Skitourenroute zu nachtschlafener Zeit wählen und fühlt sich dann ganz Eins mit der Natur und ist abseits vom Skirummel.

Und was ist, wenn es keinen Neuschnee gibt?

Da kann ich beruhigen. Wer den Wintersport zu Weihnachten sucht, findet ihn auch. Kein Skigebiet kommt heute noch ohne Schneekanonen und künstliche Beschneiung aus. Allerdings ist Skifahren & Co mit echtem Schnee natürlich um ein Vielfaches vergnüglicher.

 

 

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Was macht der Nicht-Wintersportler Weihnachten in den Bergen?

Dem Romantiker, dem, der an Weihnachten Stille, Ruhe und Besinnung finden möchte, der kann dies gerade in den Bergen wirklich finden. Es braucht nur ganz wenige Schritte:

Außer in tiefen Lagen findet sich noch jedes Jahr in erreichbarer Nähe vom Winterquartier eine verschneite Landschaft, mal höher den Berg hinauf, mal an ein Fluss- oder Seeufer hin, wo auch eisige Temperaturen wunderbare Bilder zaubern.

Der wenig sportliche Mensch packt sich einfach warm genug ein, mit dicken Winterschuhen an den Füßen und geht einfach die (meist für die Urlauber geräumten) ausgeschilderten Wege hinein in die Landschaft. Es braucht oft nicht mehr als zwei, drei Schritte abseits in den Wald hinein, um Spuren der Pflanzen, der Tiere, zu entdecken. Eine eingeschneite Flechte, vertrocknete Fruchtstände der Alpenblumen, die mutig aus dem Schnee ragen, Spuren von Hasen, Rehen, Füchsen im Wald. Es gibt vieles für den aufmerksamen Wanderer zu entdecken.

Noch besser geht das mit Schneeschuhen, die man vor Ort ausleihen kann. Das ist schon ein wenig sportlicher, der Muskelkater am Abend meldet sich vielleicht mit einem kleinen Zwicken zur Erinnerung, aber wunderschön.
Achtung - immer beachten, dass man nur auf ausgeschilderten Strecken geht. Der eigenen Sicherheit wegen - Lawinengefahr - und wegen der Wildtiere.

 

Abseits der Massen, Natur pur erleben

Zeugen der Sommerblüte

Romantik zu Weihnachten

In den meisten Winterorten werden gerade zur Weihnachtszeit direkt im Ort verschiedene nette Programme angeboten:

am Nachmittag werden bei weihnachtlicher Musik selbst gebackene Kekse, Bratäpfel, Kletzenbrot und Christstollen meist bei Holzhütten angeboten; viele Orte bieten weihnachtliche Weisen bei Einbruch der Dunkelheit an. Ist wirklich sehr romantisch.

Weihnachtsmärkte in den näheren Umgebungen können auch leicht besucht werden, in Tirol etwa z.B. in Innsbruck, aber auch in vielen der kleineren oder größeren Städte.

Aber auch etwa Garmisch bietet ein stimmungsvolles Weihnachtsprogramm an, in Südtirol gibt es neben Bozen, Meran, Brixen, Sterzing und Bruneck unzählige Programme in den Bergorten.

Weihnachtsprogramm - das Alles kann einem schon gefallen

Sie mögen keinen Weihnachtsmarktrummel? (Ich schon, außer am 8. Dezember in Innsbruck). Aber diese Programme gefallen auch mir:

  • Mit dem Pferdeschlitten, dick eingepackt, mit Klingeling durch dicke Schneewände gleiten.

 

  • Sofern ein See nahe ist, an verschneitem oder vereistem Ufer entlangwandern. Fotomotive wählen. Die Eisdecke, das Schilf, die Stille, die winterlich kalte Luft - schön!
  • In den Gastorten die stimmungsvolle Beleuchtung abends genießen, vereinzelte Holzbuden mit Glühwein, Punsch, Krapfen
  • Plätze im Ort, an denen weihnachtliche Weisen gespielt werden, besinnliche Weihnachtslieder mit Steirischer Harmonika und Geige, mancherorts Turmbläser, die von Balkonen die Musik in den Abendhimmel gleiten lassen. Mit verschneiter Bergkulisse im Hintergrund um ein Vielfaches stimmungsvoller als in einer großen Stadt.
  • und garantiert gibt es in diesen Orten in den Bergen kein "weihnachtliches Hohoho" von irgendeinem Weihnachtsmann.
Landschaft, Berge und Schnee

Dicht eingeschneit (Bild: a.sansone)

Landschaft und Schnee - Winterwunderland

Berge, weite Landschaft, steile Hänge, Wälder und Schnee - das ist es, wonach sich unser Herz zu Weihnachten sehnt. Abends Sternenhimmel, -untertags darf es mal blitzblauen Himmel geben und als "Überdrüber"Zuckerl auch einen Tag mit "Leise rieselt der Schnee".

So gut und so schön und ersehnt.

  • Was ist, wenn es nicht geschneit hat?
  • Zu wenig geschneit hat?
  • Schmuddelwetter herrscht?
  • Der Föhn einen von den Pisten oder Wanderwegen bläst?

Weg vom Alltag

Tja, für das Wetter gibt es leider keine Garantie; aber die Bergspitzen sind ganz, ganz sicher angezuckert. Der Blick nach oben lohnt sich.

Die Gedanken vom Alltag weg lenken und das Neue in sich aufnehmen. Einfach mal abschalten. Im Hier und Jetzt sein; sogar wenn das Wetter nicht optimal sein sollte.

Die Luft ist, besonders bei Föhnlage, wunderbar sauber (als Trost) und pustet aus dem geplagten Kopf die üblen Gedanken raus; mit Garantie.

Bei Schlechtwetter darf und soll man sich sogar etwas Gutes gönnen. Bei Kaffee, Tee und Kuchen ist auch die vielleicht nicht ideale weihnachtliche Wetterlage im Nu vergessen. Und die paar Gramm mehr auf den Rippen sind beim Alltagsstress ganz schnell wieder weg.

Versprochen!

Weihnachten und das Christfest mitfeiern

Bergkapelle Lizum (Bild: a.sansone)

Besonders stimmungsvoll ist es, die Christmette um Mitternacht mit zu feiern.

Dazu braucht es nicht unbedingt tiefe Gläubigkeit, die Messe, die Lieder, die Gemeinsamkeit in dieser Nacht sind einfach schön. Sich Erinnern, dass Weihnachten ein wenig mehr bedeutet, als nur sich über Geschenke zu stürzen.

Ich lebe selbst das ganze Jahr über in den Bergen und ganz ehrlich, zu Weihnachten möchte ich ganz bestimmt nirgendwo anders sein.
Deshalb meine ich, versuchen Sie es. Nicht gerade im angesagtesten Wintersportgebiet, wenn Sie es gerne gemütlich und romantisch haben möchten. Die mittelgroßen oder kleineren Orte bieten einfach ein heimeliges Flair. Der ideale Ort speziell für Sie findet sich; gar nicht so weit von Ihrem echten Wohnort entfernt.


Weihnachten in den Bergen

Probieren Sie es einfach einmal selber aus.

 

*Übrigens, beim Fotos durchsuchen habe ich für dieses Jahr das erste Mal so richtig Weihnachtsgefühle bekommen.

 

Frohe Weihnachten!

Adele_Sansone, vor 13 Tagen
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